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Internationale Eishockey-Regeln
Abschnitt I: Das Spielfeld
Regel 101 – Spielfeld
Regel 102 – Ausmaße des Spielfeldes
Regel 103 – Tore, Torpfosten und Netze
Regel 104 – Torraum
Regel 105 – Einteilung des Spielfeldes
Regel 106 – Punkt und Kreis in der Mitte des Spielfeldes
Regel 107 – Anspielpunkte in der neutralen Zone
Regel 108 – Anspielpunkte und –kreise in der Endzone des
Spielfeldes
Regel 109 – Spielerbänke
Regel 110 - Strafbank
Regel 111 - Uhren und Signale
Regel 111 - Garderoben und Beleuchtung des Spielfeldes
Abschnitt II: Mannschaften
Regel 201 - Zusammensetzung der Mannschaften
Regel 202 - Kapitän der Mannschaft
Regel 203 - Spieler in Ausrüstung
Regel 204 - Startaufstellung
Regel 205 - Spielerwechsel
Regel 206 - Verletzte Spieler
Abschnitt III: Ausrüstung
Regel 301 - Stöcke
Regel 302 - Schlittschuhe
Regel 303 - Torhüterausrüstung
Regel 304 - Schutzausrüstung
Regel 305 - Gefährliche Ausrüstung
Regel 306 - Puck
ABSCHNITT IV: STRAFEN
Regel 401 - Strafen
Regel 402 - Kleine Strafen
Regel 403 - Große Strafen
Regel 404 - Disziplinarstrafen
Regel 405 - Matchstrafen
Regel 406 - Strafschuss
Regel 407 - Strafen gegen den Torhüter
Regel 408 - Aufgeschobene Strafen
Regel 409 - Anzeigen von Strafen
Regel 410 - Ergänzende Disziplinarmassmahmen
Abschnitt V: Offizielle
Regel 501 - Bezeichnung von Offiziellen
Regel 502 - Schiedsrichter
Regel 503 - Linienrichter
Regel 504 - Zwei Schiedsrichter
Regel 505 - Torrichter
Regel 506 - Strafbankbetreuer
Regel 507 - Offizieller Punktrichter
Regel 508 - Spielzeitnehmer
Regel 509 - Video-Torrichter
Regel 510 - Zuständige Verbandsstellen
Abschnitt VI: Spielregeln
Regel 601 - Beschimpfung von Offiziellen und andere
Disziplinlosigkeiten
Regel 602 - Richtigstellen der Ausrüstung
Regel 603 - Übertrieben harte Spielweise
Regel 604 - Check gegen die Bande
Regel 605 - Gebrochener Stock
Regel 606 A - Unkorrekter Körperangriff
Regel 606 B - Check von hinten
Regel 606 - Mit dem Stock checken
Regel 608 - Spielverzögerung
Regel 609 - Benützung von Ellbogen, Knien oder Kopfstoß
Regel 610 - Einwurf
Regel 611 - Fallen auf den Puck
Regel 612 - Faustschläge oder übertriebene Härte
Regle 613 - Torschützen und Mithelfer
Regel 614 - Spielen des Pucks mit der Hand
Regel 615 - Hoher Stock
Regel 616 - Halten eines Gegners
Regel 617 - Mit dem Stock haken
Regel 618 - Unerlaubter Weitschuss des Pucks
Regel 619 - Behinderung
Regel 620 - Behinderung durch Zuschauer
Regel 621 - Treten eines Spielers
Regel 622 - Kicken des Pucks
Regel 623 - Verlassen der Spieler- oder Strafbank
Regel 624 - Abseits (Offsides)
Regel 625 - Pass
Regel 626 - Puck außerhalb des Spielfeldes oder unspielbar
Regel 627 - Puck außer Sicht und regelwidriger Puck
Regel 628 - Berühren eines Schiedsrichters durch den Puck
Regel 629 - Spielverweigerung
Regel 630 - Grobes Schlagen mit dem Stock
Regel 631 - Stockstich und Stockendenstoß
Regel 633 – Stockwurf
Regel 634 – Spielzeit
Regel 635 B – Clipping, Angriff auf das Knie
Abschnitt VII: Medizinische Regeln
Regel 701 – Vermeidung von Infektionen
Internationale Eishockey-Regeln
International Rules Governing the Game of Ice Hockey
Abschnitt I: Das Spielfeld
Section One – The Rink
Regel 101 – Spielfeld
Rule 101 – Rink
Das Eishockeyspiele wird auf einer als "Spielfeld" bezeichneten Eisfläche
gespielt.
Ohne schriftliche Bewilligung (a) der IIHF hinsichtlich der
IIHF-Meisterschaften oder (b) der nationalen Eishockeyverbände hinsichtlich
aller innerhalb ihres Wirkungsbereiches stattfindenden nationalen sowie
internationalen Spiele dürfen keine anderen, als die in den folgenden Regeln
vorgesehenen Markierungen aufscheinen.
Auf dem Eis, an den Banden, auf dem Schutzglasaufsatz über den Banden, auf
den Toren und den Spieler-, Strafbänken, auf dem Schutzglas oder auf anderen
Flächen im Bereich der Spielerbänke und Strafbänke, im Bereich der Torrichter
und/ oder anderen Spieloffiziellen.
Sofern hierfür die Erlaubnis, wie oben erläutert vorliegt, darf auf den oben
angeführten Flächen Werbung und die Kennung des Spielortes angebracht
werden.
Regel 102 – Ausmaße des Spielfeldes
Rule 102 – Dimensions of Rink
- Das Spielfeld hat ein Höchstmaß von 61 m Länge und 30 m Breite und ein
Mindestmaß von 56 x 25 m. Die Ecken des Spielfeldes sind mit einem Radius von
7,0 bis 8,5 m abgerundet.
Note 1: Für IIHF-Meisterschaftsspiele
muss die Eisfläche 60 bis 61 m lang und 29 bis 30 m breit
sein.
Note 2: In geschlossenen Hallen ist das Rauchen auf dem
Spielfeld und in den Zuschauerrängen sowie in den Garderoben
verboten.
Das Spielfeld muss von einer Wand aus Holz oder Kunststoff,
als "BANDE" bezeichnet, umgeben sein.
Die Bande darf nicht niedriger
als 1,20 m und nicht höher als 1,22 m, gemessen von der Eisoberfläche,
sein.
Am unteren Rand der Bande muss eine 15 bis 25 cm hohe gelbe
Fußleiste / Stoßkante angebracht sein.
Abgesehen von den in diesen
Regeln vorgesehenen offiziellen Markierungen, muss die gesamte Spielfläche und
die Bande mit weißer Farbe gestrichen sein.
- Die Banden müssen so beschaffen sein, dass ihre, dem Spielfeld zugewandte
Seite, glatt und von jeglichen Hindernissen und Gegenständen frei ist, die
Verletzungen von Spielern hervorrufen könnten.
Sämtliche Türen mit Zugang
zum Spielfeld müssen so konstruiert sein, dass sie nach der Außenseite des
Spielfeldes aufschwingen. Sämtliche Schutzvorrichtungen und Gestänge, die
dazu dienen, die Banden in der richtigen Lage zu halten, müssen auf der
Außenseite der Banden montiert werden. Für IIHF-Meisterschaften ist der
Schutzglasaufsatz und die Netze an den Endzonen verpflichtend vorgeschrieben.
Nach Genehmigung durch das Präsidium sind Ausnahmeregelungen möglich, sofern
eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde.
Die Höhen der
Schutzglasverkleidungen werden wie folgt vorgeschrieben:
Schutzglashöhe
160 bis 200 cm in den Endzonen des Spielfeldes und im Bereich hinter den
Torlinien sowie reicht von den Torlinien 4 Meter in Richtung Neutrale
Zone.
Schutzglashöhe 80 bis 100 cm entlang den Längsbanden, außer im
Bereich vor den Spielerbänken.
Eine Schutzpolsterung muss an sämtlichen
Schutzglasenden entlang der Bande angebracht werden, wo immer sich eine
Öffnung befindet.
Note: Nach dieser Regel dürfen auf den Banden
sowie auf dem Spielfeld Werbetexte nur dann angebracht werden, wenn sie den
Vorschriften der IIHF bezüglich offizieller internationaler Spiele
(Meisterschaften) und der nationalen Verbände bezüglich nationaler und
internationaler Spiele auf eigenem Boden entsprechen.
Regel 103 – Tore, Torpfosten und Netze
Rule 103 – Goals
- Die Tore sind wie folgt aufzustellen: Im Abstand von 4 m von den Endbanden
des Spielfeldes wird parallel zur Endbande eine 5 cm breite, rote Linie über
die ganze Breite des Spielfeldes gezogen. In der Mitte dieser markierten Linie
werden die Tore so plaziert und befestigt, dass sie, während der Dauer des
Spieles, nicht verschoben werden können.
- Die Tore müssen aus geprüften und genehmigten Materialien konstruiert und
hergestellt sein. Die lichte Höhe zwischen der Eisfläche bis Unterkante
Querstange beträgt 1,22 m. Das Innenmaß zwischen den Pfosten muss 1,83 m
betragen. Die Querstange, aus gleichem Material wie die Torpfosten, muss in
einer festen Verbindung mit den oberen Enden der beiden Torpfosten hergestellt
sein.
Der äußere Durchmesser der Torpfosten und Querstangen muss 5 cm
betragen.
Die Innenausmaße des Tores von der Vorderkante der Torlinie
bis zum tiefsten Punkt des Netzhintergrundes dürfen nicht mehr als 1,12 m und
nicht weniger als 60 cm betragen.
- Die Torpfosten, Querstangen sowie die Außenflächen der übrigen für die
Befestigung notwendigen Torgestänge müssen komplett in roter Farbe ausgeführt
sein.
Sämtliche Innenflächen wie Verkleidungen und Polsterungen im
Torinnenraum, außer die Torpfosten, müssen komplett in weißer Farbe ausgeführt
sein.
- Die 5 cm breite rote Linie zwischen den Torpfosten auf dem Spielfeld, die
sich über die ganze Breite des Spielfeldes zieht, wird als "Torlinie"
bezeichnet.
Regel 104 – Torraum
Rule 104 – Goal Crease
- Vor jedem Tor ist ein "Torraum" mit einer roten, 5 cm breiten Linie
abzugrenzen.
- Der Torraum ist wie folgt anzulegen: Ein Halbkreis mit einem Radius von
180 cm und einer Breite von 5 cm wird gezogen, wobei die Mitte der Torlinie
den Mittelpunkt bildet. zusätzlich werden L-förmige Markierungen von 15 cm
Länge (beidseitig) an jeder vorderen Ecke bezeichnet. Die Position der
L-Markierung wird errechnet, indem 122 cm von der Torlinie entfernt eine
imaginäre Linie bis zum äußeren Rand des Halbkreises gezogen wird. An dieser
Stelle wird das "L" eingezeichnet.
- Der Torraum umfasst den gesamten Raum, welcher horizontal durch die
Torlinien markiert wird und der sich vertikal 1,27 m bis zur Oberkante des
Torrahmens erstreckt.
- Der Torraum muss in hellblauer Farbe gestrichen sein. Die Innenseite des
Torraumes, von der Torlinie bis zum hinteren Teil des Tores, muss weiß
gestrichen sein.
Regel 105 – Einteilung des Spielfeldes
Rule 105 – Division of Ice Surface
- Die Eisfläche zwischen den beiden Torlinien wird durch blaue, 30 cm breite
Linien in drei gleiche Teile geteilt. Die blauen Linien erstrecken sich über
die ganze Spielfeldbreite und verlaufen parallel zu den Torlinien. Die Linien
werden senkrecht an den Banden bis zum oberen Rand hochgezogen.
- Der Teil des Spielfeldes, in welchem sich das Tor der verteidigenden
Mannschaft befindet, wird als die "VERTEIDIGUNGSZONE" bezeichnet. Der
Mittelteil wird als die "NEUTRALE ZONE" und der Teil, der von dem verteidigten
Tor am weitesten entfernt liegt, wird als die "ANGRIFFSZONE" bezeichnet. Die
Zonenlinie gehört zu dem Teil der Zone, in welcher sich der Puck befindet.
- Die rote Linie, welche als "MITTELLINIE" bezeichnet wird, ist 30 cm breit,
verläuft parallel zu den Torlinien und erstreckt sich über die ganze
Spielfeldbreite. Die Linie wird senkrecht an den Banden bis zum oberen Rand
hochgezogen.
Note: Die blauen Linien, die Mittellinie und die
Torlinien sind zumindest auf der Stoßkante hochzuziehen, wenn Bandenwerbung,
wie in Regel 101 erläutert, erlaubt ist.
Regel 106 – Punkt und Kreis in der Mitte des
Spielfeldes
Rule 106 – Center Ice Spot and Circle
Ein runder, blauer Anspielpunkt, 30 cm im Durchmesser, ist genau in der Mitte
des Spielfeldes auf das Spielfeld zu zeichnen. Um diesen Punkt ist ein Kreis von
4,50 m Radius mit einer blauen, 5 cm breiten Linie zu ziehen.
Regel 107 – Anspielpunkte in der neutralen Zone
Rule 107 – Face-Off-Spots in Neutral Zone
In der neutralen Zone, 1,50 m von jeder blauen Linie entfernt und in gleicher
Entfernung von den Seitenbanden wie die Endspielpunkte, sind zwei Anspielpunkte
mit einem Durchmesser von 60 cm mit einer 5 cm breiten roten Linie zu markieren.
In diese Anspielpunkte ist ein 35 cm breiter roter Streifen parallel zu den
blauen Linien zu markieren. Der Abstand zwischen dem roten Streifen und den
Innenkanten der Umrandung des Anspielpunktes muss auf beiden Seiten zum
Schnittpunkt 7,5 cm betragen.
Regel 108 – Anspielpunkte und –kreise in der Endzone des
Spielfeldes
Rule 108 – End Zones Face-Off Spots and Circles
- In beiden Endzonen des Spielfeldes und auf beiden Seiten der Tore sind
Anspielpunkte und –kreise zu zeichnen. Die Anspielpunkte müssen einen
Durchmesser von 60 cm haben und in 5 cm breiten roten Linien gezeichnet sein.
In diese Anspielpunkte sind zwei parallel verlaufende Linien je 7,5 cm vom
oberen und unteren Rand des Anspielpunktes zu ziehen. Die Fläche innerhalb der
beiden Linien ist rot, die übrige Fläche weiß zu streichen. Die Kreise müssen
einen Radius von 4,5 m vom Mittelpunkt des Anspielpunktes aus gemessen haben
und mit einer 5 cm breiten roten Linie markiert sein.
Dreißig cm (30
cm) vom äußeren Rand des Anspielpunktes sind parallel zu den Seitenbanden, in
einem Abstand von 45 cm voneinander, zwei 120 cm lange Linien zu ziehen.
Parallel zu den Endbanden, beginnend am Ende der dem Anspielpunkt am nächsten
liegenden Linie, muss sich eine 90 cm lange Linie erstrecken. Alle Linien
müssen 5 cm breit sein (siehe Diagramm).
Ausgehend vom äußeren Rand auf
beiden Seiten jedes Anspielpunktes müssen sich zwei 60 cm lange und 5 cm
breite Linien im Abstand von 5,15 m bzw. 6,85 m von und parallel zur Torlinie
befinden.
- Die Lage der Anspielpunkte ist folgendermaßen festzulegen: Ein gedachter
Punkt ist 6 m direkt vor der Mitte des Tores zu bestimmen. In einer Entfernung
von 7 m auf beiden Seiten dieses Punktes sowie parallel zu und 6 m vor der
Torlinie entfernt muss die Mitte der Endanspielpunkte
sein.
Note: Auf nicht überdachten Eisbahnen können alle Linien
und Anspielpunkte, die in den Regeln 105, 106, 107, 108 beschrieben sind,
durch zwei Linien oder Kreise in den vorgeschriebenen Entfernungen ersetzt
werden.
Regel 109 – Spielerbänke
Rule 109 – Players‘ Benches
- Jedes Spielfeld muss mit Sitzen oder Bänken für die Spieler beider
Mannschaften ausgestattet sein. Die hierfür zur Verfügung gestellten
Einrichtungen, einschließlich der Bänke und Türen, müssen für beide
Mannschaften die gleichen Voraussetzungen schaffen. Diese Sitzgelegenheiten
müssen für mindestens 16 Personen und 6 Mannschafts-Offizielle jeder
Mannschaft ausreichen, direkt entlang des Spielfeldes im Bereich der neutralen
Zone und möglichst nahe der Mitte des Spielfeldes gelegen sein. Die Garderoben
müssen von dort leicht erreichbar sein.
Die Spielerbänke müssen auf der
gleichen Seite des Spielfeldes und gegenüber der Strafbank gelegen sein. Die
Spielerbänke müssen beträchtlichen Abstand voneinander haben bzw. durch andere
Einrichtungen voneinander abgetrennt sein. Jede Bank soll höchstens 2 m von
der Mittellinie beginnen und eine Maximallänge von 12 m aufweisen.
Das
Schutzglas (Regel 102 b) soll sich bis zum Ende der Spielerbänke
erstrecken.
Wo immer möglich, muss jede Spielerbank zwei Türen haben,
wobei sich eine Türe im Bereich der neutralen Zone befinden muss. Alle Türen
zum Spielfeld müssen so konstruiert sein, dass sie in die Spielerbank
hineinschwingen. Die Spielerbänke müssen vor unbefugtem Zutritt durch andere
Personen als Spieler und Mannschafts-Offizielle geschützt sein.
- Außer den Spielern in Spielerkleidung dürfen nicht mehr als sechs
Mannschafts-Offizielle die vorhandenen Spielerbänke belegen.
- Hinsichtlich Wahl der Spielerbänke wird auf Abschnitt b) Regel 632 –
Beginn des Spieles und der einzelnen Spieldrittel – verwiesen.
Regel 110 - Strafbank
Rule 110 - Penalty Bench
- Jedes Spielfeld muss mit Sitzen oder Bänken für mindestens fünf Spieler
jeder Mannschaft, bezeichnet als "STRAFBANK" Ausgestattet sein. Für jede
Mannschaft müssen getrennte Strafbänke vorhanden sein, welche in einem
angemessenen Abstand voneinander entfernt sind. Die Strafbänke müssen sich
gegenüber der neutralen Zone befinden und vor dem unbefugten Zutritt durch
andere Personen als den bestraften Spielern und den Strafbankbetreuern
geschützt sein.
- Ein als "SCHIEDSRICHTERKREIS" bezeichneter Halbkreis mit einem Radius von
3 m ist mit 5 cm breiten roten Linien unmittelbar vor dem Platz des
offiziellen Punktrichters auf dem Spielfeld zu markieren.
Regel 111 - Uhren und Signale
Rule 111 - Signal and Timing Devices
- Jedes Spielfeld muss mit einer Sirene, oder einem anderen geeigneten
akustischen Signal für die Spielzeitnehmer, ausgestattet sein.
- Jedes Spielfeld muss über eine elektrische Uhr verfügen, damit die
Zuschauer, Spieler sowie die Schieds- und Linienrichter in allen Phasen des
Spieles genau über alle Zeitelemente unterrichtet werden können; hierzu
gehören die noch zu verbleibende Spielzeit sowie die Zeitspanne, die noch von
mindestens zwei mit Strafe belegten Spielern einer jeden Mannschaft zu
verbüßen ist.
Note: Bei Meisterschaftsspielen der IIHF muss die
Zeit in den Dritteln vorwärts von 0 bis 20 Minuten und die Zeit für Strafen
von den insgesamt verhängten Minuten zurück auf 0 laufen.
- Hinter jedem Tor sind elektrische Lampen für die Torrichter anzubringen.
Rotes Licht zeigt ein erzieltes Tor an. Wo automatische Leuchten vorhanden
sind, zeigt ein grünes Licht lediglich das Ende eines Spieldrittels
an.
Note: Das grüne Licht gibt dem Schiedsrichter und den
Linienrichtern die Möglichkeit, das Tor und die Situation zu beobachten, und
um genau zu wissen, wann das Spieldrittel endet.
Das rote Licht muss an
die Zeitmessung so angeschlossen sein, dass es am Ende eines Spieldrittels für
den Torrichter nicht möglich ist, es aufleuchten zu lassen. Der Umstand, dass
der Torrichter nicht das rote Licht aufleuchten lassen kann, bedeutet jedoch
nicht ohne weiteres, dass das Tor nicht gilt. Hierbei ist ausschlaggebend, ob
der Puck vor dem Ende des Spieldrittels vollständig die Torlinie überschritten
hat und im Tor ist.
Regel 111 - Garderoben und Beleuchtung des
Spielfeldes
Rule 112 - Dressing Rooms and Rink Lighting
- Jedes Spielfeld muss für jede Mannschaft einen geeigneten Garderobenraum
mit WC und Duschen für 25 Personen mit entsprechender Ausrüstung zur Verfügung
haben.
- Ein eigener Garderobenraum mit WC und Dusche muss für die Schiedsrichter
und Linienrichter vorhanden sein.
- Kein Offizieller, Mannschaftsleiter, Spieler oder Angestellter irgendeiner
Mannschaft darf während oder nach einem Spiel eine scharfe Auseinandersetzung
mit einem Schiedsrichter oder einem Linienrichter beginnen, und keine Person -
außer sie ist vom zuständigen Verband hierzu bestimmt - ist berechtigt,
während oder unmittelbar nach dem Spiel die Garderobe der Schiedsrichter zu
betreten. Im Falle einer Verletzung dieser Regel sind die näheren Umstände
durch den Schiedsrichter an die zuständigen Verbandsstellen zur weiteren
Behandlung zu rapportieren.
- Alle Spielfelder müssen ausreichend beleuchtet sein, damit die Spieler und
Zuschauer dem Spiel zu jeder Zeit gut folgen können.
Note: Wenn
nach Ansicht des Schiedsrichters nicht ausreichend Licht vorhanden ist, damit
das Spiel fortgesetzt werden kann, hat der Schiedsrichter das Recht, den Rest
des Spieles zu verschieben oder das Spiel zu unterbrechen, bis die
Beleuchtungsanlage in Ordnung gebracht worden ist. Wenn eine der beiden
Mannschaften wegen Mangels an Licht in größerem Masse benachteiligt ist und
das Spiel nach Ansicht des Schiedsrichters nicht abgebrochen werden soll, hat
er das Recht, einen Seitenwechsel der Mannschaften vorzunehmen, so dass jede
Mannschaft die gleiche Zeitspanne in jeder Spielfeldhälfte zu spielen
hat.
Abschnitt II: Mannschaften
Section Two - Teams
Regel 201 - Zusammensetzung der Mannschaften
Rule 201 - Composition of Teams
- Eine Mannschaft darf gleichzeitig während eines Spieles nicht mehr als
sechs Spieler auf dem Spielfeld haben. Diese sechs Spieler werden wie folgt
bezeichnet: Torhüter, rechter Verteidiger, linker Verteidiger, Mittelstürmer,
rechter Flügel und linker Flügel.
- Wenn sich zu irgendeinem Zeitpunkt mehr als sechs Spieler auf dem
Spielfeld befinden bzw. mehr als die Zahl von Spielern, zu der die Mannschaft
auf Grund der Strafen berechtigt ist, muss gegen diese Mannschaft eine kleine
Bankstrafe verhängt werden.
Regel 202 - Kapitän der Mannschaft
Rule 202 - Captain of Team
- Jede Mannschaft hat einen Kapitän und nicht mehr als zwei Ersatzkapitäne
zu benennen. Nur diese haben, wenn sie sich auf dem Spielfeld befinden, das
Recht, mit den Schiedsrichtern Fragen zu erörtern, die sich auf die Auslegung
der Regeln im Verlauf des Spieles beziehen. Befindet sich kein Kapitän oder
Ersatzkapitän auf dem Spielfeld, kann sich der Kapitän oder Ersatzkapitän nur
auf das Spielfeld begeben, wenn er vom Schiedsrichter dazu aufgefordert wurde.
Kommt ein Kapitän oder Ersatzkapitän ohne Aufforderung durch den
Schiedsrichter auf das Spielfeld, ist gegen seine Mannschaft eine kleine
Bankstrafe zu verhängen. Befinden sich Kapitän und Ersatzkapitän auf dem
Spielfeld, hat nur der Kapitän das Recht, den Schiedsrichter wegen der
Regelauslegung zu befragen.
Gegen jeden Spieler, ausgenommen der Kapitän
und der Ersatzkapitän, der aus der Spielerbank herauskommt und aus irgendeinem
Grund beim Schiedsrichter oder bei den Linienrichtern protestiert oder
interveniert, wird eine Disziplinarstrafe zusätzlich zu einer kleinen Strafe
nach Regel 601 a) - Beschimpfung von Offiziellen - verhängt. Eine
Beschwerde über eine Strafe fällt NICHT unter den Begriff der
"Regelauslegung". Deshalb wird auch gegen jeden Kapitän bzw. Ersatzkapitän so
wie jeden anderen Spieler, der eine derartige Beschwerde führt, - eine kleine
Strafe nach Regel 601 a), Beschimpfung von Offiziellen, verhängt. Der
Kapitän muss den Buchstaben "C" und die Ersatzkapitäne den Buchstaben "A" ca.
8 cm hoch und in einer Kontrastfarbe an einer gut sichtbaren Stelle auf der
Vorderseite ihrer Dressen tragen. Werden diese Buchstaben nicht getragen,
können die Vorrechte nach diesem Regelabschnitt nicht in Anspruch genommen
werden.
- Dem Schiedsrichter und offiziellen Punktrichter sind vor Spielbeginn die
Namen und Nummern des Kapitäns sowie der Ersatzkapitäne zu nennen.
- Einem Torhüter, spielenden Trainer oder spielenden Mannschaftsleiter ist
es nicht gestattet, als Kapitän oder Ersatzkapitän zu fungieren oder das Amt
des Kapitäns oder Ersatzkapitäns auszuüben.
Regel 203 - Spieler in Ausrüstung
Rule 203 - Player in Uniform
Auf den Uniformen der Spieler dürfen ohne die schriftliche Bewilligung (a)
der IIHF hinsichtlich der IIHF-Meisterschaften oder (b) der nationalen
Eishockeyverbände hinsichtlich unter ihrer Kontrolle stehenden Spieler keine
anderen als die in diesen Regeln vorgesehenen Werbeaufschriften und/oder
Markenzeichen aufscheinen. Sofern hierfür die Erlaubnis, wie oben erläutert,
vorliegt, dürfen auf den Spieleruniformen Werbeaufschriften und/ oder
Markenzeichen angebracht werden.
- Bei Spielbeginn hat der Mannschaftsleiter oder Trainer jeder Mannschaft
die Namen der Spieler und Torhüter einzutragen, die zur Teilnahme am Spiel
berechtigt sind. Erlaubt sind höchstens 20 Spieler plus 2 Torhüter.
- Jeder Spieler muss auf dem Rücken seines Dresses eine individuelle
Spielernummer tragen, welche eine Höhe von 20 bis 25 cm betragen muss. Auf
beiden Ärmeln werden die Spielernummern, mit einer Höhe von 8 cm, getragen,
welche mit den Nummern auf dem Rücken übereinstimmen müssen.
Die Nummern
auf den Spielerdressen sind auf die Zahlen von 1 bis einschließlich 99
beschränkt.
Note 1: Falls das Haar eines Spielers seinen Namen
oder die Nummer verdeckt, muss es in den Helm gesteckt oder zusammengebunden
getragen werden.
Note 2: Der Dress muss so getragen werden, dass
es über die Spielerhosen reicht.
Note 3: Bei
IIHF-Meisterschaften muss jeder Spieler seinen Namen, mit 8 cm hohen,
lateinischen Großbuchstaben aufgedruckt haben. Der Namenszug muss auf dem
oberen Teil des Rückens angebracht sein.
- Alle Spieler der gleichen Mannschaft müssen einheitlich ausgerüstet sein,
was die Farbe der Helme (Torhüter ausgenommen), Dressen, Hosen und Strümpfe
betrifft. Dressen und Strümpfe müssen die gleiche Farbe haben. Der jeweilige
Uniformteil muss zu ca. 80 % in der Grundfarbe gehalten sein (ausgenommen die
Nummern und Namen der Spieler auf den Dressen).
Spieler, die dieser
Anordnung zuwiderhandeln, dürfen nicht am Spiel teilnehmen. Ungeachtet dessen
ist es dem Torhüter gestattet, einen Helm in einer anderen Farbe zu tragen als
die übrige Mannschaft.
- Eine Liste mit den Namen und Nummern aller zu Spiel zugelassenen Spieler
und Torhüter ist vor Spielbeginn dem Schiedsrichter oder dem offiziellen
Punktrichter auszuhändigen. Nach Spielbeginn sind keine Änderungen oder
Ergänzungen der Liste mehr erlaubt.
- Jeder Mannschaft ist es gestattet, jeweils einen Torhüter auf dem
Spielfeld zu haben. Der Torhüter kann vom Spielfeld entfernt und durch einen
Feldspieler ersetzt werden. Dieser Ersatzfeldspieler hat nicht die Vorrechte
eines Torhüters.
- Jede Mannschaft muss einen Ersatztorhüter auf ihrer Bank oder auf einem
Stuhl neben der Bank haben; dieser Ersatztorhüter muss stets voll ausgerüstet
und einsatzbereit sein.
Note: Die nationalen Verbände können
diese Regel für die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Spiele
modifizieren.
Der Ersatztorhüter darf jederzeit nach einer
Spielunterbrechung an dem Spiel teilnehmen, doch ist kein Aufwärmen erlaubt
(siehe Regel 205 - Spielerwechsel).
- Mit Ausnahme des Falles, wo beide Torhüter aktionsunfähig sind, hat kein
auf dem Spielbericht des betreffenden Spieles stehender Spieler das Recht, die
Torhüter-Ausrüstung zu tragen.
- Wenn nach Auffassung des Schiedsrichters die Dressenfarben der am Spiel
teilnehmenden Mannschaften sich derart gleichen, dass Fehlentscheidungen durch
den Schiedsrichter oder den Linienrichter möglich sind, hat bei allen Spielen
die Heimmannschaft die Pflicht, auf Verlangen des Schiedsrichters ihre Dressen
zu wechseln.
Note: Die nationalen Verbände können eigene
Bestimmungen bezüglich der Anzahl der Spieler, Farben der Spielerkleidung oder
Wechsel der Spielerkleidung erlassen.
- Ist es einer Mannschaft während eines Spieles aufgrund von Strafen,
Verletzungen usw. nicht mehr möglich, die nach diesen Regeln erforderliche
Zahl von Spielern in Ausrüstung auf das Spielfeld zu bringen, bleibt dem
Schiedsrichter keine andere Wahl, als das Spiel für abgebrochen erklären, und
der Fall ist den zuständigen Verbandsstellen zur Einleitung weiterer Maßnahmen
zu übergeben.
Regel 204 - Startaufstellung
Rule 204 - Starting Line-up
- Vor Spielbeginn ist erforderlich, dass der Mannschaftsleiter oder der
Trainer der Gastmannschaft auf Ersuchen des Schiedsrichters die Aufstellung,
mit der das Spiel begonnen werden soll, dem Schiedsrichter oder dem
offiziellen Punktrichter bekanntgibt. Auf das an den Kapitän erfolgte Ersuchen
des Schiedsrichters hat die Gastmannschaft zu jeder Zeit eine Spiellinie auf
das Spielfeld zu schicken, damit das Spiel unverzüglich gestartet werden
kann.
Note: Wenn bei Veranstaltung der Name der Heimmannschaft
noch nicht feststeht, haben die teilnehmenden Mannschaften über gegenseitige
Vereinbarung, d.h. mittels Münzwurf oder auf ähnliche Weise, festzulegen, wer
als Heimmannschaft gilt.
- Nachdem vor dem Spielbeginn der Mannschaftsleiter oder Trainer der
Heimmannschaft durch den offiziellen Punktrichter oder Schiedsrichter die
Startaufstellung der Gastmannschaft bekanntgegeben wurde, müssen sie die
Startaufstellung der Heimmannschaft nennen; diese Meldung hat durch den
offiziellen Punktrichter oder Schiedsrichter an den Trainer der Gastmannschaft
zu erfolgen.
- Bis das Spiel im Gange ist, können keinerlei Änderungen in der dem
Schiedsrichter oder dem offiziellen Punktrichter bekanntgegebenen
Startaufstellung oder der sich auf dem Spielfeld befindenden Spiellinie
vorgenommen werden. Bei Verletzung dieser Regel wird gegen die schuldige
Mannschaft eine kleine Bankstrafe verhängt, vorausgesetzt, die Meldung der
betreffenden Regelverletzung an den Schiedsrichter durch den Kapitän der
gegnerischen Mannschaft erfolgte vor dem zweiten Anspiel im ersten
Spieldrittel.
- Nach erfolgter Spielunterbrechung hat die Gastmannschaft unverzüglich eine
spielbereite Aufstellung auf dem Spielfeld vorzunehmen, und von diesem
Zeitpunkt an darf bis zur Wiederaufnahme des Spieles kein Wechsel erfolgen.
Die Heimmannschaft kann dann jeden gewünschten Austausch vornehmen, sofern er
keine Spielverzögerung zur Folge hat.
Sollte eine der beiden Mannschaften
beim Wechsel der Spiellinie das Spiel übermäßig verzögern, muss der
Schiedsrichter die schuldige Mannschaft/Mannschaften anweisen, ihre Positionen
sofort einzunehmen und keinen Wechsel der Spiellinie zu
gestatten.
Note: Bei der Anwendung dieser Regel gilt das
Auswechseln eines oder mehrerer Spieler als Wechsel der Spiellinie.
Regel 205 - Spielerwechsel
Rule 205 - Players’ Benches
- Spieler können jederzeit von den Spielerbänken ausgewechselt werden unter
der Voraussetzung, dass der oder die Spieler, die das Spielfeld verlassen
wollen, sich innerhalb einer imaginären Fläche befinden, welche sich höchstens
3 m von der Bande und auf die Länge der Spielerbank beschränkt ist, und sie
sich außerhalb des Spielergeschehens befinden, bevor irgendein Wechsel
stattfinden kann.
Bei einer Verletzung dieser Regel wird eine kleine
Bankstrafe für "zu viele Spieler auf dem Eis" gegen die schuldige Mannschaft
ausgesprochen. Ein Torhüter kann jederzeit ausgewechselt werden, wenn die
oben angegebenen Bestimmungen eingehalten werden.
Note 1: Wenn
ein Torhüter seinen Torraum verlässt und zu seiner Spielbank geht, um einen
anderen Spieler auszuwechseln, ist der hintere Linienrichter dafür
verantwortlich, festzustellen, dass der Ersatzmann nicht vorzeitig die Bank
verlässt (ehe sich der Torhüter innerhalb der 3 m von der Bank entfernt
befindet). Sollte der Wechsel vorzeitig erfolgen, hat der Linienrichter das
Spiel sofort durch Pfeifsignal zu unterbrechen, sofern nicht die schuldlose
Mannschaft im Besitz des Pucks ist; in einem solchen Fall wird die
Unterbrechung hinausgeschoben, bis der Puck den Besitzer wechselt. Gegen die
Mannschaft, die den vorzeitigen Wechsel vornimmt, darf keine Strafe verhängt
werden, doch hat das folgende Anspiel am Anspielpunkt in der Mitte des
Spielfeldes zu erfolgen. Der Schiedsrichter muss veranlassen, dass der
offizielle Sprecher folgende Mitteilung durchgibt: "Das Spiel wurde
unterbrochen, weil beim Spielerwechsel ein Spieler die Spielerbank vorzeitig
verlassen hat."
Note 2: Falls im Verlauf des Spielerwechsels der
das Spielfeld betretende Spieler den Puck mit dem Stock, mit den
Schlittschuhen oder mit den Händen spielt, einen Spieler der gegnerischen
Mannschaft checkt bzw. körperlich berührt, während sich der ausscheidende
Spieler noch auf dem Spielfeld befindet, wird diese Regelverletzung mit der
Begründung "zu viele Spieler auf dem Spielfeld" bestraft. Falls beim
Spielerwechsel der das Spielfeld betretende oder der das Spielfeld verlassende
Spieler zufällig vom Puck getroffen wurde, wird das Spiel nicht unterbrochen
und es wird keine Strafe verhängt.
Note 3: Torhütern ist es
nicht gestattet, während einer Spielunterbrechung zur Spielerbank zu gehen,
ausgenommen im Fall ihres Austausches oder während einer AUSZEIT. Bei einem
Verstoß gegen diese Regel ist eine kleine Strafe gegen den Torhüter zu
verhängen.
- Wenn in den letzten zwei Minuten des Spieles oder zu irgend einem
Zeitpunkt während der Verlängerung wegen vorsätzlichen regelwidrigen
Spielerwechsels (zu viele Spieler auf dem Eis) eine kleine Bankstrafe
ausgesprochen werden müsste, wird statt dessen gegen die schuldige Mannschaft
ein Strafschuss verhängt. Die kleine Bankstrafe muss nicht zusätzlich verbüßt
werden (siehe Regel 406 d) - Strafschuss).
- Ein Spieler, der auf der Strafbank seine Strafe verbüßt und der
ausgewechselt werden soll, nachdem seine Strafe abgelaufen ist, muss sich
sofort über das Spielfeld im Spielfeld zur Spielerbank begeben und dort
ankommen, bevor irgendein Wechsel stattfinden kann.
Bei Verletzung
dieser Regel muss eine kleine Bankstrafe verhängt werden.
- Falls ein Wechsel des regulären Torhüters während einer Spielunterbrechung
vorgenommen wird, darf ein solcher regulärer Torhüter das Spielfeld erst nach
der anschließenden ersten Spielunterbrechung wieder betreten.
Bei
Verletzung dieser Regel ist gegen den Torhüter, der rechtswidrig ins Spiel
zurückkehrt, eine kleine Strafe zu verhängen. Dem Ersatztorhüter wird keine
Aufwärmzeit gewährt.
- Bei einem während einer Spielunterbrechung stattfindenden Spielerwechsel
nimmt der Schiedsrichter für den folgenden Einwurf die normale Stellung ein.
Hierauf gewährt der Schiedsrichter der Gastmannschaft einen Zeitraum von fünf
Sekunden, um einen Spielerwechsel vorzunehmen. Nach Ablauf der fünf Sekunden
hebt der Schiedsrichter einen Arm, um damit anzuzeigen, dass die
Gastmannschaft keine(n) Spieler mehr austauschen darf.
Mit dem noch
immer erhobenen Arm erlaubt der Schiedsrichter der Heimmannschaft einen
Zeitraum von fünf Sekunden, um einen Spielerwechsel vorzunehmen. Nach Ablauf
der fünf Sekunden lässt der Schiedsrichter den Arm fallen, um damit
anzuzeigen, dass die Heimmannschaft keine(n) Spieler mehr austauschen darf.
Wenn eine Mannschaft versucht, nach der ihr zur Verfügung stehenden
Zeit einen Spielerwechsel vorzunehmen, muss der Schiedsrichter den (die)
Spieler auf die Bank zurückschicken. Jeder darauffolgende Verstoß gegen diesen
Vorgang, ungeachtet, zu welchem Zeitpunkt während des Spieles er stattfindet,
zieht nach dieser Regel eine kleine Bankstrafe nach sich.
Ein
Spielerwechsel kann sich auf bis zu sechs Spieler erstrecken. Ein Austausch
eines Spieler gilt nach dieser Regel als Spielerwechsel.
Regel 206 - Verletzte Spieler
Rule 206 - Injured Players
- Wenn ein Spieler, ein Torhüter ausgenommen, verletzt oder gezwungen ist,
das Spielfeld während des Spieles zu verlassen, kann er sich vom Spiel
zurückziehen und durch einen Ersatzmann vertreten werden; das Spiel muss
jedoch fortgesetzt werden, ohne dass die Mannschaften das Spielfeld
verlassen.
- Wenn ein Torhüter verletzt wird oder erkrankt, muss er bereit sein, das
Spiel unverzüglich fortzusetzen oder durch einen Ersatztorhüter ersetzt
werden, und der Schiedsrichter darf keine zusätzliche Zeit einräumen, damit
der verletzte oder erkrankte Torhüter das Spiel fortsetzen kann (vgl. auch
Abschnitt d).
Dem Ersatztorhüter wird keine Aufwärmzeit
erlaubt.
Wenn beide Torhüter einer Mannschaft aktionsunfähig wurden
und nicht in der Lage sind zu spielen, hat die Mannschaft zehn Minuten Zeit,
um eine anderen Spieler vorzubereiten, auszurüsten und aufzuwärmen, damit er
als Torhüter fungieren kann. In diesem Fall kann keiner der beiden regulären
Torhüter wieder an diesem Spiel teilnehmen.
- Für Ersatztorhüter gelten die gleichen Regeln wie für reguläre Torhüter,
und sie haben Anspruch auf die gleichen Privilegien.
- Wenn ein bestrafter Spieler verletzt wurde, kann er sich in die Garderobe
begeben; es ist nicht notwendig, dass er seinen Platz auf der Strafbank
einnimmt. Wenn gegen einen verletzten Spieler eine kleine, große oder
Matchstrafe verhängt wurde, hat die bestrafte Mannschaft unverzüglich einen
Ersatzspieler, der die Strafe ohne Wechsel zu verbüßen hat, auf die Strafbank
zu schicken, ausgenommen sind die verletzten bestraften Spieler. Bei
Verletzung dieser Regel muss eine kleine Bankstrafe verhängt werden.
Der bestrafte Spieler, der verletzt und auf der Strafbank ersetzt
wurde, ist nicht berechtigt, vor Ablauf seiner Strafe wieder am Spiel
teilzunehmen.
- Wenn ein verletzter Spieler das Spiel nicht fortsetzen oder sich zu seiner
Bank begeben kann, wird das Spiel so lange nicht unterbrochen, bis die
Mannschaft des verletzten Spielers in den Besitz des Pucks gelangte. Ist die
Mannschaft dieses Spielers zum Zeitpunkt seiner Verletzung im Besitz des
Pucks, muss das Spiel unverzüglich unterbrochen werden, es sei denn, seine
Mannschaft hat eine Torchance.
Note 1: Wenn ein Spieler
offensichtlich ernsthaft verletzt wurde, kann der Schiedsrichter und/oder der
Linienrichter das Spiel unverzüglich unterbrechen.
Note 2: Wenn
das Spiel wegen eines verletzten Spielers, Torhüter ausgenommen, unterbrochen
wurde, hat der verletzte Spieler das Spielfeld zu verlassen. Er darf nicht auf
das Spielfeld zurückkehren, bevor da Spiel wieder in Gang ist. Sollte ich der
Spieler weigern, das Spielfeld zu verlassen, ist eine kleine Strafe wegen
Spielverzögerung gegen jenen Spieler zu verhängen.
Abschnitt III: Ausrüstung
Section Three - Equipment
Note 1: Auf den Stöcken, Klebebändern oder anderen
Ausrüstungsgegenständen dürfen ohne schriftliche Bewilligung (a) der IIHF
hinsichtlich der IIHF-Meisterschaften oder (b) der nationalen Eishockeyverbände
hinsichtlich der unter ihrer Kontrolle stehenden Ausrüstungsgegenstände keine
Werbeaufschriften und/oder Markenzeichen aufscheinen.
Sofern hierfür die Erlaubnis, wie oben erläutert, vorliegt, dürfen auf
Stöcken, Klebebändern oder anderen Ausrüstungsgegenständen Werbeaufschriften
und/oder Markenzeichen angebracht werden.
Note 2: Vermessen von Ausrüstung. Wenn durch den Kapitän einer Mannschaft
eine formelle Beschwerde hinsichtlich der Masse eines speziell bezeichneten
Ausrüstungsgegenstandes oder des Stockes vorgelegt wird, muss die erforderlich
Vermessung durch den Schiedsrichter unverzüglich vorgenommen werden. In einer
Spielunterbrechung nach Erzielung eines Tores kann keinerlei Vermessung verlangt
werden.
Note 3: Verweigert ein Spieler oder Torhüter nach Aufforderung des
Schiedsrichters seinen Stock oder einen Ausrüstungsgegenstand zum Vermessen
abzugeben, zerbricht er seinen Stock oder macht einen Ausrüstungsgegenstand
unbrauchbar, gilt der Stock bzw. dieser Ausrüstungsgegenstand als regelwidrig.
Gegen den Spieler oder den Torhüter ist neben einer kleinen Strafe zusätzlich
eine Disziplinarstrafe zu verhängen.
Eine kleine Strafe wird gegen jeden Spieler, einschließlich Torhüter,
verhängt, der einen Stock oder Ausrüstungsgegenstand benutzt, der nicht den
Regelmassen entspricht. Der schuldige Spieler oder Torhüter darf so lange nicht
am Spiel teilnehmen, bis die regelwidrige Ausrüstung bzw. der Stock
richtiggestellt oder entfernt wurde.
Note 4: Sollte die Beschwerde nicht gerechtfertigt sein, muss gegen die
Mannschaft, die das Vermessen verlangte, eine kleine Bankstrafe verhängt
werden.
Note 5: Das Nachmessen eines bestimmten Teiles der in diesem
Regelabschnitt genannten Ausrüstungsgegenstände ist im Verlauf einer
Spielunterbrechung auf einen Antrag pro Mannschaft zu beschränken.
Note 6: Der Schiedsrichter kann nach eigenem Gutdünken jeden beliebigen
Ausrüstungsgegenstand vermessen.
Regel 301 - Stöcke
Rule 301 - Sticks
- Die Stöcke müssen aus Holz oder einem anderen von der IIHF genehmigten
Material, wie z. B. Aluminium oder Plastik, hergestellt sein und dürfen keine
Unebenheiten haben. Der Schaft des Spielerstockes muss gerade sein. Nicht
fluoreszierende Klebebänder beliebiger Farbe können an jeder Stelle um den
Stock gewickelt werden.
- Die Stöcke dürfen 163 cm Länge vom äußeren Winkel bis zum Ende des
Schaftes, und 32 cm vom äußeren Winkel bis zum Ende der Stockschaufel nicht
überschreiten.
Der Schaft des Spielerstocks darf an der breiten Seite 3
cm und an der schmalen Seite 2,5 cm nicht überschreiten. Die Stockschaufel
darf in der Weite nicht mehr als 7,5 cm und nicht weniger als 5 cm an
irgendeiner Stelle aufweisen. Sämtliche Kanten der Stockschaufel sind
abzuschrägen. Die Biegung der Stockschaufel muss darauf beschränkt sein, dass
die Entfernung, die sich durch das Ziehen einer Geraden zwischen der Ferse und
dem Ende des Stockes ergibt, am Punkt der maximalen Krümmung nicht größer als
1,5 cm ist.
Für die Biegung der Schaufel des Torhüterstocks gelten die
gleichen Masse wie für den Spielerstock.
- Die Stockschaufel des Torhüters darf an keiner Stelle breiter als 9 cm
sein, ausgenommen die Ferse, die nicht breiter als 11,5 cm sein darf. Ferner
darf der Torhüterstock von der Ferse bis zur Spitze der Stockschaufel nicht
länger als 39 cm sein. Der verbreiterte Teil des Torhüterstockes, der sich vom
Schaft bis zur Stockschaufel erstreckt, darf 71 cm von der Ferse nicht
überschreiten und nicht breiter als 9 cm sein.
- Gegen einen Spieler, der sich am Spiel beteiligt, während er seinem
Torhüter einen Ersatzstock bringt, muss unter dieser Regel eine kleine Strafe
verhängt werden.
Regel 302 - Schlittschuhe
Rule 302 - Skates
- Zur Teilnahme am Spiel müssen alle Spieler und Torhüter
Eishockeyschlittschuhe tragen. Die Schlittschuhe müssen Sicherheitsenden oder
Fersenschutz aufweisen, welche den internationalen Normen entsprechen.
- Falls ein Spieler einen gefährlichen Schlittschuh trägt, ist er aus dem
Spiel auszuschließen. Sollte der Spieler wieder mit dem bemängelten
Schlittschuh am Spiel teilnehmen, muss der Schiedsrichter gegen den schuldigen
Spieler eine kleine Strafe verhängen.
- Jeder Gebrauch von Schnelllauf- oder Kunstlaufschlittschuhen oder von
Schlittschuhen, die Verletzungen hervorrufen könnten, ist verboten.
Regel 303 - Torhüterausrüstung
Rule 303 - Goalkeeper’s Equipment
- mit Ausnahme der Schlittschuhe und des Stockes darf die vom Torhüter
getragene Ausrüstung nur zum Zwecke des Schutzes von Kopf und Körper
hergestellt sein. Sie darf keine Kleidungsstücke oder irgendwelche "Kniffe"
enthalten, die dem Torhüter eine unerlaubte Hilfe beim Hüten des Tores
gewähren könnten.
Note: Unterleibschürzen, die sich von der
vorderen Hosenseite auf den Oberschenkel ausdehnen, sind verboten.
- Die von den Torhütern getragenen Beinschützer dürfen in der extremen
Breite jeweils 30 cm nicht überschreiten, wenn sie auf den Beinen des
Torhüters aufgeschnallt sind.
- Die maximale Breite des auf dem Rücken des Stockhandschuhs befestigten
oder als ein Teil desselben bestehenden Schutzpolsters darf an keiner Stelle
21 cm überschreiten und eine Länge von höchstens 42 cm haben. Der
Fanghandschuh darf am Handgelenk an keiner Stelle breiter als 21 cm sein und
seine Gesamtlänge darf 42 cm nicht überschreiten.
Taschen auf
Fanghandschuhen sind verboten. Eine "Tasche" sind übermäßige Schnürungen oder
Gurten oder ähnliches, die im Fanghandschuh des Torhüters den ausgestreckten
Daumen und Zeigefinger über das notwendige Maß hinaus verbinden, wodurch ein
Taschen- oder Beuteleffekt entsteht.
Sollte an einem Handschuh vom
Hersteller oder einer anderen Person eine Tasche, ein Beutel oder eine andere
Vorrichtung angebracht worden sein, ist dieser Handschuh regelwidrig. Einem
Torhüter ist es nicht gestattet, einen derartigen Handschuh zu verwenden und
er ist von der Teilnahme am Spiel ausgeschlossen, bis der regelwidrige
Ausrüstungsteil richtiggestellt bzw. ersetzt wurde. Gegen einen Torhüter, der
einen derartigen Ausrüstungsgegenstand verwendet, ist eine kleine Strafe zu
verhängen.
Torhütern ist es nicht gestattet, an der Unterseite ihrer
Beinschützer vor den Schlittschuhen etwas zu befestigen, um den Zwischenraum
vom unteren Rand der Schützer bis zu Eisfläche zu überbrücken.
An einen
Torhüter, der einen derartigen Ausrüstungsgegenstand trägt, ist eine kleine
Strafe zu verhängen, und er ist von der Teilnahme am Spiel ausgeschlossen, bis
der regelwidrige Ausrüstungsteil richtiggestellt bzw. ersetzt
wurde.
Note: Das Vermessen von Torhüterausrüstung darf dann nur
unmittelbar nach einem beendeten Spieldrittel verlangt werden. Sollte ein
Ausrüstungsteil als regelwidrig befunden werden, ist gegen den Torhüter eine
kleine Strafe zu verhängen. Sollte die Beschwerde nicht gerechtfertigt sein,
wird gegen die Mannschaft, die das Vermessen verlangt hat, eine kleine
Bankstrafe verhängt.
Regel 304 - Schutzausrüstung
Rule 304 - Protective Equipment
Note: Es liegt in der Verantwortung der nationalen Verbände
sicherzustellen, dass ihre Spieler Schutzausrüstung tragen, die von den
Herstellern als Eishockey Ausrüstung deklariert sind und den anerkannten
internationalen Normen entsprechen.
- Die gesamte Schutzausrüstung mit Ausnahme von Handschuhen, Kopfschutz oder
Beinschützer des Torhüters, müssen VOLLSTÄNDIG unter der Spielerkleidung
getragen werden.
- Alle Spieler müssen während der Teilnahme am Spiel einen Eishockeyhelm
tragen, der den anerkannten internationalen Normen entspricht. Der
Eishockeyhelm muss während der Teilnahme am Spiel ordentlich mit einem
Kinnband befestigt sein.
Der Eishockeyhelm muss so getragen werden,
dass die untere Vorderkante des Helms nicht mehr als eine Fingerbreite über
den Augenbrauen liegt.
Der Abstand zwischen dem Kinnband und dem Kinn
beträgt im Maximum eine Fingerbreite.
- 1. Spieler der Altersgruppe 18 Jahre und jünger müssen bei allen IIHF
Bewerben einen Vollgesichtsschutz tragen
2. Alle Spieler, die nach dem
31. Dezember 1974 geboren wurden, müssen zumindest ein Visier tragen, das den
anerkannten internationalen Normen entspricht. Das Visier muss so getragen
werden, dass es bis zum unteren Teil der Nase reicht und somit die ganze Nase
gedeckt wird.
3. Bei IIHF-Frauen-Meisterschaften und internationalen
Frauen-Turnieren sind Vollgesichtsschutzmasken zu tragen.
Note 1:Vollgesichtsschutzmasken und Torhüter-Kopfschutz müssen so
konstruiert sein, dass weder der Puck noch eine Stockschaufel die
Schutzvorrichtung durchdringen kann.
Note 2:Alle Eishockey-Helme und Gesichtsmasken bzw. Visiere müssen den
anerkannten internationalen Normen entsprechen.
- Jeder Torhüter muss eine Vollgesichtsmaske und einen genehmigten
Eishockeyhelm oder einen Torhüter-Vollkopfschutz tragen, der den anerkannten
internationalen Normen entspricht.
- Allen Spielern und Torhütern der Altersgruppe 18 Jahre und jünger
wird das Tragen eines Nacken- und Halsschutzes zwingend
vorgeschrieben.
Das Tragen eines Nacken- und Halsschutz wird allen
Spielern empfohlen.
- Falls ein Spieler gegen die Artikel 304 b, c, d, e verstößt, in welchen
ein Spieler nicht genehmigte / nicht anerkannte Schutzausrüstung trägt (Helm,
Gesichtsschutz, Nacken- und Halsschutz) wird der verfehlende Spieler vom Eis
auf die Spielerbank verwiesen und die verfehlende Mannschaft wird vom
Schiedsrichter verwarnt. Beim zweiten Verstoß irgendeines Spielers der
verwarnten Mannschaft im gleichen Spiel, wird gegen die verfehlende Mannschaft
eine kleine Bankstrafe ausgesprochen.
Regel 305 - Gefährliche Ausrüstung
Rule 305 - Dangerous Equipment
- Der Gebrauch von Polstern und Schützern, die aus Metall oder anderem
Material gefertigt sind, die Verletzungen von Spielern hervorrufen könnten,
ist verboten.
Note:Der Schiedsrichter ist berechtigt, alle
Spieler, die eine Ausrüstung tragen, von der er annimmt, dass sie einem
Spieler oder Offiziellen gefährlich werden könnte, vom Spiel
auszuschliessen.
- Ein Handschuh, aus dem absichtlich die gesamte Handfläche oder ein Teil
davon entfernt bzw. herausgeschnitten wurde, damit die bloße Hand betätigt
werden kann, ist als regelwidriger Ausrüstungsgegenstand anzusehen. Sollte ein
Spieler beim Spiel einen derartigen Handschuh tragen, ist eine kleine Strafe
gegen ihn zu verhängen.
- Sämtliche Schutzausrüstungsgegenstände, mit Ausnahme von Handschuhen,
Kopfschutz oder Beinschutz des Torhüters muss KOMPLETT unter der Uniform
getragen werden.
Sämtliche Ausrüstungsgegenstände müssen so getragen
werden, wie sie dafür vorgesehen sind. Beim ersten Verstoß gegen diese
Regel wird der fehlbare Spieler vom Eis auf die Spielerbank verwiesen und die
verfehlende Mannschaft wird vom Schiedsrichter verwarnt. Bei einem zweiten
Verstoß der verwarnten Mannschaft gegen den bereits verwarnten Regelverstoß
muss gegen den schuldigen Spieler eine kleine Strafe ausgesprochen
werden.
Regel 306 - Puck
Rule 306 - Puck
Der Puck muss aus vulkanisiertem Gummi oder einem anderen genehmigten
Material in einer Stärke von 2,54 cm und mit einem Durchmesser von 7,62 cm
hergestellt sein und hauptsächlich von schwarzer Farbe sein. Der Puck darf nicht
weniger als 156 g und nicht mehr als 170 g wiegen.
ABSCHNITT IV: STRAFEN
SECTION FOUR - PENALTIES
Regel 401 - Strafen
Rule 401 - Penalties
Die Strafen werden in effektiver Spielzeit berechnet und wie folgt
eingestuft:
- Kleine Strafen
- Kleine Bankstrafen
- Große Strafen
- Disziplinarstrafen
- Matchstrafen
- Strafschuss
Wenn Strafen nach Spielschluss und bis zum Zeitpunkt, an dem die Spieler das
Eis verlassen haben, verhängt werden, müssen diese Strafen vom Schiedsrichter
durch einen entsprechenden Vermerk auf dem offiziellen Spielbericht den
zuständigen Verbandsstellen rapportiert werden.
In jenen Fällen, wo eine Regel vorschreibt, dass der Mannschaftsleiter oder
Trainer zum Verbüßen einer Strafe einen Spieler benennen muss und der
betreffende Mannschaftsleiter oder Trainer sich weigert, dies zu tun, hat der
Schiedsrichter das Recht, irgendeinen Spieler der schuldigen Mannschaft zu
bezeichnen, der dann die Strafe zu verbüßen hat.
Regel 402 - Kleine Strafen
Rule 402 - Minor Penalties
- Bei einer "KLEINEN STRAFE" muss jeder Spieler, Torhüter ausgenommen, das
Spielfeld für zwei Minuten effektiver Spielzeit verlassen. Er darf unterdessen
nicht durch einen Ersatzmann vertreten werden.
- eine "KLEINE BANKSTRAFE" Bewirkt das Verlassen des Spielfeldes für einen
Zeitraum von zwei Minuten durch einen Spieler jener Mannschaft, gegen die die
Strafe verhängt wurde. Der Mannschaftsleiter oder der Trainer kann über den
Kapitän jeden beliebigen Spieler der Mannschaft, Torhüter ausgenommen, zum
Verbüßen der Strafe bezeichnen. Dieser Spieler muss unverzüglich seinen Platz
auf der Strafbank einnehmen und die Strafe so verbüßen, als wäre sie eine
gegen ihn verhängte kleine Strafe.
- Wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt, während eine Mannschaft
infolge einer oder mehrerer kleiner Strafen oder kleiner Bankstrafen in der
"UNTERZAHL" ist, ist die erste dieser verhängten Strafen automatisch
beendet.
Note 1:"In der Unterzahl sein" bedeutet, dass die
Mannschaft in dem Augenblick, in dem das Tor geschossen wurde, der auf dem
Spielfeld befindlichen gegnerischen Mannschaft zahlenmäßig unterlegen war.
Daher ergibt eine gleiche Anzahl von kleinen oder großen Strafen, die an eine
gleiche Anzahl von Spielern beider Mannschaften verhängt wurde, bei keiner der
beiden Mannschaften eine Minderheit.
Diese Regel gilt auch , wenn bei
einem Strafschuss ein Tor erzielt wird.
Wenn die kleinen Strafen zweier
Spieler derselben Mannschaft zur gleichen Zeit beendet sind, muss der Kapitän
dieser Mannschaft dem Schiedsrichter mitteilen, welcher dieser beiden Spieler
als erster auf das Spielfeld zurückkehren kann, und der Schiedsrichter wird
den Strafzeitnehmer entsprechend unterrichten.
Wenn gegen einen Spieler
gleichzeitig eine große und eine kleine Strafe verhängt wird, muss die große
Strafe vom bestraften Spieler zuerst verbüßt werden.
Note 2:Dies
gilt in gleicher Weise, wenn BEIDE Strafen gegen DENSELBEN Spieler verhängt
wurden (vergleiche auch Note zu Regel 408 - aufgeschobene Strafen).
- Wenn bei derselben Spielunterbrechung ein e i n e n Spieler einer j e d e
n Mannschaft e i n e kleine Strafe verhängt wird, sind diese Strafen zu
verbüßen, ohne dass die Spieler ersetzt werden, vorausgesetzt, dass sich beide
Mannschaften in voller Stärke auf dem Spielfeld befinden.
Wenn
gleichzeitig kleine Strafen oder gleichzeitige kleine Strafen von gleicher
Dauer gegen Spieler beider Mannschaften verhängt werden, haben alle bestraften
Spieler auf der Strafbank Platz zu nehmen und dürfen diese erst nach dem
Ablauf ihrer betreffenden Strafen folgenden Spielunterbrechung verlassen,
sofern nicht Absatz eins dieses Regelabschnittes anwendbar ist. Für eine
gleiche Anzahl von kleinen Strafen oder gleichzeitigen kleinen Strafen von
gleicher Dauer an beide Mannschaften sind die auf eine solche Weise bestraften
Spieler sofort zu ersetzen. Die Strafen der ersetzten Spieler sind nicht als
aufgeschobene Strafen laut Regel 408 - aufgeschobene Strafen - zu
werten.
Regel 403 - Große Strafen
Rule 403 - Major Penalties
- Bei der ersten "GROßEN STRAFE" in einem Spiel muss der schuldige Spieler,
Torhüter ausgenommen, das Spielfeld für fünf Minuten effektiver Spielzeit
verlassen. Während dieser Zeit darf er nicht von einem Ersatzmann vertreten
werden.
- Bei der zweiten großen Strafe, die gegen den gleichen Spieler im selben
Spiel verhängt wird, oder wenn gegen ihn wegen Stockcheck, Stockendenstoß,
hohem Stock, Benützung von Ellbogen oder Knien, übertriebener Härte,
Stockschlag, Stockstich, Bandencheck und Check von hinten einen große Strafe
ausgesprochen wurde, wird der schuldige Spieler für den Rest der Spielzeit vom
Spiel ausgeschlossen. Nach Ablauf von fünf Minuten kann der bestrafte Spieler
von einem Ersatzspieler wieder im Spiel vertreten werden (Große Strafe und
zusätzlich Spieldauer-Disziplinarstrafe - siehe Regeln 604, 606, 607, 609,
612, 615, 630, 631).
- Wenn gegen Spieler beider Mannschaften während der gleichen
Spielunterbrechung gleichzeitig große Strafen und/oder Matchstrafen oder
gleichzeitige Strafen von gleicher Dauer, einschließlich einer großen Strafe
oder einer Matchstrafe, verhängt werden, sind die so bestraften Spieler sofort
zu ersetzen und die Strafen sind nicht als aufgeschobene Strafen zu werten.
Falls die bestraften Spieler im Spiel verbleiben, müssen sie auf der Strafbank
Platz nehmen und dürfen diese nicht vor der ersten dem Ablauf ihrer
betreffenden Strafen folgenden Spielunterbrechung verlassen.
Wird die
Regelung betreffend gleichzeitiger großer Strafen bzw. Matchstrafen angewendet
und es besteht eine Differenz in der Gesamt-Strafzeit, sind die Strafen,
welche die Differenz ausmachen, zuerst auf normale Weise zu verbüßen und bei
der Anwendung von Regel 402 c) - kleine Strafen, und Regel 408 - aufgeschobene
Strafen, zu berücksichtigen. Jede Zeitdifferenz oder Differenz in der
Gesamt-Strafzeit kann durch einen beliebigen nicht bestraften Spieler verbüßt
werden.
Regel 404 - Disziplinarstrafen
Rule 404 - Miscounted Penalties
- Eine "DISZIPLINARSTRAFE" bewirkt für alle Spieler, Torhüter ausgenommen,
den Ausschluss vom Spiel für zehn Minuten effektiver Spielzeit. Ein Spieler,
der eine Disziplinarstrafe verbüßt, kann unverzüglich durch einen Ersatzmann
vertreten werden. Ein Spieler, dessen Disziplinarstrafe beendet ist, muss bis
zu nächsten Spielunterbrechung auf der Strafbank verbleiben.
Wenn gegen
einen Spieler gleichzeitig kleine oder große Strafe und eine Disziplinarstrafe
verhängt wurde, muss die bestrafte Mannschaft unverzüglich einen Ersatzspieler
auf die Strafbank schicken, und er hat die kleine oder große Strafe ohne
Wechsel zu verbüßen. Eine zweite Disziplinarstrafe an denselben Spieler im
selben Spiel wird automatisch zu einer Spieldauer-Disziplinarstrafe.
- Die "SPIELDAUER DISZIPLINARSTRAFE" bewirkt den Ausschluss eines Spielers
oder Mannschafts-Offiziellen für den Rest des Spieles. Der Schuldige Spieler
oder Mannschafts-Offizielle wird bis zum Schluss des Spieles in die Garderobe
verwiesen, ein Spieler kann jedoch sofort durch einen Ersatzspieler vertreten
werden.
Note 1: Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zieht keine
automatische Sperre nach sich; sie gilt nur für das betreffende Spiel. Die
zuständige Verbandsstelle hat das Recht, die Dauer der Sperre zu
verlängern.
Note 2: Erhält ein Spieler in einer Meisterschaft
oder in einem Turnier eine zweite Spieldauer-Disziplinarstrafe, ist er
automatisch für das nächste Meisterschafts- oder Turnierspiel seiner
Mannschaft gesperrt.
- Eine schwere Disziplinarstrafe bewirkt den Ausschluss eines Spielers oder
eines Mannschafts-Offiziellen für den Rest des Spieles und der Betreffende ist
in die Garderobe zu schicken. Ein sofortiger Ersatz ist gestattet. Jeder
Spieler oder Mannschafts-Offizielle, gegen den eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängt wurde, muss von der Teilnahme an allen
weiteren Spielen gesperrt werden, bis sein Fall von den zuständigen
Verbandsstellen behandelt wurde.
Note: Bei
Spieldauer-Disziplinarstrafen oder schweren Disziplinarstrafen sind zu Lasten
des betreffenden Spielers oder gegen die Mannschaft, falls die schwere
Disziplinarstrafe von einem Mannschafts-Offiziellen verursacht wurde,
insgesamt 20 Minuten im Spielbericht zu vermerken, und zwar ungeachtet des
Zeitpunktes, zu dem die Strafe verhängt wurde. Derartige Strafen sind
unmittelbar nach dem Spiel vom Schiedsrichter den zuständigen Verbandsstellen
bekanntzugeben.
Bei einer Meisterschaft, einem Ligaspiel oder in einem
Turnier wird jeder Spieler oder Mannschafts-Offizielle, gegen den eine schwere
Disziplinarstrafe verhängt wurde, zumindest für das nächste Spiel seiner
Mannschaft gesperrt.
Regel 405 - Matchstrafen
Rule 405 - Match Penalties
- Eine "MATCHSTRAFE" bewirkt den Ausschluss eines Spielers für den Rest des
Spieles, und der Bestrafte ist sofort in die Garderobe zu schicken. Er kann
jedoch nach Ablauf von fünf Minuten effektiver Spielzeit durch einen
Ersatzmann vertreten werden.
Note: Für alle Matchstrafen,
unabhängig davon, zu welchem Zeitpunkt sie verhängt wurden, werden gegen den
schuldigen Spieler 25 Minuten eingetragen.
- Ein Spieler, gegen den eine Matchstrafe verhängt wurde, kann an keinen
weiteren Spielen teilnehmen, bevor sein Fall von den zuständigen
Verbandsstellen behandelt wurde.
Note 1: Der Schiedsrichter muss
unmittelbar nach dem betreffenden Spiel alle Matchstrafen und deren
Begleitumstände den zuständigen Verbandsstellen melden. Bei Meisterschaften
und Turnieren wird jeder Spieler, gegen den eine Matchstrafe verhängt wird,
zumindest für das nächste Spiel seiner Mannschaft gesperrt.
Note
2: Wenn bei einem von der IIHF sanktioniertem Spiel oder Turnier gegen einen
Spieler eine Matchstrafe oder schwere Disziplinarstrafe verhängt wurde, muss
das Organisationskomitee den nationalen Verband des bestraften Spielers
unverzüglich per Telegramm oder Fax verständigen und ist außerdem
verpflichtet, den Bericht des Schiedsrichters so rasch wie möglich dorthin zu
senden.
Regel 406 - Strafschuss
Rule 406 - Penalty Shot
- Sollte eine Regelverletzung, für die ein Strafschuss ausgesprochen werden
muss, erfolgen und es handelt sich nicht um eine große Strafe,
Disziplinarstrafe oder Matchstrafe, kann die schuldlose Mannschaft bestimmen,
ob ein Strafschuss ausgeführt oder eine kleine Strafe gegen den schuldigen
Spieler verhängt wird. Wird jedoch eine große Strafe, Disziplinar-,
Spieldauer-Disziplinar- oder Matchstrafe zusammen mit einem Strafschuss
verhängt, ist der Strafschuss auszuführen und die ausgesprochene Strafe ist
zusätzlich zu verbüßen.
- Jede Regelverletzung, die einen Strafschuss nach sich zieht, ist wie folgt
zu ahnden:
Der Schiedsrichter veranlasst, das über den Lautsprecher der
Name des den Strafschuss ausführenden Spielers bekanntgegeben wird. Er legt
dann den Punkt auf den Anspielpunkt in der Mitte des Spielfeldes, von dort
muss der den Strafschuss ausführende Spieler auf Anweisung des Schiedsrichters
versuchen, ein Tor zu erzielen. Der Spieler, der den Strafschuss ausführt,
muss mit dem Puck in Richtung gegnerische Torlinie fahren. Mit dem Schuss ist
die Aktion beendet. Durch einen Nachschuss kann kein Tor erzielt werden. Der
Strafschuss ist beendet, sobald der Puck die Torlinie überschritten hat. Nur
der Torhüter oder Ersatztorhüter darf bei einem Strafschuss das Tor
bewachen.
- Der Torhüter muss in seinem Torraum bleiben, bis der den Strafschuss
ausführende Spieler den Puck berührt hat; bei Verletzung dieser Regel oder bei
einem Regelverstoß des Torhüters muss der Schiedsrichter die Regelverletzung
durch Hochheben des Armes anzeigen und abwarten, ob ein Torschuss erfolgreich
ist. Ist dies nicht der Fall, darf der Spieler den Strafschuss
wiederholen.
Verlässt der Torhüter den Torraum zu früh, ist wie folgt
zu verfahren: Beim 1. Vergehen: Verwarnung des Torhüters und erneuter
Strafschuss; beim 2. Vergehen: Disziplinarstrafe und erneuter
Strafschuss; beim 3. Vergehen: Ein Tor wird zugesprochen.
Der
Torhüter darf versuchen, den Schuss auf jegliche Weise aufzuhalten;
ausgenommen durch Werfen seines Stockes oder eines anderen Gegenstandes. In
einem solchen Fall muss ein Tor zugesprochen werden.
Note:
Vergleiche Regel 633 - Stockwurf
- Wenn einer Mannschaft ein Strafschuss zugesprochen wurde, wird der
Spieler, der den Strafschuss auszuführen hat, vom Kapitän dieser Mannschaft
bestimmt. Bestrafte Spieler oder solche, gegen die eine aufgeschobene Strafe
angezeigt wurde, dürfen den Strafschuss nicht ausführen. Der Name des
Spielers, der den Strafschuss ausführen soll, ist dem Schiedsrichter
mitzuteilen und darf dann nicht mehr geändert werden.
Wenn zu dem
Zeitpunkt, zu dem ein Strafschuss zugesprochen wurde, der Torhüter der
bestraften Mannschaft sich vom Spielfeld entfernen musste und durch einen
anderen Spieler, einschließlich des Ersatztorhüters, ersetzt wurde, muss der
betreffende Torhüter die Erlaubnis erhalten, auf das Spielfeld zurückzukehren,
ehe der Strafschuss ausgeführt wird.
- Während der Ausführung des Strafschusses haben sich die Spieler beider
Mannschaften seitlich an die Bande und hinter die rote Mittellinie
zurückzuziehen.
- Wenn während der Ausführung eines Strafschusses sich ein Spieler der
gegnerischen Mannschaft durch irgendeine Handlung einmischt oder den Spieler,
der den Strafschuss ausführt, ablenkt, so dass der Schuss misslingt, ist ein
zweiter Versuch erlaubt, und der Schiedsrichter muss gegen den Spieler, der
sich eingemischt bzw. den Spieler, der den Strafschuss ausführte, abgelenkt
hatte, eine Disziplinarstrafe verhängen.
- Wenn ein Tor durch einen Strafschuss erzielt wurde, ist der Puck in der
üblichen Weise in der Mitte des Spielfeldes einzuwerfen. Sollte kein Tor
erzielt worden sein, ist der Puck an einem der beiden Endanspielpunkte in der
Zone, in welcher der Strafschuss versucht wurde, einzuwerfen.
- Sollte durch einen Strafschuss ein Tor erzielt worden sein, wird gegen den
schuldigen Spieler keine weitere Strafe verhängt, es sei denn, bei der
Regelverletzung, wegen welcher der Strafschuss verhängt wurde, war eine
solche, die eine große Strafe, Matchstrafe, Disziplinarstrafe,
Spieldauer-Disziplinarstrafe oder schwere Disziplinarstrafe nach sich zieht;
in diesem Fall muss die für die betreffende Regelverletzung vorgesehene Strafe
verbüßt werden.
Sollte es sich bei einer Regelverletzung, für die der
Strafschuss zugesprochen wurde, um eine solche handeln, für die normalerweise
eine kleine Strafe verhängt würde, muss die kleine Strafe nicht verbüßt
werden, und zwar ungeachtet der Tatsache, ob durch den Strafschuss ein Tor
erzielt wird oder nicht.
- Wenn das Foul, auf Grund dessen der Strafschuss zugesprochen wurde, in der
effektiven Spielzeit begangen wurde, muss der Strafschuss zugesprochen und in
der üblichen Weise unverzüglich ausgeführt werden, und zwar ungeachtet einer
durch "Slow Whistle" (angezeigte, aber noch nicht gepfiffene Strafe) des
Schiedsrichters eingetretenen Verzögerung, um die Beendigung des Spieles zu
ermöglichen; diese Verzögerung hat in jedem Spieldrittel den Ablauf der
regulären Spielzeit zur Folge.
Die Zeit, die für die Ausführung des
Strafschusses benötigt wird, darf weder in die reguläre Spielzeit, noch in die
Verlängerung eingerechnet werden.
Regel 407 - Strafen gegen den Torhüter
Rule 407 - Goalkeeper’s Penalties
- Kein Torhüter kann auf die Strafbank geschickt werden für ein Vergehen,
das eine kleine, große Strafe oder Disziplinarstrafe nach sich zieht. Die
Strafe muss an seiner Stelle durch einen Spieler seiner Mannschaft, der sich
zum Zeitpunkt des Vergehens auf dem Spielfeld befand, verbüßt werden. Dieser
Spieler muss vom Mannschaftsleiter oder Trainer der schuldigen Mannschaft über
den Kapitän bestimmt werden, und ein solcher Ersatzmann darf nicht
ausgetauscht werden.
- Sollte gegen einen Torhüter eine zweite große Strafe im selben Spiel
verhängt werden, muss gegen ihn zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe
ausgesprochen werden.
- Sollte gegen einen Torhüter eine Spieldauer-Disziplinarstrafe oder eine
schwere Disziplinarstrafe verhängt werden, muss er durch den Ersatztorhüter,
falls ein solcher vorhanden ist, oder einen Mitspieler seiner Mannschaft
ersetzt werden. Dieser Spieler hat zehn Minuten Zeit, um die komplette
Torhüterausrüstung anzuziehen.
- Sollte gegen einen Torhüter eine Matchstrafe verhängt werden, muss er
durch einen Ersatztorhüter, falls ein solcher vorhanden ist, oder einen
verfügbaren Spieler seiner Mannschaft vertreten werden. Dieser Spieler hat die
Erlaubnis zu erhalten, die Ausrüstung des Torhüters zu tragen. In einem
solchen Fall finden jedoch noch die zusätzlichen Strafen Anwendung, die in den
Regeln für Matchstrafen vorgesehen sind, und gegen die schuldige Mannschaft
muss eine entsprechende Strafe verhängt werden. Die zusätzliche Strafe ist von
einem Spieler der Mannschaft zu verbüßen, der sich zum Zeitpunkt des Vorfalls
auf dem Spielfeld befand, und dieser Spieler muss vom Mannschaftsleiter oder
Trainer der schuldigen Mannschaft über den Kapitän bestimmt werden.
- Wenn ein Torhüter während einer Auseinandersetzung seinen Torraum
verlässt, muss eine kleine Strafe gegen ihn verhängt
werden.
Note: Sämtliche Strafen, die gegen einen Torhüter
verhängt werden, sind im Spielbericht zu vermerken, und zwar ungeachtet
dessen, von wem die Strafe tatsächlich verbüßt wird.
Wenn sich ein
Torhüter irgendwie am Spiel beteiligt und dabei die rote Mittellinie
überschreitet, muss eine kleine Strafe gegen ihn verhängt werden.
Regel 408 - Aufgeschobene Strafen
Rule 408 - Delayed Penalties
- Wenn ein dritter Spieler einer Mannschaft bestraft wird, während zwei
andere Spieler der gleichen Mannschaft bereits Strafen verbüßen, kann die
Strafe des dritten Spielers nicht beginnen, bevor die Strafzeit eines der
beiden bereits bestraften Spieler abgelaufen ist. Ungeachtet dessen muss sich
der dritte bestrafte Spieler sofort auf die Strafbank begeben, er kann jedoch
durch einen Ersatzmann auf dem Spielfeld so lange ersetzt werden, bis seine
Strafzeit beginnt.
- Wenn von einer Mannschaft gleichzeitig drei oder mehr Spieler Strafen zu
verbüßen haben und sich entsprechend den Bestimmungen der Regel "Aufgeschobene
Strafen" ein Ersatzmann für den dritten Spieler auf dem Spielfeld befindet,
kann keiner der bestraften Spieler von der Strafbank auf das Spielfeld
zurückkehren, bis das Spiel unterbrochen wird, wenn nicht die bestrafte
Mannschaft auf Grund des Ablaufes der Strafen berechtigt ist, mehr als vier
Spieler, einschließlich des Torhüters, auf dem Spielfeld zu haben. In einem
solchen Fall muss den bestraften Spielern in der Reihenfolge des Strafablaufes
die Rückkehr gestattet werden. Wurde das Spiel unterbrochen, kann der (die)
Spieler, dessen volle Strafe abgelaufen ist, auf das Spielfeld
zurückkehren.
- Wenn die Strafen von zwei Spielern der gleichen Mannschaft gleichzeitig
ablaufen, teilt der Kapitän der betreffenden Mannschaft dem Schiedsrichter
mit, welcher der beiden Spieler zuerst auf das Spielfeld zurückkehren soll,
und der Schiedsrichter wird den Zeitnehmer entsprechend unterrichten.
- Wenn eine große Strafe und eine kleine Strafe gleichzeitig gegen zwei oder
mehr Spieler der gleichen Mannschaft verhängt werden, hat der offizielle
Punktrichter die kleine Strafe als die zuerst verhängte Strafe
einzutragen.
Note: Dies gilt für den Fall, in welchem die beiden
Strafen gegen VERSCHIEDENE Spieler der gleichen Mannschaft verhängt werden.
Vergleiche auch Note 2 zu Regel 402 - kleine Strafen.
Regel 409 - Anzeigen von Strafen
Rule 409 - Calling of Penalties
- Wenn eine strafbare Verletzung einer Regel durch einen Spieler der
Mannschaft, die im Besitz des Pucks ist, begangen wird, muss der
Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen und eine Strafe gegen den
schuldigen Spieler verhängen. Das darauffolgende Anspiel hat an jener Stelle
zu erfolgen, wo das Spiel unterbrochen wurde, sofern die Unterbrechung nicht
in der Angriffszone des bestraften Spielers erfolgte; in einem solchen Fall
muss das Anspiel am nächstgelegenen Anspielpunkt in der neutralen Zone
erfolgen.
- Wenn eine strafbare Verletzung einer Regel durch einen Spieler der
Mannschaft, die NICHT im Besitz des Pucks ist, begangen wird, muss der
Schiedsrichter durch Hochheben seines Armes bekunden, dass er eine Strafe
anzeigt. Nach Beendigung der Spielphase (wie in nachstehender Note 2
angegeben) durch die Mannschaft, die im Besitz des Pucks war, hat er
unverzüglich das Spiel zu unterbrechen und gegen den schuldigen Spieler die
Strafe zu verhängen.
Note 1: Das darauffolgende Anspiel hat an
jener Stelle zu erfolgen, an der das Spiel unterbrochen wurde, sofern nicht
während der Dauer einer verzögerten Strafe wegen eines Fouls durch einen
Spieler derjenigen Mannschaft, die sich NICHT im Besitz des Pucks befindet,
die im Besitz des Pucks befindliche Mannschaft einen "unerlaubten Weitschuss"
macht oder den Puck aus ihrer Verteidigungszone schiesst, so dass er aus dem
Spielfeld geht oder unspielbar wird. In einem solchen Fall erfolgt das der
Unterbrechung folgende Anspiel in der neutralen Zone nahe der blauen
Verteidigungslinie jener Mannschaft, die den Puck geschossen hat. Sollte es
sich bei der zu verhängenden Strafe um eine kleine Strafe handeln und wird von
der schuldlosen Mannschaft ein Tor erzielt, wird die erste kleine Strafe nicht
ausgesprochen; alle weiteren kleinen Strafen, großen Strafen oder Matchstrafen
müssen jedoch auf die gewohnte Weise verhängt werden.
Note 2:
"Nach Beendigung des Spieles durch die Mannschaft, die im Besitz des Pucks
war" bedeutet nach dieser Regel, dass der Puck in den Besitz und unter
Kontrolle eines gegnerischen Spielers oder Torhüters gelangte, absichtlich
dorthin gelenkt oder blockiert wurde. Dies bezieht sich nicht auf ein
Abprallen vom Torhüter, vom Tor oder von den Banden bzw. einen etwaigen
zufälligen Kontakt mit dem Körper oder der Ausrüstung eines gegnerischen
Spielers.
Note 3: Wenn der Puck, nachdem der Schiedsrichter eine
Strafe angezeigt, aber das Spiel noch nicht unterbrochen hat, durch die Aktion
eines Spielers der schuldlosen Mannschaft in deren Tor eingedrungen ist, ist
das Tor nicht gültig, und die angezeigte Strafe wird in gewohnter Weise
verhängt.
Wenn der Schiedsrichter, während eine Matchstrafe infolge
einer oder mehrerer kleiner Strafen oder kleiner Bankstrafen in der Minderheit
ist, eine weitere kleine Strafe gegen die Mannschaft anzeigt und von der
schuldlosen Mannschaft ein Tor geschossen wird, bevor er den Pfiff abgibt, ist
das Tor gültig und die angezeigte aufgeschobene Strafe wird aufgehoben, jedoch
bleiben Strafen, die auf der Strafbank verbüßt werden, in Kraft.
- Sollte der gleiche schuldige Spieler entweder vor oder nach der
Unterbrechung des Spieles durch den Schiedsrichter in der gleichen Spielphase
weitere Fouls verüben, müssen die Strafen vom schuldigen Spieler
hintereinander verbüßt werden.
- Sollten Regelverstöße begangen werden, nachdem der Schiedsrichter das
Spiel unterbrochen hat, müssen die schuldigen Spieler so bestraft werden, als
wäre das Spiel im Gange.
Regel 410 - Ergänzende Disziplinarmassmahmen
Rule 410 - Supplementary Discipline
Neben den in diesen Artikeln festgelegten Maßnahmen liegt es im Ermessen der
zuständigen Disziplinarstelle, nach Ablauf des Spieles jeden Vorfall zu
untersuchen, der sich im Verlauf eines Spieles ereignete, und zusätzliche
Strafen für Verstöße festzulegen, die von einem Spieler, Offiziellem, beim
Aufwärmen, beim Gang in die Garderoben, im Verlauf eines Spieles oder danach
begangen werden; es ist dabei belanglos, ob solche Verstöße bereits vom
Schiedsrichter bestraft worden sind oder nicht.
Note: Für Meisterschaften und Turniere gilt, dass solche Verstöße vor dem
nächsten Spiel der Mannschaft(en) behandelt werden müssen. Für nationale
Meisterschaften sind die nationalen Bestimmungen zu befolgen.
Abschnitt V: Offizielle
Section Five - Officials
Regel 501 - Bezeichnung von Offiziellen
Rule 501 - Appointment of Officials
- Bei sämtlichen internationalen Spielen haben ein Schiedsrichter und zwei
Linienrichter, ein Spielzeitnehmer und zwei Strafbankbetreuer, ein offizieller
Punktrichter mit bis zu zwei Assistenten, zwei Torrichter und ein offizieller
Ansager zu amtieren. Bei den IIHF-Meisterschaften kann die IIHF einen
Video-Torrichter anfordern.
Die nationalen Verbände haben das Recht, das
System mit zwei Schiedsrichtern in Spielen anzuwenden, die unter ihre
alleinige Zuständigkeit fallen.
- Alle Schiedsrichter und Linienrichter müssen mit schwarzen Hosen und
offiziellen Dressen bekleidet sein und müssen ein schwarzen Eishockeyhelm mit
Visier tragen. Sie müssen über anerkannte Pfeifen verfügen, sowie mit
Maßbändern aus Metall und einer Mindestlänge von 2 m ausgerüstet
sein.
Die Head-Schiedsrichter müssen auf dem oberen Teil jedes Ärmels
einen 8 cm breiten orangen Streifen tragen.
- Die Torrichter müssen mit den offiziellen Dressen bekleidet sein.
Regel 502 - Schiedsrichter
Rule 502 - Referee
- Der Schiedsrichter hat die allgemeine Aufsicht über das Spiel und muss
während des Spieles und seiner Unterbrechungen die volle Kontrolle über die
Offiziellen und die Spieler ausüben. Im Falle von Streitigkeiten trifft er die
endgültige Entscheidung. Der Schiedsrichter und die Linienrichter müssen am
Ende jedes Spieldrittels so lange auf dem Spielfeld bleiben, bis alle Spieler
zu ihren Garderoben gegangen sind.
- Der Schiedsrichter muss zum festgesetzten Zeitpunkt für den Beginn jedes
Spieles und jedes Spieldrittels die Mannschaften auf das Spielfeld rufen.
Entsteht durch irgendeinen Umstand zu Beginn eines Spieles eine Verzögerung
von mehr als 15 Minuten oder bei der Wiederaufnahme des Spieles nach den
Drittelpausen eine ungebührliche Verzögerung von 15 Minuten, muss der
Schiedsrichter in seinem Bericht den zuständigen Verbandsstellen den Grund für
die Verzögerung und die schuldige Mannschaft/Mannschaften melden.
- Dem Schiedsrichter steht es frei, jeden Ausrüstungsgegenstand
nachzumessen. Wenn es vom Kapitän der jeweiligen Mannschaft gewünscht wird,
muss der Schiedsrichter die von den Spielern getragene Ausrüstung überprüfen
bzw. nachmessen.
- Vor Spielbeginn hat der Schiedsrichter zu kontrollieren, ob der
vorgesehene Spielzeitnehmer, Strafbankbetreuer, offizielle Punktrichter und
die Torrichter sich auf ihren Plätzen befinden, und er hat sich davon zu
überzeugen, dass die Uhren und Signalgeräte in Ordnung sind.
- Es ist seine Pflicht, die Strafen zu verhängen, die bei Verletzung der
Regeln vorgeschrieben sind, und im Falle eines umstrittenen Tores muss er die
endgültige Entscheidung treffen. Bei umstrittenen Toren kann er sich erst mit
den Linienrichtern oder dem Torrichter besprechen, ehe er seine Entscheidung
trifft.
- Der Schiedsrichter muss dem offiziellen Punktrichter alle Strafen und die
Gründe, warum sie verhängt wurden, bekanntgeben.
- Der Schiedsrichter muss dem offiziellen Punktrichter den Namen und die
Nummer des Torschützen und der zugelassenen Mithelfer melden. (Bei den
IIHF-"A"-Pool-Meisterschaften werden die Mithelfer vom offiziellen
Punktrichter bestimmt.) Der Schiedsrichter muss veranlassen, dass dem Publikum
mittels Lautsprecheranlage der Grund genannt wird, weshalb er ein Tor nicht
anerkennt. Dies hat jedesmal zu geschehen, wenn das Torsignal während des
Spieles eingeschaltet wird. Wenn das Torsignal irrtümlich eingeschaltet wurde,
muss der Schiedsrichter bei der nächsten normalen Spielunterbrechung diesen
Irrtum ebenfalls dem Publikum melden lassen.
- Sollte ein Schiedsrichter ungewollt das Spielfeld verlassen oder sich eine
Verletzung zuziehen, die ihn daran hindert, seinen Pflichten während des
Spieles nachzukommen, ist das Spiel sofort vom Linienrichter zu unterbrechen,
es sei denn, eine der Mannschaften hat eine aussichtsreiche Torchance; in
einem solchen Fall muss das Spiel zu Ende geführt werden. Sollte es sich
zeigen, dass es sich um eine Verletzung ernsterer Natur handelt, ist das Spiel
sofort zu unterbrechen.
- Wenn der nominierte Schiedsrichter oder Linienrichter wegen eines
Missgeschickes oder wegen Krankheit verhindert ist, zu erscheinen, müssen sich
die Mannschaftsführer der beiden Mannschaften über einen Schiedsrichter oder
Linienrichter einigen. Falls sie sich nicht einigen können, hat die Ernennung
der Schiedsrichter durch die zuständigen Verbandsstellen zu
erfolgen.
Wenn die regulär ernannten Schiedsrichter während des Spieles
erscheinen, müssen sie sofort die Spielleitung übernehmen.
- Falls einer der nominierten Linienrichter im letzten Augenblick wegen
Krankheit oder Unfall verhindert ist, das Spiel zu Ende zu führen, ist der
Schiedsrichter ermächtigt, einen Ersatzmann zu nominieren, falls er dies für
notwendig hält.
- Wenn der Schiedsrichter wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage
ist, sein Amt auszuüben, muss einer der Linienrichter für den Rest der
Spielzeit die Aufgabe des Schiedsrichters übernehmen. Der betreffende
Linienrichter ist vom Schiedsrichter oder, falls notwendig, von den
Mannschaftsführern der teilnehmenden Mannschaften auszuwählen.
- Der Schiedsrichter muss sich unmittelbar nach jedem Spiel vom offiziellen
Punktrichter den offiziellen Spielbericht verschaffen. Er muss ihn überprüfen,
unterschreiben und dann dem offiziellen Punktrichter zurückgeben.
- Sofort nach Spielende muss der Schiedsrichter alle dieses Spiel
betreffenden Spieldauer-Disziplinarstrafen, schweren Disziplinarstrafen und
Matchstrafen auf dem offiziellen Spielbericht eintragen. Zusätzlich hat er zum
offiziellen Spielbericht sämtliche Vorkommnisse, unter Angabe aller
Einzelheiten für die zuständigen Verbandsstellen, zu rapportieren.
(Zusatzmeldung)
Regel 503 - Linienrichter
Rule 503 - Linesmen
- Es ist die Pflicht des Linienrichter, Verletzung der Spielregeln
festzustellen, die folgende Regeln betreffen:
Regel 618 - Unerlaubter
Weitschuss des Pucks (Icing) Regel 624 - Abseits (Offsides)
Er muss
das Spiel unterbrechen, sobald der Puck - außerhalb des Spielfeldes ist,
Regel 626 a) - Puck außerhalb des Spielfeldes oder unspielbar - durch eine
nicht berechtigte Person behindert wird, Regel 620 - Behinderung durch
Zuschauer. - Wenn das Tor verschoben wird, Regel 608 -
Spielverzögerung Er muss das Spiel unterbrechen: - bei Abseits im
Anspielkreis, Regel 610 - Einwurf - bei verletzten Spielern, Regel 206 -
Verletzte Spieler - bei Behinderung durch Zuschauer, Regel 620 -
Behinderung durch Zuschauer.
- Er hat das Spiel zu unterbrechen, wenn der Puck von einem Spieler zu einem
Mitspieler mit der Hand bzw. durch hohen Stock geschlagen wurde und es
offensichtlich ist, dass der Schiedsrichter den Verstoß nicht beobachtet
hat.
- Er muss jederzeit das Anspiel übernehmen, ausgenommen bei Spielbeginn,
Beginn eines jeden Drittels und nach jedem gültigen Tor.
Der Schiedsrichter
kann sich jederzeit an einen Linienrichter wenden, damit dieser das Anspiel
übernimmt.
- Auf Anfrage des Schiedsrichters muss er seine Meinung über alle Vorfälle
äussern, die sich im Laufe des Spieles ereignet haben.
- Er darf das Spiel nicht unterbrechen, um Strafen zu verhängen, es sei
denn, es handelt sich um Verstöße gegen folgende Regeln:
- zu viele Spieler
auf dem Spielfeld, Regel 201 b) - Zusammensetzung der Mannschaften - aus
der Nähe der Spieler- oder Strafbank Gegenstände auf das Spielfeld werfen,
Regel 601 j) - Beschimpfung von Offiziellen und anderen
Disziplinlosigkeiten - einen Stock von der Spieler- oder Strafbank aus auf
das Spielfeld werfen, Regel 605 - Zerbrochener Stock. Diese
Regelverletzungen muss er dem Schiedsrichter melden, der seinerseits gegen die
schuldigen Mannschaft eine kleine Bankstrafe verhängt. Er muss dem
Schiedsrichter unverzüglich seine Meinung über die näheren Umstände äußern,
wenn das Tor absichtlich aus seiner normalen Position verschoben wurde, Regel
608 - Spielverzögerung. Er muss dem Schiedsrichter unverzüglich seine
Meinung über jede Regelverletzung äußern, die eine kleine Bankstrafe, eine
große Strafe oder Matchstrafe, eine Disziplinarstrafe, eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe oder eine schwere Disziplinarstrafe zur Folge
hat.
Regel 504 - Zwei Schiedsrichter
Rule 504 - Two Referees
- Die Schiedsrichter haben die allgemeine Aufsicht über das Spiel und müssen
während des Spieles und seiner Unterbrechungen die volle Kontrolle über
sämtliche Offizielle und Spieler ausüben. Im Falle von Streitigkeiten treffen
sie die endgültige Entscheidung. Die Schiedsrichter müssen am Ende jeder
Spielzeit so lange auf dem Spielfeld bleiben, bis alle Spieler zu ihren
Garderoben gegangen sind.
- Die Schiedsrichter müssen zum festgelegten Zeitpunkt für den Beginn jedes
Spieles und jedes Spieldrittels die Mannschaften auf das Spielfeld rufen.
Entsteht durch irgendeinen Umstand zu Beginn eines Spieles eine Verzögerung
von mehr als 15 Minuten oder bei der Wiederaufnahme des Spieles nach den
Drittelpausen eine ungebührliche Verzögerung von mehr 15 Minuten, müssen die
Schiedsrichter in ihrem Bericht den zuständigen Verbandsstellen den Grund für
die Verzögerung sowie die schuldige Mannschaft/Mannschaften melden.
- Den Schiedsrichtern steht es frei, jeden Ausrüstungsgegenstand
nachzumessen. Wenn es vom Kapitän der jeweiligen Mannschaft gewünscht wird,
müssen die Schiedsrichter die von den Spielern getragene Ausrüstung überprüfen
bzw. nachmessen.
- Vor Spielbeginn haben die Schiedsrichter zu kontrollieren, ob der
vorgesehene Spielzeitnehmer, Strafbankbetreuer, offizielle Punktrichter und
die Torrichter sich auf ihren Plätzen befinden, und sie haben sich davon zu
überzeugen, dass die Uhren und Signalgeräte in Ordnung sind.
- Es ist iher Pflicht, die Strafen zu verhängen, die bei Regelverletzungen
vorgeschrieben sind, sowie das Spiel bei Verletzung der Regeln zu
unterbrechen. Im Falle von umstrittenen Toren müssen sie die endgültige
Entscheidung treffen, wobei sie sich vorher mit dem Torrichter besprechen
können.
- Die Schiedsrichter müssen dem offiziellen Punktrichter alle Strafen melden
und die Gründe bekanntgeben, warum sie verhängt wurden.
- Die Schiedsrichter müssen dem offiziellen Punktrichter den Namen und die
Nummer des Torschützen und der zugelassenen Mithelfer melden. Die
Schiedsrichter müssen veranlassen, dass dem Publikum mittels
Lautsprecheranlage der Grund genannt wird, weshalb ein Tor nicht anerkennt
wurde. Dies hat jedesmal zu geschehen, wenn das Torsignallicht während des
Spieles eingeschaltet wird. Wenn das Torsignal irrtümlich eingeschaltet wurde,
müssen die Schiedsrichter bei der nächsten normalen Spielunterbrechung diesen
Irrtum ebenfalls dem Publikum melden lassen.
- Sollte ein Schiedsrichter ungewollt das Spielfeld verlassen oder sich eine
Verletzung zuziehen, die ihn daran hindert, seinen Pflichten während des
Spieles nachzukommen, muss das Spiel sofort vom zweiten Schiedsrichter
unterbrochen werden, es sei denn, eine der Mannschaften hat eine
aussichtsreiche Torchance; in einem solchen Fall muss das Spiel zu Ende
geführt werden. Sollte es sich jedoch zeigen, dass es sich um eine Verletzung
ernsterer Natur handelt, ist das Spiel sofort zu unterbrechen.
- Wenn beide aufgebotenen Schiedsrichter wegen eines Missgeschickes oder
wegen Krankheit verhindert sind, zu erscheinen, müssen sich die
Mannschaftsführer der beiden Mannschaften über einen Ersatz einigen. Falls sie
sich nicht einigen können, hat die Ernennung der Schiedsrichter durch die
zuständigen Verbandsstellen zu erfolgen.
Wenn die regulär ernannten
Schiedsrichter während des Spieles erscheinen, müssen sie sofort die
Spielleitung übernehmen.
- Falls einer der nominierten Schiedsrichter im letzten Augenblick nicht in
der Lage ist, sein Amt auszuüben oder wegen Krankheit oder Unfall verhindert
ist, das Spiel zu Ende zu führen, ist der andere Schiedsrichter ermächtigt,
einen Ersatzmann zu nominieren, falls er dies für notwendig hält.
- Die Schiedsrichter müssen sich sofort nach Spielende vom offiziellen
Punktrichter den offiziellen Spielbericht verschaffen. Sie müssen ihn
überprüfen, unterschreiben und dann dem offiziellen Punktrichter
zurückgeben.
- Sofort nach Spielende müssen der Schiedsrichter alle dieses Spiel
betreffenden Spieldauer-Disziplinarstrafen, schweren Disziplinarstrafen und
Matchstrafen auf dem offiziellen Spielbericht eintragen. Zusätzlich hat er zum
offiziellen Spielbericht sämtliche Vorkommnisse, unter Angabe aller
Einzelheiten für die zuständigen Verbandsstellen, zu rapportieren.
(Zusatzmeldung)
Regel 505 - Torrichter
Rule 505 - Goal Judges
- Hinter jedem Tor hat ein Torrichter Aufstellung zu nehmen. Sie dürfen
weder Mitglieder der beiden beteiligten Mannschaften sein, noch dürfen sie
während des Spielverlaufs ersetzt werden. Sie können jedoch nach Spielbeginn
abberufen werden, wenn einer der beiden Torrichter den Anschein erweckt, aus
Parteilichkeit oder anderen Gründen ungerechte Entscheidungen getroffen zu
haben. In diesem Fall kann der Schiedsrichter für ihn einen Ersatzmann
nennen.
- Die Torrichter haben sich während des Spielverlaufs hinter den Toren
aufzustellen, und zwar in eigens abgeschirmten Gehäusen, damit sie in ihrer
Tätigkeit nicht behindert werden können. Außerdem dürfen sie während des
Spielverlaufs zu keinem Zeitpunkt ihre Plätze wechseln.
- Der Torrichter hat zu entscheiden, ob der Puck zwischen den beiden
Torpfosten von vorne kommend durchgegangen ist oder nicht bzw. ob der Puck die
Torlinie vollständig überschritten hat, und er hat das entsprechende Signal zu
geben.
Bei einem umstrittenen Tor hat der Schiedsrichter die endgültige
Entscheidung zu treffen. Er kann sich erst mit dem Torrichter oder den
Linienrichtern besprechen oder den Video-Torrichter um seine Meinung fragen,
ehe er seine Entscheidung trifft.
Regel 506 - Strafbankbetreuer
Rule 506 - Penalty Box Attendants
Der Strafbankbetreuer (je einer pro Mannschafts-Strafbank) ist dafür
verantwortlich, dass der oder die bestraften Spieler die ausgesprochenen Strafen
korrekt absitzen und erlaubt es ihnen nach Verbüßung der Strafe, rechtzeitig auf
das Eis zurückzukehren.
Er hat den Schiedsrichter über den offiziellen Punktrichter davon in Kenntnis
zu setzen, falls ein Spieler vor Ablauf seiner Strafe die Strafbank zu früh
verläßt.
Auf Anfrage gibt er einem bestraften Spieler genau Auskunft über die Dauer
seiner verbleibenden Strafzeit.
Regel 507 - Offizieller Punktrichter
Ruel 507 - Official Scorekeeper
- Vor Spielbeginn muss der offizielle Punktrichter vom Mannschaftsleiter
oder Trainer der beiden Mannschaften eine Liste mit den Namen aller
startberechtigten Spieler sowie die Aufstellung zu Beginn des Spieldrittels
jeder Mannschaft erhalten. Diese Angaben sind vor Spielbeginn dem
Mannschaftsleiter oder Trainer der gegnerischen Mannschaft entweder persönlich
oder über den Schiedsrichter mitzuteilen. (Vergleiche Regel 203 - Spieler in
Ausrüstung, sowie Regel 204 - Aufstellung zu Beginn eines
Spieldrittels.)
Der offizielle Punktrichter muss sich vom Mannschaftsleiter
oder vom Trainer nach Erstellen der Mannschaftsaufstellung die Namen der
Kapitäne oder Ersatzkapitäne nennen lassen. Er setzt den Buchstaben "C" oder
"A" gegenüber ihren Namen auf den Spielbericht. Bei Spielbeendigung werden
diese Angaben dem Schiedsrichter zur Unterschrift vorgelegt.
- Der offizielle Punktrichter hat die erzielten Tore, die Torschützen und
die Spieler, die als Mithelfer anerkannt wurden, zu registrieren. Er hat alle
Spieler anzugeben, die tatsächlich am Spiel teilgenommen haben. Er hat den
Zeitpunkt zu notieren, an welchem ein Ersatztorhüter eingewechselt wurde.
Ferner hat er im offiziellen Spielbericht zu markieren, wenn ein Tor erzielt
wurde und der Torhüter nicht auf dem Eis war.
Der offizielle Punktrichter
hat auf dem offiziellen Spielbericht eine genaue Aufzeichnung über alle, vom
Schiedsrichter verhängten Strafen einschließlich der Namen der bestraften
Spieler, der geahndeten Regelverstöße, der Dauer der einzelnen Strafe und des
Zeitpunktes zu dem jede Strafe verhängt wurde, zu führen. Im Strafregister
hat er ebenfalls jeden ausgesprochenen Strafschuss festzuhalten, den Namen des
Spielers, der den Schuss ausführte, und das Ergebnis des Schusses
einzutragen. Er muss prüfen und sicherstellen, dass die verhängte Strafzeit
von allen bestraften Spielern korrekt verbüßt wird. Er ist dafür
verantwortlich, dass alle Strafen stets korrekt auf der Anzeigetafel
erscheinen und hat den Schiedsrichter unverzüglich darauf aufmerksam zu
machen, falls die auf der Matchuhr angezeigte Zeit von der offiziellen genauen
Zeit abweicht. Er trägt die Verantwortung dafür, dass die vom
Schiedsrichter angeordneten Berichtigungen durchgeführt werden.
Der
offizielle Punktrichter muss die für Torschützen und Mithelfer zugesprochenen
Punkte ankündigen lassen; die Regelverstöße, für die jede einzelne Strafe
verhängt wurde, werden vom öffentlichen Lautsprecher so verkündet, wie sie vom
Schiedsrichter bekanntgegeben wurden. Wenn Spieler beider Mannschaften in der
gleichen Spielphase bestraft wurden, ist die Strafe an den Spieler der
Gastmannschaft zuerst anzukündigen. Etwaige die obigen Anzeigen betreffende
Änderungen werden auf die gleiche Weise bekanntgegeben. Der offizielle
Punktrichter muss den Beginn der letzten Minute tatsächlicher Spielzeit im
ersten und zweiten Spieldrittel sowie der letzten zwei Minuten im dritten
Spieldrittel und in der Verlängerung ankündigen lassen. Die Entscheidung
des Video-Torrichters ist durch die Ankündigung "Es wurde um ... Tor
geschossen" oder "es wurde kein Tor geschossen" bekanntzugeben. Wenn ein
Tor nicht anerkannt wurde, muss der offizielle Punktrichter den vom
Schiedsrichter genannten Grund verlautbaren lassen.
- Anträge auf Änderungen bei der Zuerkennung von Punkten werden nur dann
berücksichtigt, wenn sie vom Mannschaftskapitän vor dem Ende der tatsächlichen
Spielzeit gestellt worden sind, bzw. bevor der offizielle Spielbericht vom
Schiedsrichter unterzeichnet wurde.
Note 1: In
IIHF-Weltmeisterschaften der Gruppe A und im Olympischen Eishockey-Turnier
gibt der offizielle Punktrichter die Punkte für Torschützen und Mithelfer
bekannt.
Note 2: Disziplinarstrafen erscheinen nicht auf der
Spielstandsanzeige. Der offizielle Punktrichter hat darauf zu achten, dass die
so bestraften Spieler erst nach der ersten Spielunterbrechung, nach Ablauf der
Strafe, auf das Spielfeld zurückkehren.
- Der offizielle Punktrichter hat dem Schiedsrichter anzuzeigen, wenn gegen
den gleichen Spieler in demselben Spiel eine zweite große Strafe oder eine
zweite Disziplinarstrafe verhängt wurde.
- Der offizielle Punktrichter ist dafür verantwortlich, den offiziellen
Spielbericht vorzubereiten, ihn nach dem Spiel dem Schiedsrichter zur
Überprüfung und Unterschrift vorzulegen und an die zuständigen Verbandsstellen
weiterzuleiten.
Regel 508 - Spielzeitnehmer
Rule 508 - Game Timekeeper
- Der Spielzeitnehmer muss den Beginn und das Ende jedes Spieles und die
gesamte effektive Spielzeit registrieren.
- Der Spielzeitnehmer hat dem Schiedsrichter (den Schiedsrichtern) vor
Beginn des Spieles, des zweiten und dritten Spieldrittels und aller
Verlängerungen ein Zeichen zu geben. Er muss zwischen jedem Spieldrittel eine
Pause von 15 Minuten einlegen, nach welcher der Schiedsrichter (die
Schiedsrichter) das Spiel wieder beginnen muss (müssen). Er muss ebenfalls
durch einen Gong, eine Sirene oder durch Pfeifen das Ende jedes Spieldrittels,
jeder Verlängerung und das Ende des Spieles bekanntgeben. Dies gilt für
Eisbahnen, die nicht mit automatischen Signalanlagen versehen sind, oder im
Falle, dass die automatischen Signalanlagen nicht funktionieren.
- Im Falle einer Auseinandersetzung über die Spielzeit steht dem
Schiedsrichter die endgültige Entscheidung zu.
Regel 509 - Video-Torrichter
Rule 509 - Video Goal Judge
- Die folgenden Situationen werden vom Video-Torrichter überprüft, falls
während der Austragung einer IIHF-Meisterschaft ein Video-Torrichter zum
Einsatz kommt:
1. der Puck überquert die Torlinie 2. der Puck gelangte
in das Tor, bevor der Torrahmen verschoben wurde 3. der Puck gelangte in
das Tor, bevor die offizielle Spielzeit nach einem Drittelende abgelaufen
ist 4. der Puck wurde mit der Hand oder durch einen kick ins Tor
befördert 5. der Puck prallte von einem Schieds- oder Linienrichter ab,
bevor der Puck in das Tor gelangte 6. der Puck wurde von einem angreifenden
Spieler mit hohem Stock (Stock über der Höhe der Querstange gehalten)
geschlagen, bevor er in das Tor gelangte 7. die korrekte Spielzeit
festzustellen, vorausgesetzt, dass die Spielzeit auf den Monitoren des
Video-Torrichters zu sehen ist.
- Nur auf Ersuchen des Schiedsrichters oder des Video-Torrichters kann eine
Spielphase überprüft werden.
Regel 510 - Zuständige Verbandsstellen
Rule 510 - Proper Authorities
Unter dem Ausdruck "Zuständige Verbandsstellen" oder "Zuständige
Disziplinarinstanz" versteht man unter diesen Regeln das unmittelbar
durchführende Organ der betreffenden Spiele.
Abschnitt VI: Spielregeln
Section Six - Playing Rules
Regel 601 - Beschimpfung von Offiziellen und andere
Disziplinlosigkeiten
Rule 601 - Abuse of Officials an other Misconducts
Note: Bei der Anwendung dieser Regel hat der Schiedsrichter in vielen
Fällen die Wahl, eine "Disziplinarstrafe" oder eine "kleine Bankstrafe" zu
verhängen, wenn es sich um Verstöße handelt, die auf oder in unmittelbarer Nähe
der Spielerbank, doch außerhalb des Spielfeldes geschehen und in all jenen
Fällen, in denen nicht spielendes Personal oder nicht am Spiel beteiligte
Spieler betroffen sind. Eine "Disziplinarstrafe" muss verhängt werden, wenn es
sich um Verstöße handelt, die auf dem Spielfeld oder im Bereich der Strafbank
geschehen und wo der bestrafte Spieler ohne weiteres festgestellt werden
kann.
- Gegen jeden Spieler, der die von einem Schieds- oder Linienrichter während
des Spieles getroffenen Entscheidungen kritisiert, sich hinwirft (Schwalbe),
um dadurch zu verursachen, dass gegen seinen Gegner eine Strafe verhängt wird,
muss eine kleine Strafe für unsportliches Verhalten ausgesprochen werden.
Sollte der Spieler mit der Bedrohung oder Auseinandersetzung unbeirrt
fortfahren, muss eine Disziplinarstrafe gegen ihn verhängt werden. Jede
weitere Auseinandersetzung des betreffenden Spielers hat die Verhängung einer
Spieldauer-Disziplinarstrafe zur Folge.
- Macht sich ein Spieler einer der folgenden Handlungen schuldig, muss gegen
seine Mannschaft eine kleine Bankstrafe verhängt werden:
- Wenn er, nachdem er bestraft worden ist, sich nicht sofort und auf
direktem Wege zur Strafbank begibt und seinen Platz auf der Strafbank einnimmt
oder sich nicht in die Garderobe begibt und somit der Anordnung des
Schiedsrichters nicht nachkommt.
- Wenn er sich außerhalb des Spielfeldes aufhält und sich dabei einer
unzüchtigen, fluchenden oder beleidigenden Sprache gegenüber irgend jemandem
bedient oder den Namen irgendeines Offiziellen in Verbindung mit derartigen
Bemerkungen missbraucht.
- Wenn er sich außerhalb des Spielfeldes befindet und auf irgendeine Weise
einen Spieloffiziellen, einschließlich Schiedsrichter, Linienrichter,
Zeitnehmer, Torrichter, an der Ausübung ihres Amtes hindert.
- Macht sich ein Spieler einer der folgenden Handlungen schuldig, muss gegen
ihn eine Disziplinarstrafe verhängt werden:
- Wenn er sich vor, während oder nach dem Spiel auf dem Spielfeld oder
sonstwo auf dem Platz einer unanständigen oder beschimpfenden Sprache bedient.
- Wenn er den Puck absichtlich aus der Reichweite der Schiedsrichter, die
diesen gerade an sich nehmen wollen, stößt oder schießt.
- Wenn er absichtlich einen Ausrüstungsgegenstand aus dem Spielfeld
herauswirft, ausgenommen der Stock (vergleiche Regel 633 c).
- Wenn er zu irgendeinem Zeitpunkt mit dem Stock oder mit irgendeinem
anderen Gegenstand an die Bande schlägt.
- Wenn er nach einer Schlägerei oder einem sonstigen Streit, in die (den) er
verwickelt war und die (der) abgebrochen wurde und wofür er bestraft wurde,
sich nicht sofort und auf direktem Wege zur Strafbank begibt, oder eine
Spielverzögerung dadurch verursacht, dass er seine Ausrüstung wieder
zusammensucht. Seine Handschuhe, sein Stock usw. muss ihm von einem Mitspieler
an der Strafbank ausgehändigt werden. (Diese Disziplinarstrafe muss zusätzlich
zu allen sonstigen Strafen verhängt werden.)
- Wenn er nach Verwarnung durch den Schiedsrichter seine Widersetzlichkeit
(einschließlich drohender oder lästerlicher Sprache oder Gesten oder ähnlicher
Handlungen) in der Absicht fortsetzt, den Gegner zu einer strafbaren Handlung
zu verleiten.
- Wenn er den Schiedsrichterkreis betritt oder darin verweilt, während der
Schiedsrichter einem anderen Spieloffiziellen, einschließlich Linienrichter,
Spielzeitnehmer, Strafzeitnehmer, offizieller Punktrichter oder Ansager
berichtet oder sich mit ihnen bespricht; es sei denn, der Spieler betritt den
Schiedsrichterkreis nur, um seinen Platz auf der Strafbank
einzunehmen.
- 1. Gegen Jeden Spieler, der absichtlich einen Schieds- oder Linienrichter
mit der Hand oder mit dem Stock berührt, mit der Hand, dem Stock oder mit dem
Körper festhält oder stößt, das Bein stellt, einen Bodycheck ausführt, muss
mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe oder mit einer schweren
Disziplinarstrafe bestraft werden.
2. Eine Disziplinarstrafe oder eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe muss gegen jeden Spieler ausgesprochen werden,
der einen Stock aus dem Spielfeld wirft - Regel 633 c) - Stockwurf.
3.
Es liegt im Ermessen des Schiedsrichters, gegen einen Spieler, der eine
Schlägerei oder Streiterei fortsetzt oder fortzusetzen versucht, obwohl er vom
Schiedsrichter zum Aufhören aufgefordert worden war, oder der Widerstand gegen
einen Linienrichter in Ausübung seiner Pflichten leistet, eine
Disziplinarstrafe, eine Spieldauer-Disziplinarstrafe oder eine schwere
Disziplinarstrafe zu verhängen.
- Mach sich ein Spieler einer der folgenden Handlungen schuldig,
muss gegen ihn eine Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängt werden:
1.
Wenn er die Widersetzlichkeit, für die bereits eine Disziplinarstrafe gegen
ihn verhängt worden war, beharrlich fortsetzt. 2. Wenn er vor, während oder
nach dem Spiel auf dem Spielfeld oder sonstwo auf der Spielfläche in
unanständiger Weise gestikuliert.
- Gegen jeden Spieler, der sich jeglicher Art von Benehmen, das den
Spielablauf lächerlich macht, behindert oder stört, schuldig gemacht hat, ist
eine schwere Disziplinarstrafe zu verhängen.
- Macht sich ein Teamoffizieller einer der folgenden Handlungen schuldig, so
muß seiner Mannschaft eine kleine Bankstrafe auferlegt werden:
1. Wenn
er zu irgendeiner Zeit mit einem Stock oder einem anderen Gegenstand an die
Bande schlägt; 2. Wenn er irgendwo auf der Spielfläche sich einer
unanständigen oder beschimpfenden Sprache gegenüber irgend jemandem bedient
oder den Namen irgendeines Offiziellen in Verbindung mit derartigen
Bemerkungen gebraucht; 3. Wenn er auf irgendeine Weise einen Offiziellen,
einschließlich Schiedsrichter, Linienrichter, Spielzeitnehmer oder Torrichter
an der Ausübung ihres Amtes hindert.
- Macht sich ein Mannschaftsoffizieller irgendeines regelwidrigen Verhaltens
schuldig, muss gegen ihn eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und gegen seine
Mannschaft eine kleine Bankstrafe auferlegt werden.
- Wenn ein Mannschaftsoffizieller den Schiedsrichter festhält oder schlägt,
den Spielablauf auf irgendeine Weise ins lächerliche zieht, behindert oder
stört, so muß ihm eine schwere Disziplinarstrafe und seiner Mannschaft eine
kleine Bankstrafe auferlegt werden.
- Das Werfen irgendeines Gegenstandes von der Spieler- oder Strafbank auf
das Spielfeld ist verboten.
Erfolgt die Regelverletzung durch: 1. einen
Spieler, wird gegen diesen Spieler eine kleine Strafe und zusätzlich eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängt; 2. einen offiziellen, ist gegen den
Offiziellen eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und gegen die Mannschaft eine
kleine Bankstrafe zu verhängen. 3. Kann die Person nicht identifiziert
werden, ist gegen die schuldige Mannschaft eine kleine Bankstrafe zu
verhängen.
Wird der Spieler oder die Mannschaft nach Artikel 633 -
Stockwurf bestraft, gilt diese Regel nicht.
- Jeder Spieler oder jeder Mannschaftsoffizielle ist mit einer scheren
Disziplinarstrafe zu bestrafen, der gegen einen gegnerischen Spieler,
Mannschaftsoffiziellen oder einen Schieds- bzw. Linienrichter spuckt. Falls
die Strafe gegen einen Mannschaftsoffiziellen ausgesprochen wird, erhält seine
Mannschaft ebenfalls eine kleine Bankstrafe.
Regel 602 - Richtigstellen der Ausrüstung
Rule 602 - Adjustment of Equipment
- Das Spiel darf nicht durch das Richtigstellen von Kleidungsstücken,
Ausrüstungsgegenständen, Schuhen, Schlittschuhen oder Stöcken unterbrochen
noch verzögert werden.
- Der Spieler hat für den ordentlichen Zustand seiner Kleidung und
Ausrüstung selbst zu sorgen. Wenn eine Instandsetzung notwendig wird, muss der
Spieler das Spielfeld verlassen, und das Spiel muss fortgesetzt werden.
- Für die Durchführung der Reparatur oder für das Richtigstellen der
Ausrüstung des Torhüters darf das Spiel nicht verzögert werden. Wenn eine
Instandsetzung notwendig wird, muss der Torhüter das Spielfeld verlassen, und
das Spiel wird unverzüglich mit dem Ersatztorhüter fortgesetzt; Aufwärmen ist
nicht gestattet.
- Bei Verletzung dieser Regel wird eine kleine Strafe verhängt.
Regel 603 - Übertrieben harte Spielweise
Rule 603 - Excessive Rough Play
- Eine Matchstrafe ist gegen jeden Spieler auszusprechen, welcher eine in
den Regeln nicht erlaubte Handlung begeht, die eine Verletzung herbeiführen
könnte oder eine Verletzung verursacht hat. Die näheren Umstände des Vorfalls
müssen den zuständigen Verbandsstellen für weitere Maßnahmen rapportiert
werden. Ein Ersatzmann kann nach fünf Minuten Spielzeit für den bestraften
Spieler das Spielfeld betreten.
- Eine schwere Disziplinarstrafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der
eine der oben beschriebenen Aktionen gegen einen Mannschafts- oder
Spieloffiziellen tätigt.
Regel 604 - Check gegen die Bande
Rule 604 - Boarding
Es liegt im Ermessen des Schiedsrichters, gegen jeden Spieler, der einen
Gegner derart mit dem Körper checkt, mit dem Ellbogen stößt, unkorrekt angreift
oder ein Bein stellt, dass dieser heftig gegen die Bande geworfen wird,
entsprechend der Heftigkeit des Aufpralls an der Bande, eine kleine oder eine
große Strafe zu verhängen. Wird gemäß dieser Regel eine große Strafe
ausgesprochen, muss gegen den Spieler automatisch zusätzlich eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe ausgesprochen werden.
Note: Jeder unnötige Körperangriff an einen Spieler, der nach einem
offensichtlichen unerlaubten Weitschuss den Puck weiterführt oder abseits passt,
was dazu führt, dass der betreffende Spieler gegen die Bande geworfen wird,
begeht "Check gegen die Bande" und muss entsprechend bestraft werden. In anderen
Fällen, wo keine Berührung mit der Bande erfolgt, sollte der Vorgang als
"unkorrekter Körperangriff" behandelt werden.
"Einen Gegner rollen" wenn er den Puck entlang der Bande führt, wo er sich
bemüht, durch eine kleine Öffnung durchzukommen, ist nicht Check gegen die
Bande. Wenn der Gegner jedoch nicht den Puck führt, muss ein solches Vorgehen
als Check gegen die Bande, unkorrekten Körperangriff, Behinderung bestraft
werden; sollten dabei die Arme oder der Stock benutzt werden, ist es als "Halten
des Gegners" oder "Haken mit dem Stock" zu werten.
Regel 605 - Gebrochener Stock
Rule 605 - Broken Stick
- Ein Spieler ohne Stock kann am Spiel teilnehmen. Ein Spieler dessen Stock
gebrochen ist, darf am Spiel unter der Voraussetzung teilnehmen, dass er die
zerbrochenen Stücke fallen lässt. Eine kleine Strafe muss bei Verletzung
dieser Regel verhängt werden.
Note: Unter einem gebrochenen
Stock versteht man einen solchen, der nach dem Ermessen des Schiedsrichters
für normales Spiel untauglich ist.
- Ein Torhüter kann das Spiel mit einem zerbrochenen Stock fortsetzen, bis
das Spiel unterbrochen wird oder er auf regelgerechte Weise mit einem Stock
versehen wird.
- Einem Spieler oder Torhüter, dessen Stock zerbrochen ist, kann kein Stock
von irgendeiner Seite zugeworfen werden, er kann jedoch einen Stock von einem
Mitspieler erhalten, ohne dass er sich selbst zur Spielerbank
begibt.
Bei Verletzung dieser Regel müssen die Strafen gemäß Artikel
601 j) verhängt werden.
- Ein Torhüter, dessen Stock zerbrochen ist, darf nicht während einer
Unterbrechung zur Spielerbank gehen oder als Ersatzmann spielen, sondern muss
seinen Stock von einem Mitspieler erhalten. Bei Verletzung dieser Regel muss
gegen den Torhüter eine kleine Strafe verhängt werden.
Regel 606 A - Unkorrekter Körperangriff
Rule 606 A - Charging
- Eine kleine Strafe oder eine große Strafe muss gegen jeden Spieler
verhängt werden, der in einen Gegner hineinrennt, hineinspringt oder ihn
unkorrekt körperlich angreift.
Note: Wenn ein Anlauf von mehr
als zwei normalen Schritten bzw. Schrittlängen genommen wurde und ein Spieler
mit übertriebener Kraft gecheckt wird, ist auf "unkorrekter Körperangriff -
Charging" zu entscheiden.
- Eine kleine oder große Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der am
Torhüter, der sich innerhalb seines Torraumes befindet, ein Foul
verübt.
Ein Torhüter ist kein "Freiwild", weil er sich außerhalb seines
Torraumes befindet. Eine kleine oder große Strafe wegen Behinderung oder
inkorrekten Körperangriffs sollte in allen Fällen, in denen ein gegnerischer
Spieler unnötig mit einem Torhüter in Berührung kommt, verhängt
werden.
Andererseits sollten die Schiedsrichter wachsam sein und
Torhüter bestrafen, die in unmittelbarer Nähe des Tores ein Bein stellen, mit
dem Stock um sich schlagen oder stechen.
- Eine kleine oder eine große Strafe ist nach dem Ermessen des
Schiedsrichters gegen jeden Spieler zu verhängen, der nach einer
Spielunterbrechung einen Körperkontakt mit einem Gegner verursacht, wenn nach
Auffassung des Schiedsrichter der Spieler nach dem Pfiff genügend Zeit gehabt
hätte, einen solchen Kontakt zu vermeiden.
- Im Frauen-Eishockey muss ein direkter Körpercheck nach Ermessen des
Schiedsrichters mit einer kleinen oder großen Strafe bestraft werden.
Regel 606 B - Check von hinten
Rule 606 B - Checking from Behind
- Eine kleine Strafe und zusätzlich ein Disziplinarstrafe oder eine große
Strafe und zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ist gegen jeden
Spieler zu verhängen, der seinen Gegner auf irgendeine Weise und wo auch immer
auf dem Spielfeld von hinten stößt, körperlich angreift oder schlägt.
- Eine große Strafe und zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe oder
eine Matchstrafe ist gegen jeden Spieler auszusprechen, der durch einen Check
von hinten einen Gegner verletzt.
- Eine große Strafe und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe muss gegen jeden
Spieler verhängt werden, der einen Gegenspieler von hinten mit hohem Stock
angreift, mit dem Stock checkt, körperlich angreift, stößt, schlägt oder auf
irgendeine Weise von hinten derart gegen die Bande schleudert, dass der
Spieler nicht in der Lage ist, sich gegen diesen Angriff zu
schützen.
Note: Wenn ein Spieler absichtlich seinen Körper
abwendet, um einen Kontakt hervorzurufen, wird dies nicht als "Check von
hinten" gewertet.
Regel 606 - Mit dem Stock checken
Rule 607 - Cross-checking
- Ein Spieler, der seinen Gegner mit dem Stock checkt, muss bestraft werden;
hierbei liegt es im Ermessen des Schiedsrichter, eine kleine oder eine große
Strafe zu verhängen.
Note: "Mit dem Stock checken" bedeutet
einen Check, der mit einem mit beiden Händen gehaltenen Stock durchgeführt
wird, wobei kein Teil des Stockes das Eis berührt.
- Eine große Strafe muss gegen jeden Spieler verhängt werden, der einen
gegnerischen Spieler durch Checken mit dem Stock verletzt.
- Wenn nach dieser Regel eine große Strafe verhängt wird, ist gegen den
Spieler automatisch zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zu
verhängen.
Regel 608 - Spielverzögerung
Rule 608 - Delaying the Game
- Eine kleine Strafe ist gegen jeden Torhüter zu verhängen, der einen Puck
direkt aus dem Spielfeld schiesst. Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler
zu verhängen, der den Puck absichtlich aus dem Spielfeld schiesst. Eine kleine
Strafe ist gegen jeden Spieler oder Torhüter zu verhänge, der den Puck mit der
Hand aus dem Spielfeld wirft oder mit dem Stock absichtlich aus dem Spielfeld
schlägt.
Eine kleine Bankstrafe ist gegen eine Mannschaft zu verhängen, die
nach Erzielung eines Tores mehr als einen zusätzlichen Spielerblock (Wechsel)
auf das Spielfeld schickt.
Note: Die Strafen nach diesem
Abschnitt sind auch während einer Spielunterbrechung zu verhängen.
- Eine kleine Strafe muss gegen jeden Spieler (einschließlich Torhüter)
verhängt werden, der das Spiel dadurch verzögert, dass er absichtlich einen
Torpfosten aus seiner normalen Position verschiebt. Der Schiedsrichter oder
die Linienrichter müssen das Spiel sofort unterbrechen, wenn ein Torpfosten
verschoben worden ist.
Wenn die oben beschriebene Verzögerung durch
einen Spieler oder Torhüter der verteidigenden Mannschaft während der beiden
letzten Spielminuten in ihrer eigenen Verteidigungszone verursacht wird, oder
zu einem Zeitpunkt während der Verlängerung, muss gegen die schuldige
Mannschaft ein Strafschuss ausgesprochen werden.
Wenn während eines
plötzlichen Gegenangriffs durch einen Torhüter oder Spieler der Torpfosten
absichtlich verschoben wird, muss der schuldlosen Mannschaft ein Strafschuss
zugesprochen werden. Sollte dieser Regelverstoß geschehen, während sich sechs
Feldspieler (und kein Tormann) auf dem Spielfeld befinden, muss der
schuldlosen Mannschaft ein Tor zugesprochen werden.
Note: Ein
Spieler im plötzlichen Gegenangriff ist ein den Puck führender Spieler, der
keinen Gegner zwischen sich und dem gegnerischen Tor hat und eine
aussichtsreiche Torchance hat.
- Eine kleine Bankstrafe muss gegen eine Mannschaft verhängt werden, die
nach Verwarnung ihres Kapitäns durch den Schiedsrichter, die korrekte Zahl von
Spielern auf dem Spielfeld zu stellen und das Spiel zu beginnen, der
Aufforderung des Schiedsrichters nicht nachkommt und durch zusätzlichen
Austausch oder sonstwie versucht, das Anspiel zu verzögern.
- Der Puck ist stets in Bewegung zu halten.
- Außer wenn der Puck einmal hinter ihr Tor geführt werden soll, muss die in
ihrer eigenen Verteidigungszone im Besitz des Pucks befindliche Mannschaft den
Puck auf das gegnerische Tor hin vorwärts bringen, es sei denn, dass sie daran
durch Spieler der gegnerischen Mannschaft gehindert wird.
Beim ersten
Verstoß gegen diese Regel muss das Spiel unterbrochen und ein Einwurf an einem
Endanspielpunkt beim Tor jener Mannschaft, durch welche die Unterbrechung
verursacht wurde, vorgenommen werden. Der Schiedsrichter muss den Kapitän der
schuldigen Mannschaft auf den Grund des Einwurfs aufmerksam machen. Bei einem
zweiten Verstoß durch einen Spieler der gleichen Mannschaft während des
gleichen Spieldrittels muss gegen den Spieler, der die Regel verletzt hat,
eine kleine Strafe verhängt werden.
- Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler, einschließlich Torhüter zu
verhängen, der den Puck mit dem Stock, den Schlittschuhen oder mit seinem
Körper längs der Banden auf eine Weise hält, befördert oder spielt, dass
dadurch eine Spielunterbrechung verursacht wird, es sei denn, er wird von
einem Gegner direkt behindert.
- Ein Spieler außerhalb seiner Verteidigungszone darf den Puck nicht
rückwärts in seine eigene Verteidigungszone führen oder passen, mit der
Absicht, das Spiel zu verzögern; ausgenommen, wenn seine Mannschaft auf dem
Spielfeld zahlenmäßig schwächer als die gegnerische Mannschaft ist.
- Bei einem Verstoß gegen diese Regel hat der Einwurf am nächsten
Endanspielpunkt in der Verteidigungszone der schuldigen Mannschaft zu
erfolgen.
- Wenn eine Mannschaft nach 15 Minuten ab Beginn der Pause nicht bereit ist,
das Spiel fortzusetzen, ist gegen die schuldige Mannschaft eine kleine
Bankstrafe wegen Spielverzögerung zu verhängen.
Regel 609 - Benützung von Ellbogen, Knien oder
Kopfstoß
Rule - Elbowing, Kneeing or Head-Butting
- Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der Ellbogen oder
Knie derart einsetzt, dass er dadurch an einem Gegner ein Foul verübt.
- Eine große Strafe und zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ist
gegen jeden Spieler zu verhängen, der seinen Gegner durch ein Foul mit dem
Ellbogen oder mit dem Knie verletzt.
- Eine Matchstrafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der einen Gegner
absichtlich mit dem Kopf stößt.
Regel 610 - Einwurf
Rule 610 - Face-offs
- a) Der Einwurf findet an dem hierfür bestimmten Anspielpunkt, wie er auf
Grund der Spielunterbrechung angezeigt ist, bzw. auf einer imaginären Linie,
die parallel zu den Seitenbanden von einem Endanspielpunkt zum anderen
Endanspielpunkt verläuft, oder am mittleren Anspielpunkt statt. Der
Schiedsrichter oder Linienrichter wirft den Puck zwischen den Stöcken der
anspielenden Spieler auf die Eisfläche. Die anspielenden Spieler müssen sich
rechtwinkelig gegenüber dem Ende des Spielfeldes ihres Gegners und etwa eine
Stocklänge vom Anspielpunkt entfernt aufstellen, wobei die Stockschaufel das
Eis zu berühren hat. Findet der Einwurf an einem Anspielpunkt in der Endzone
oder in der neutralen Zone statt, müssen die teilnehmenden Spieler mit den
Stockschaufeln auf dem bezeichneten weißen Feld das Eis berühren.
Der
Spieler der angreifenden Mannschaft in seiner Angriffshälfte des Spielfeldes
plaziert seinen Stock zuerst auf dem Eis, der Spieler der verteidigenden
Mannschaft plaziert seinen Stock unmittelbar darauf.
Findet der Einwurf
an einem Anspielpunkt in der Endzone statt, müssen beide Spieler eine solche
Stellung einnehmen, dass sie direkt gegenüber dem Gegner stehen. Die
Anspiel-Markierungen auf dem Eis dürfen nicht berührt werden.
Bei einem
Verstoß gegen diesen Unterabschnitt dieser Regel muss der Schiedsrichter oder
Linienrichter den Puck nochmals einwerfen, sofern nicht die schuldlose
Mannschaft in dessen Besitz gelangte. In einem solchen Fall gilt der Einwurf
und das Spiel kann fortgeführt werden.
Keine anderen Spieler dürfen den
Anspielkreis betreten oder sich den Spielern, die am Einwurf teilnehmen, auf
weniger als 4,5 m nähern. Sie müssen bei allen Einwürfen seitlich stehen.
- Wenn ein Spieler, nachdem er vom Schiedsrichter dazu aufgefordert wurde,
seine Position nicht sofort einnimmt, kann ihn der Schiedsrichter oder
Linienrichter für diesen Einwurf durch einen zu diesem Zeitpunkt auf dem
Spielfeld befindlichen Mannschaftskameraden ersetzen lassen.
Ein Austausch
von Spielern kann nicht erfolgen, solange das Anspiel nicht vollzogen und das
Spiel wieder fortgesetzt wurde; eine Ausnahme gilt für den Fall, dass eine
Strafe verhängt wurde, die die Spielstärke der betreffenden Mannschaften auf
dem Spielfeld berührt.
- Bei Ausführung eines Einwurfs an jeglicher Stelle des Spielfeldes darf
nicht durch den Körper oder den Stock eines anspielenden Spielers ein
Körperkontakt mit einem gegnerischen Spieler erfolgen, außer beim Spielen des
Pucks nach vollzogenem Einwurf.
Bei Verletzung dieser Regel wird vom
Schiedsrichter eine kleine Strafe (oder Strafen) gegen den (die) Spieler
verhängt, dessen (deren) Handlung den körperlichen Kontakt
verursachte.
Note: Die "Ausführung eines Einwurfs" beginnt, wenn
der Schiedsrichter den Anspielpunkt bezeichnet und er (oder der Linienrichter)
seine Position einnimmt, um den Puck zu werfen.
- Wenn ein Spieler vom Schiedsrichter vom Einwurf entfernt wurde und der
ausgetauschte Spieler die ihm vorgeschriebene Position nicht sofort einnimmt,
muss nach Verwarnung eine kleine Bankstrafe gegen die schuldige Mannschaft
verhängt werden.
Wenn beim Einwurf am Endanspielpunkt im Anspielkreis
ein Spieler, der am Anspiel nicht beteiligt ist, den Kreis betritt bzw. sich
darin befindet, bevor der Puck eingeworfen wird, muss der den Einwurf
ausführende Spieler ohne Verwarnung durch einen anderen Spieler der gleichen
Mannschaft, der sich gerade auf dem Spielfeld befindet, ersetzt werden. Beim
zweiten Verstoß einer Mannschaft während desselben Einwurfes ist gegen den
Spieler, der den zweiten Regelverstoß seiner Mannschaft verübt, eine kleine
Strafe zu verhängen.
- Wenn ein Regelverstoß begangen oder eine Spielunterbrechung durch
irgendeinen Spieler der angreifenden Mannschaft in seiner Angriffszone
verursacht wurde, ist der darauffolgende Einwurf in der neutralen Zone am
nächstgelegenen Anspielpunkt vorzunehmen.
Note: Diese Regle
bezieht sich auch auf Spielunterbrechungen, die durch einen Spieler der
angreifenden Mannschaft dadurch hervorgerufen werden, dass er den Puck auf die
Hinterseite des Tornetzes der verteidigenden Mannschaft befördert.
- Wenn ein Regelverstoß durch Spieler beider Mannschaften begangen wurde,
ist der darauffolgende Einwurf dort vorzunehmen, wo sich der Puck befand, als
das Spiel unterbrochen wurde.
- Wenn eine Spielunterbrechung zwischen den Endanspielpunkten und den näher
liegenden Querbanden verursacht wurde, ist der Puck an jenem Endanspielpunkt
einzuwerfen, wo sich die Unterbrechung ereignete, es sei denn, die Regeln
schreiben etwas anderes vor.
- Wenn ein Tor unrechtmäßig erzielt wurde, weil der Puck von einem
Schiedsrichter direkt oder indirekt ins Tor abgelenkt wurde, muss der Einwurf
am Endanspielpunkt in der Verteidigungszone erfolgen.
- Wenn das Spiel wegen eines in den Regeln nicht näher bezeichneten Grundes
unterbrochen wurde, ist der Einwurf dort vorzunehmen, wo die Unterbrechung
verursacht wurde.
- Der Spielbeginn darf nicht durch Pfeifsignal des Schiedsrichters angezeigt
werden. Die Spielzeit beginnt in dem Augenblick, in dem der Puck eingeworfen
wird, und sie endet mit dem Pfeifsignal.
- Wenn nach einer Spielunterbrechung ein oder beide nahe der blauen
Angriffslinie spielende/r Verteidiger oder von der Spielerbank der
angreifenden Mannschaft kommender Spieler sich über die angedachte Linie der
Endanspielkreise begeben sollte/n, erfolgt der Einwurf am nächstgelegenen
Anspielpunkt in der neutralen Zone nahe der blauen Linie der verteidigenden
Mannschaft.
Regel 611 - Fallen auf den Puck
Rule 611 - Falling on the Puck
- Eine kleine Strafe muss gegen jeden Spieler, Torhüter ausgenommen,
ausgesprochen werden, der absichtlich auf den Puck fällt oder den Puck an
seinen Körper hält oder zieht.
Note: Ein Spieler, der auf die
Knie fällt, um einen Schuss abprallen zu lassen, darf nicht bestraft werden,
wenn der Puck unter ihn geschossen wird oder in seiner Kleidung oder
Ausrüstung steckenbleibt; andererseits muss der Spieler sofort bestraft
werden, wenn er die Hände einsetzt, um den Puck unspielbar zu machen.
- Eine kleine Strafe muss gegen jeden Torhüter verhängt werden, der
absichtlich auf den Puck fällt oder den Puck an seinen Körper hält oder zieht,
oder den Puck gegen einen Teil des Tores oder gegen die Banden hält oder legt,
wenn der Puck hinter der Torlinie ist und sich der Körper des Torhüters
vollständig außerhalb der Grenze seines Torraumes befindet, bzw. er auf den
Puck fällt oder den Puck an seinen Körper zieht, während sich der Puck über
den beiden Linien an jeder Seite der Endanspielpunkte befindet.
- Kein verteidigender Spieler, Torhüter ausgenommen, ist berechtigt, auf den
Puck zu fallen, den Puck zu halten oder den Puck an seinen Körper oder mit den
Händen zu halten, wenn der Puck sich innerhalb des Torraumes befindet. Bei
Verletzung dieser Regel muss das Spiel sofort unterbrochen und ein Strafschuss
gegen die schuldige Mannschaft verhängt werden, es ist jedoch keine weitere
Strafe auszusprechen.
Wenn der Torhüter vom Spielfeld entfernt wurde,
muss der Schiedsrichter der schuldlosen Mannschaft sofort ein Tor
zuerkennen.
Note: Diese Regel ist so auszulegen, dass ein
Strafschuss nur dann ausgesprochen wird, wenn sich der Puck zur Zeit des
Verstoßes im Torraum befindet. Befindet sich der Puck jedoch außerhalb des
Torraumes, findet die Regel 611 a) Anwendung und es muss eine kleine Strafe
ausgesprochen werden, obwohl ein Strafschuss verhängt wurde.
Regel 612 - Faustschläge oder übertriebene Härte
Rule 612 - Fisticuffs or Roughing
- Eine Matchstrafe muss gegen jeden Spieler verhängt werden, der anfängt,
Faustschläge auszuteilen.
- Ein e kleine Strafe muss gegen jeden Spieler verhängt werden, der sich mit
einem Schlag oder versuchten Schlag rächt, nachdem er geschlagen wurde. Es
liegt jedoch im Ermessen des Schiedsrichters eine doppelte kleine Strafe, eine
große Strafe oder eine Matchstrafe zu verhängen, wenn ein solcher Spieler den
Streit fortsetzt.
Note 1: Mit dieser Regel soll bezweckt werden,
dass der Schiedsrichter die Matchstrafe in all jenen Fällen verhängt, in denen
der Anstifter der Schlägerei oder der Spieler, der dabei Vergeltung übt, auch
der Angreifer ist.
Note 2: Dem Schiedsrichter wird bei der
Bemessung der unter diese Regel fallenden Strafen sehr große Freiheit gewährt.
Dies geschieht mit Absicht, um ihm die Möglichkeit zu geben, einen Unterschied
zwischen den Verantwortlichkeiten der einzelnen Beteiligten, sowohl beim
Beginn der Schlägerei, als auch bei deren Fortgang zu machen. Der
Schiedsrichter muss hierbei von seiner Entscheidungsfreiheit Gebrauch
machen.
- Es liegt im Ermessen des Schiedsrichters, eine kleine oder doppelte kleine
oder eine große Strafe gegen einen Spieler zu verhängen, den er für schuldig
hält, unnötig hart zu spielen.
Wurde nach dieser Regel eine große Strafe
verhängt, ist automatisch zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zu
verhängen.
- Eine Disziplinarstrafe oder Spieldauer-Disziplinarstrafe ist gegen jeden
Spieler zu verhängen, der an einer Schlägerei außerhalb des Spielfeldes
teilnimmt. Wenn sich ein Spieler auf dem Spielfeld und ein andere Spieler
außerhalb davon befindet, sind für die Anwendung der obigen Regelabschnitte a)
und b) beide Spieler als "auf dem Spielfeld" zu betrachten.
- Eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ist gegen jeden Spieler oder Torhüter,
der sich als erster in einen im Gange befindlichen Streit einmischt, zu
verhängen. Diese wird zusätzlich zu jeder anderen Strafe ausgesprochen, die
bei dem gleichen Vorfall verhängt wird.
Note: Bei der Anwendung
dieser Regel kann es sich nur dann um einen heftigen Streit handeln, wenn
mindestens eine kleine oder große Strafe verhängt worden ist. Die Festsetzung
einer Strafe begründet jedoch nicht ohne weiteres das Vorliegen eines
"heftigen Streites"; dies zu entscheiden liegt vielmehr im Ermessen des
Schiedsrichters.
- Gegen jeden Spieler, der in einer Rauferei oder Auseinandersetzung
absichtlich seine(n) Handschuh(e) auszieht, muss eine Disziplinarstrafe
verhängt werden, sofern nicht bereits eine Spieldauer-Disziplinarstrafe oder
eine Matchstrafe gegen ihn ausgesprochen wurde.
Regle 613 - Torschützen und Mithelfer
Rule - 613 - Goal and Assist
Note: Es ist in der Verantwortung des Schiedsrichters, Torschützen und
Mithelfer anzuerkennen (hiervon ausgenommen sind die IIHF-Meisterschaften der
Gruppe A) und seine Entscheidung ist in diesem Fall endgültig. Derartige
Entscheidungen sind genauestens entsprechend den Bestimmungen dieser Regel zu
treffen oder zu versagen. Daher ist es wichtig, dass der Schiedsrichter mit
allen Einzelheiten dieser Regel gründlich vertraut ist, dass er aufmerksam alle
Vorgänge beobachtet, die eine Entscheidung berühren können, und dass vor allem
die Anerkennung völlig unparteiisch getroffen oder versagt werden
muss. Sollte sich bei der Bekanntgabe eines Tores oder der Anerkennung eines
Mithelfers nachträglich ein offensichtlicher Irrtum herausstellen, ist er
unverzüglich richtig zu stellen, doch sind im offiziellen Torschützenregister
keine Änderungen vorzunehmen, nachdem der Schiedsrichter den offiziellen
Spielbericht unterzeichnet hat.
- Ein Tor ist gültig erzielt, wenn der Puck durch einen Spieler der
angreifenden Mannschaft mit dem Stock von vorne zwischen den beiden Torpfosten
und unter dem Querbalken hindurch vollkommen über die Torlinie gebracht
wird.
- Ein Tor ist gültig erzielt, wenn der Puck von einem Spieler der
verteidigenden Mannschaft kommend auf irgendeine Weise ins Tor eindringt. Der
Spieler der angreifenden Mannschaft, der als letzter den Puck gespielt hat,
gilt als Torschütze; jedoch wird kein Mithelfer anerkannt.
- Wenn ein angreifender Spieler den Puck kickt und dieser durch einen
Spieler oder Torhüter ins Tor abgelenkt wird, darf das Tor nicht anerkannt
werden. Ein Tor wird anerkannt, wenn der Puck direkt vom Schlittschuh eines
angreifenden oder verteidigenden Spielers abprallt und in das Tor gelangt.
- Wenn der Puck, nachdem er von einem angreifenden Spieler geschossen wurde,
durch Berühren irgendeines Körperteiles eines Mitspielers der angreifenden
Mannschaft ins Tor abgelenkt wurde, ist das Tor anzuerkennen. Der Spieler, von
dem der Puck abgelenkt wurde, gilt als Torschütze. Das Tor ist nicht gültig,
wenn der Puck ins Tor gekickt, geworfen oder auf irgendeine andere Weise als
mit dem Stock absichtlich ins Tor gelenkt wurde.
- Ein Tor ist nicht gültig, wenn der Puck von einem Offiziellen direkt ins
Tor abgelenkt wurde.
- Falls ein Spieler rechtmäßig einen Puck in den Torraum der gegnerischen
Mannschaft befördert und dann den Puck verloren hat, dieser aber von einem
Mitspieler der angreifenden Mannschaft aufgenommen werden konnte, ist ein auf
diese Weise erzieltes Tor gültig.
- Falls sich der Puck nicht im Torraum befindet, darf ein Spieler der
angreifenden Mannschaft nicht auf der Torraumlinie oder im Torraum stehen oder
seinen Stock im Torraum halten. Falls der Puck unter solchen Umständen ins Tor
eindringt (ausgenommen Absatz h) dieser Regel), wird kein Tor anerkannt, und
der Puck muss in der neutralen Zone an jenem Anspielpunkt, welcher der
Angriffszone der schuldigen Mannschaft am nächsten liegt, eingeworfen
werden.
- Wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft körperlich von einem
verteidigenden Spieler derart behindert wird, dass er sich im Torraum
befindet, und der Puck gelangt ins Tore, während der behinderte Spieler noch
im Torraum ist, gilt das Tor, es sei denn, der betreffende Spieler hatte nach
Ansicht des Schiedsrichters genügend Zeit, um den Torraum zu verlassen, blieb
aber aus eigenem Antrieb dort.
- Kein Tor wurde geschossen, wenn ein angreifender Spieler den Puck mit dem
Fuß oder mit der Hand geschlagen hat bzw. der Puck von einem Spieler,
Torhüter, Schieds- bzw. Linienrichter oder einem Stock abgeprallt ist, darf
nicht anerkannt werden. Es kann kein Tor geschossen werden, wenn zum
Zeitpunkt, als der Puck ins Tor traf oder die Torlinie überquerte, das Tor aus
seiner Verankerung gehoben wurde und/oder das untere Ende des Tores nicht
völlig flach auf dem Eis aufgelegen ist.
Note: Wenn ein Tor
erzielt wurde und der darauffolgende Einwurf ausgeführt ist, kann das Tor
nicht mehr aberkannt werden.
- Ein Tor muss dem Spieler gutgeschrieben werden, der den Puck in das
gegnerische Tor hinein gespielt hat. Jedes Tor gilt als ein Punkt im
Torschützenregister.
- Wenn ein Spieler ein Tor erzielt, kann der Spieler oder können die
Spieler, der (die) unmittelbar vor Erzielung des Tores an der Spielphase
teilgenommen hatte(n), als Mithelfer anerkannt werden. Es können jedoch nie
mehr als zwei Mithelfer pro erzieltem Tor bezeichnet werden. Es können jedoch
nie mehr als zwei Mithelfer pro erzieltem Tor bezeichnet werden. Jedem
Mithelfer wird dann ein Punkt im Torschützenregister eingetragen. Nur ein
Mithelfer wird nach einem Tor anerkannt, das aufgrund eines Abprallers vom
Torhüter erzielt wurde.
- Pro Tor kann einem Spieler nur ein Punkt gutgeschrieben werden.
- Wird ein Tor von einem Spieler, der im offiziellen Spielbericht nicht
aufgeführt ist, erzielt oder wird ein solcher Spieler als Mithelfer
bezeichnet, darf dieses Tor nicht anerkannt werden. Der Spieler ist vom Spiel
auszuschließen. Es wird jedoch keine Strafe verhängt.
- Wo die Einrichtungen hierfür vorhanden sind, kann Video-Replay verwendet
werden, um festzustellen, ob ein Tor gültig ist oder nicht. Es liegt im
Ermessen des Schiedsrichters, Video-Replay zur Beurteilung zu Hilfe zu
nehmen.
Regel 614 - Spielen des Pucks mit der Hand
Rule 614 - Handling the Puck with the Hands
- Kein Spieler (Torhüter ausgenommen) darf den Puck in die Hand
einschließen.
- Ein Torhüter darf nicht:
1. den Puck länger als drei (3) Sekunden in
der Hand (in den Händen) halten oder so fixieren, dass der Schiedsrichter das
Spiel unterbrechen muss, oder 2. den Puck vorwärts gegen das gegnerische
Tor werden und der Puck wird von einem Mitspieler gespielt oder 3.
absichtlich den Puck im Beinschützer verschwinden lassen oder auf das Tornetz
befördern.
Note: Diese Regel dient dazu, das Spiel in Fluss zu
halten. Jede Handlung eines Torhüters, die eine unnötige Spielunterbrechung
hervorruft, muss bestraft werden.
- Bei Verletzung dieser Regel wird gegen den schuldigen Spieler eine kleine
Strafe verhängt.
- Kein verteidigender Spieler, Torhüter ausgenommen, darf den Puck mit den
Händen vom Eis aufheben. Bei Verletzung dieser Regel muss gegen den Spieler
eine kleine Strafe verhängt werden. Wenn sich der Puck jedoch bei diesem
Vergehen im Torraum befand, muss der gegnerischen Mannschaft unverzüglich ein
Strafschuss zugesprochen werden.
- Ein Spieler darf den Puck in der Luft mit der offenen Hand anhalten oder
schlagen oder ihn auf dem Eis mit der Hand schieben, ohne dass das Spiel
unterbrochen wird, es sei denn, der betreffende Spieler hat nach Ansicht des
Schiedsrichters den Puck absichtlich einem Mitspieler in der neutralen oder
Angriffszone zugespielt. In diesem Fall ist das Spiel zu unterbrechen, und der
Einwurf erfolgt am Ort des Vergehens. Wenn dieser Regelverstoß in der
Angriffszone begangen wurde, muss der Einwurf am nächst gelegenen Punkt in der
neutralen Zone erfolgen. Wegen eines Handpasses durch einen Spieler in seiner
eigenen Verteidigungszone wird das Spiel nicht unterbrochen, sofern der
Handpass bereits vollendet ist, bevor der Spieler die Zone
verlässt.
Note: Diese Regel dient dazu, ein kontinuierliches
Spiel sicherzustellen, und der Schiedsrichter sollte das Spiel nicht
unterbrechen, wenn er nicht davon überzeugt ist, dass das Zuspielen des Pucks
zu einem Mitspieler tatsächlich mit Absicht geschah.
Der Einwurf findet
an jenem Punkt statt, welcher der Mannschaft, die den Regelverstoß begangen
hat, den geringsten Vorteil bietet. Ein Tor ist ungültig, wenn der Puck
vorn einem Angreifer mit der Hand geschlagen wurde und von irgendeinem
Spieler, Torhüter bzw. Schieds- oder Linienrichter ins Tor abgeprallt
ist.
Regel 615 - Hoher Stock
Rule 615 - High Sticks
- Es ist verboten, den Stock über die normale Schulterhöhe zu halten, und es
liegt im Ermessen des Schiedsrichters, gegen jeden Spieler, der gegen diese
Regel verstößt, eine kleine oder eine große Strafe zu verhängen. Jedesmal wenn
nach dieser Regel eine große Strafe ausgesprochen wird, ist zusätzlich eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen den schuldigen Spieler zu verhängen.
- Kein Tor kann geschossen werden, wenn ein angreifender Spieler den Puck
mit dem über der Höhe der Querstange gehaltenen Stock berührt hat. Der Einwurf
muss an einem der Endanspielpunkte jeder Mannschaft, welche die Übertretung
mit dem Stock begangen hat, erfolgen. Wurde ein Tor von einem Spieler der
verteidigenden Mannschaft durch einen auf eine solche Weise gehaltenen Stock
geschossen, gilt das Tor.
- Wenn ein Spieler seinen Stock oder einen Teil desselben über Schulterhöhe
führt oder hält und dadurch ein Gegner verletzt wird, muss der Schiedsrichter
gegen den schuldigen Spieler unbedingt eine große Strafe und zusätzlich eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängen.
Sollte jedoch eine solche Aktion
mit hohem Stock, durch welche die Verletzung verursacht wurde, als zufällig
passiert erachtet werden, ist nur eine doppelte kleine Strafe zu
verhängen.
- Das Schlagen des Pucks mit dem Stock über der normalen Schulterhöhe ist
verboten, und falls dies geschieht, ist das Spiel zu unterbrechen. Der
nachfolgende Einwurf ist an einem der Endanspielpunkte neben dem Tor der
schuldigen Mannschaft vorzunehmen, ausgenommen:
1. der Puck wurde einem
Gegner zugeschlagen - in diesem Fall wird das Spiel fortgesetzt, oder 2.
ein Spieler der verteidigenden Mannschaft hat den Puck in sein eigenes Tor
geschlagen - in diesem Fall gilt das Tor.
Note: Schlägt ein
Spieler den Puck einem Gegner wie in Ziffer 1 erläutert zu, muss der
Schiedsrichter sofort das Zeichen "kein Fehler" (Abwinken) geben. Andernfalls
hat er das Spiel zu unterbrechen.
Regel 616 - Halten eines Gegners
Rule 616 - Holding an Opponent
- Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der einen Gegner
mit den Händen, mit dem Stock oder auf irgendeine Weise festhält.
- Eine kleine oder große Strafe und zusätzlich eine Disziplinarstrafe ist
gegen jeden Spieler zu verhängen, der seinen Gegner in die Gesichtsmaske
greift, an dieser zieht oder die Haare eines Gegenspielers reißt.
- Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der den Stock
eines Gegners mit der Hand oder auf eine andere Weise festhält. Die Strafe
wird durch "Halten des gegnerischen Stockes" angekündigt.
Regel 617 - Mit dem Stock haken
Rule 617 - Hooking
- Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der das
Vorwärtskommen eines Gegners durch Haken mit seinem Stock unterbindet oder zu
unterbinden sucht.
- Eine Große Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der einen Gegner
durch Haken mit dem Stock verletzt.
- Wenn ein Spieler, der den Puck außerhalb seiner eigenen Verteidigungszone
führt und keinen Gegner als den Torhüter zu passieren hat, mit dem Stock
gehakt oder an ihm auf andere Weise von hinten ein Foul verübt wird, wodurch
er an einer aussichtsreichen Torchance gehindert wird, muss der schuldlosen
Mannschaft ein Strafschuss zugesprochen werden. Der Schiedsrichter darf jedoch
das Spiel erst unterbrechen, nachdem die angreifende Mannschaft den Puck an
die verteidigende Mannschaft verloren hat.
Note: Diese Regel
dient dazu, eine aussichtsreiche Torchance wiederherzustellen, die durch ein
Foul von hinten verlorenging. Unter "Führen des Pucks" versteht man das
Vorwärtsbewegen des Pucks mit dem Stock. Wenn der Puck beim Vorwärtsbewegen
von einem anderen Spieler oder dessen Ausrüstung berührt wird, das Tor
erreicht oder sonstwie außer Kontrolle gerät, gilt der Spieler nicht mehr als
Puckführender.
- Wenn, nachdem der gegnerische Torhüter vom Eis genommen wurde, ein
Spieler, der den Puck außerhalb seiner eigenen Verteidigungszone führt, mit
dem Stock gehakt oder an ihm ein anderes Foul verübt wird, wobei dieser
zwischen sich und dem gegnerischen Tor keinen Gegenspieler hat und ihm dadurch
eine aussichtsreiche Torchance verlorengeht, muss der Schiedsrichter sofort
das Spiel unterbrechen und der angreifenden Mannschaft ein Tor
zuerkennen.
Note: In Übereinstimmung mit der Regel 617 c) und d) ist die genaue
Position des Pucks maßgebend.
Der Puck muss sich komplett außerhalb der blauen Linie der Verteidigungszone
befinden, um auf einen Strafschuss c) oder auf ein zugesprochenes Tor d) zu
entscheiden.
Regel 618 - Unerlaubter Weitschuss des Pucks
Rule 618 - Icing the Puck
- Für die Anwendung dieser Regel wird die Eisfläche durch die Mittellinie in
zwei Hälften geteilt. Wenn ein Spieler einer Mannschaft, welche die gleiche
zahlenmäßige Spielstärke hat oder zahlenmäßig stärker als die gegnerische
Mannschaft ist, den Puck aus seiner eigenen Spielhälfte über die Torlinie der
gegnerischen Mannschaft hinausschiebt, schlägt oder ablenkt, muss das Spiel
unterbrochen und der Puck am dem der letzten Berührung am nächstgelegenen
Endanspielpunkt der schuldigen Mannschaft eingeworfen werden, es sei denn, der
Puck dringt in das Tor der gegnerischen Mannschaft ein - in diesem Fall gilt
das Tor.
Für die Anwendung dieser Regel ist der Punkt der letzten
Berührung mit dem Puck durch die sich im Besitz des Pucks befindliche
Mannschaft maßgeblich für die Feststellung, ob ein unerlaubter Weitschuss
vorliegt oder nicht.
Note 1: Wenn während der Dauer einer
angezeigten Strafe (delayed whistle), verschuldet durch ein Foul eines
Spielers der Mannschaft, die nicht im Besitz des Pucks ist, die Mannschaft,
die im Puckbesitz ist, einen unerlaubten Weitschuss durchführt, findet der
Einwurf nach Spielunterbrechung in der neutralen Zone nahe der blauen
Verteidigungslinie jener Mannschaft, die den unerlaubten Weitschuss
durchgeführt hat, statt.
Note 2: Falls eine Mannschaft wegen
einer Strafe in der Minderheit und die Strafe beinahe abgelaufen ist, ist kein
"unerlaubter Weitschuss" anzuzeigen, wenn die Mannschaft zum Zeitpunkt, wo der
Puck geschossen wurde, sich unter der zahlenmäßigen Stärke der gegnerischen
Mannschaft befunden hat. Durch das Verbleiben des bestraften Spielers auf der
Strafbank ändert sich nichts an der Regelung.
Note 3: Wenn der
Puck geschossen wird und vom Körper oder Stock eines gegnerischen Spielers in
seine eigene Spielhälfte zurückprallt und dabei die Torlinie des Spielers, der
den Schuss ausführt, überschreitet, kann dies nicht als "unerlaubter
Weitschuss" bezeichnet werden.
Note 4: Ungeachtet der
Bestimmungen dieses Abschnitts bezüglich des Schlagens des Pucks im Hinblick
auf die Regel "unerlaubter Weitschuss" finden die Bestimmungen des letzten
Absatzes von Regel 614 e) - Spielen des Pucks mit der Hand - Anwendung, und es
kann kein Tor anerkannt werden, wenn der Puck mit der Hand in das gegnerische
Tor geschlagen wird.
Note 5: Wenn der Linienrichter ein Abseits
beobachtet hat, bei dem nicht sofort gepfiffen wurde, ein Gegner den Puck
abfängt und über die gegnerische Torlinie in einer Weise schiesst oder
schlägt, die einen "unerlaubten Weitschuss" darstellt, ist das beobachtete
"Abseits", bei dem der Linienrichter nicht sofort gepfiffen hat, in dem
Augenblick aufgehoben, in dem der Puck die blaue Linie überschreitet, und es
muss auf die übliche Weise unerlaubter Weitschuss angezeigt werden.
- Wird der Puck von einem Spieler geschossen, dessen Mannschaft der
gegnerischen Mannschaft zahlenmäßig unterlegen ist, muss das Spiel fortgesetzt
werden und "unerlaubter Weitschuss" wird nicht angezeigt.
- Wenn jedoch der Puck über die Torlinie in der gegnerischen Spielhälfte
direkt von einem der Spieler ausgeht, der an einem Einwurf teilnimmt, gilt
dies nicht als Verstoß gegen diese Regel.
- Wenn nach Ansicht des Linienrichters ein Spieler der gegnerischen
Mannschaft (Torhüter ausgenommen) in der Lage wäre, den Puck zu spielen, bevor
dieser seine Torlinie passiert, dies jedoch nicht tut, wird kein unerlaubter
Weitschuss angezeigt, und das Spiel geht ohne Unterbrechung
wieter.
Note: Dieser Abschnitt dient dazu, den kontinuierlichen
Spielablauf durchzusetzen, und sowohl der Schiedsrichter als auch die
Linienrichter müssen diese Bestimmungen so auslegen und anwenden, damit dieses
Ziel erreicht wird.
- Wenn der Puck einen Spieler der gegnerischen Mannschaft am Körper, an den
Schlittschuhen oder am Stock berührt oder wenn der Puck vor Erreichen der
Torlinie einen Teil des Torraumes durchquert oder vor Überschreiten der
Torlinie den Torhüter, dessen Schlittschuhe oder dessen Stock berührt, kann
dies nicht als "unerlaubter Weitschuss" betrachtet werden, und das Spiel geht
ohne Unterbrechung weiter.
- Sollte der Linienrichter irrtümlich einen Verstoß wegen "unerlaubten
Weitschusses des Pucks" (ungeachtet dessen, ob eine der Mannschaften in der
Minderheit ist) angezeigt haben, muss der Puck am Anspielpunkt in der Mitte
des Spielfeldes eingeworfen werden.
Rege 619 - Behinderung
Rule 619 - Interference
- Eine kleine Strafe muss gegen jeden Spieler verhängt werden, der das
Vorwärtskommen eines Gegners, der sich nicht im Besitz des Pucks befindet,
behindert oder unterbindet, dem Gegner absichtlich den Stock aus der Hand
schlägt oder der einen Spieler, der seinen Stock oder einen sonstigen
Ausrüstungsgegenstand fallen gelassen hat, daran hindert, diesen wieder
aufzunehmen, oder der etwaige liegen gelassene oder zerbrochene Stöcke, einen
regelwidrigen Puck oder sonstige Gegenstände auf einen gegnerischen Spieler,
der den Puck führt, wirft oder ihm auf eine Weise, die ihn ablenken könnte,
zuwirft. (Vergleiche auch Regel 633 a) - Stockwurf.)
Note 1: Der
Spieler, der zuletzt den Puck berührt hat (der Torhüter ausgenommen) gilt als
der Spieler im Besitz des Pucks. Bei der Auslegung dieser Regel muss sich der
Schiedsrichter darüber im klaren sein, welcher der Spieler die Behinderung
verursacht. Oft wird die Behinderung durch die Handlung und die Bewegung
des angreifenden Spielers verursacht, da die verteidigenden Spieler das Recht
haben, ihren "Platz zu halten" bzw. die angreifenden Spieler zu
"beschatten". Spielern jener Mannschaft, die sich im Besitz des Pucks
befindet, ist es nicht erlaubt, absichtlich eine Behinderung zugunsten des
Puckführenden herbeizuführen. Note 2: Die Schiedsrichter werden auf
die folgenden drei Arten offensiver Behinderung speziell hingewiesen, die
bestraft werden müssen: 1. Wenn die verteidigende Mannschaft in ihrer
Endzone in den Besitz des Pucks gelangt, und dadurch die anderen Spieler
dieser Mannschaft eine Behinderung zugunsten des Puckführenden herbeiführen,
indem sie eine Art Schutzschirm gegen die angreifenden Spieler (Forecheckers)
bilden. 2. Wenn ein am Anspiel teilnehmender Spieler seinen Gegner nach dem
Einwurf behindert, wobei der Gegner nicht im Besitz des Pucks ist. 3. Wenn
der Puckführende sich den Puck vorlegt "Drop pass" und nachfolgt, wobei ein
Körperkontakt mit einem gegnerischen Spieler entsteht. Defensive
Behinderung bezieht sich auf Körperkontakt mit einem gegnerischen Spieler, der
nicht im Besitz des Pucks ist.
- Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen, der von der
Spielerbank oder der Strafbank aus mit seinem Stock oder während des Spieles
mit dem Körper die Bewegungen des Pucks oder eines Gegners auf dem Spielfeld
behindert.
- Wenn ein angreifender Spieler absichtlich im Torraum steht, muss der
Schiedsrichter das Spiel unterbrechen, und der darauffolgende Einwurf findet
in der neutralen Zone statt. Eine kleine Strafe ist gegen jeden Spieler zu
verhängen, der mit dem Stock oder mit dem Körper die Bewegungen eines
Torhüters in dessen Torraum behindert oder unterbindet.
- Wenn der Torhüter bereits von der Eisfläche genommen wurde und irgendein
Spieler (einschließlich Torhüter) bzw. Mannschaftsoffizieller seiner
Mannschaft sich regelwidrig auf der Eisfläche befindet und mit dem Körper bzw.
mit dem Stock oder einem sonstigen Gegenstand die Bewegungen des Pucks oder
eines gegnerischen Spielers auf der Eisfläche behindert, muss der
Schiedsrichter unverzüglich der schuldlosen Mannschaft ein Tor
zuerkennen.
Regel 620 - Behinderung durch Zuschauer
Rule 620 - Interference by Spectators
- Für den Fall, dass ein Spieler durch einen Zuschauer festgehalten oder
behindert wird, muss der Schiedsrichter oder Linienrichter das Spiel anhalten.
Wenn sich die Mannschaft des behinderten Spielers zu diesem Zeitpunkt im
Besitz des Pucks befindet, muss vor einer Spielunterbrechung die Spielphase
beendet werden. Der Puck ist an jener Stelle, wo die Unterbrechung erfolgte,
einzuwerfen.
Note: Zwecks Ergreifung von Disziplinarmaßnahmen
muss der Schiedsrichter alle Fälle, in denen ein Spieler in eine Streitigkeit
mit einem Zuschauer hineingezogen wurde, den zuständigen Verbandsstellen
melden.
- Gegen jeden Spieler, der mit einem Zuschauer Körperkontakt hat, ist nach
dem Ermessen des Schiedsrichters eine schwere Disziplinarstrafe zu verhänge.
Alle derartigen Verstöße müssen vom Schiedsrichter den zuständigen
Verbandsstellen rapportiert werden.
- Für den Fall, dass Gegenstände auf das Spielfeld geworfen werden, die den
Spielfortgang behindern, muss der Schiedsrichter das Spiel anhalten und den
Einwurf dort vornehmen, wo die Unterbrechung stattgefunden hat.
Regel 621 - Treten eines Spielers
Rule 621 - Kicking a Player
Eine Matchstrafe muss gegen jeden Spieler verhängt werden, der einen anderen
Spieler tritt oder zu treten versucht.
Regel 622 - Kicken des Pucks
Rule 622 - Kicking the Puck
Das Kicken des Pucks ist in allen Zonen erlaubt, jedoch kann durch einen
direkten Kick eines Angreifers kein Tor erzielt werden. Wenn ein angreifender
Spieler den Puck kickt und dieser dadurch vom Stock eines Spielers, vom Torhüter
oder vom Schiedsrichter ins Tor abgelenkt wird, darf das Tor nicht anerkannt
werden.
Regel 623 - Verlassen der Spieler- oder Strafbank
Rule 623 - Leaving the Players’ or Penalty Bench
- Während einer Auseinandersetzung auf dem Spielfeld darf kein Spieler zu
irgendeinem Zeitpunkt die Spielerbank oder die Strafbank verlassen. Ein vor
der Auseinandersetzung erfolgtes Auswechseln von Spielern kann gestattet
werden, vorausgesetzt, dass die Ersatzspieler sich nicht an der
Auseinandersetzung beteiligen.
- Gegen den ersten Spieler, der die Spielerbank oder die Strafbank während
einer Auseinandersetzung verlässt, ist eine doppelte kleine Strafe und eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe zu verhängen. Wenn Spieler beider Mannschaften
ihre Bänke gleichzeitig verlassen, muss der erste erkennbare Spieler jeder
Mannschaft nach dieser Regel bestraft werden.
- Gegen alle anderen Spieler (soweit sie nicht nach Absatz b) oben bestraft
wurden), die während einer Auseinandersetzung die Spielerbank verlassen, muss
nach dem Ermessen des Schiedsrichters eine Disziplinarstrafe verhängt werden,
und zwar bis zu höchstens fünf Disziplinarstrafen pro Mannschaft.
- Gegen alle Spieler (soweit sie nicht unter b) oben fallen), welche die
Spielerbank verlassen und gegen die für ihre Handlungen eine kleine, große
oder Disziplinarstrafe ausgesprochen wurde, muss automatisch eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängt werden.
Note 1: Jede unter
b) oder d) oben erhängte Spieldauer-Disziplinarstrafe muss als Teil von
"höchstens fünf" unter c) angesehen werden.
Note 2: Um nach
dieser Regel zu bestimmen, welcher Spieler während einer Auseinandersetzung
als erster seine Spielerbank verlassen hatte, kann der Schiedsrichter diese
Frage zunächst mit dem Linienrichter oder mit Offiziellen am Tisch
besprechen.
- Außer am Ende jedes Spieldrittels oder nach Ablauf einer Strafe kann kein
Spieler zu irgendeinem Zeitpunkt die Strafbank verlassen.
- Gegen einen bestraften Spieler, der die Strafbank verlässt, bevor seine
Strafzeit abgelaufen ist, unabhängig davon, ob das Spiel unterbrochen wurde
oder nicht, muss
1. eine kleine Strafe (außer Regel g) unten) zusätzlich zu
seiner noch laufenden Strafe verhängt werden. 2. Wenn der Regelverstoß sich
während einer Spielunterbrechung zugetragen und eine Auseinandersetzung
stattgefunden hat, muss zusätzlich zur kleinen Strafe eine
Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängt werden. 3. Wenn ein unter der obigen
Regel 623 b) bestrafter Spieler als erster von der Spielerbank oder von der
Strafbank kommt, wird nach Abschnitt f) (1. + 2. Absatz) keine weitere Strafe
verhängt.
- Wenn ein Spieler die Strafbank verlässt, bevor die Strafe voll verbüßt
ist, hat der Strafbankbetreuer den Zeitpunkt zu notieren und den
Schiedsrichter bei der ersten Spielunterbrechung zu verständigen. Wenn der
Spieler infolge eines Irrtums des Strafbankbetreuers vorzeitig auf das
Spielfeld zurückkehrt, wird keine zusätzliche Strafe gegen ihn verhängt,
jedoch muss er die Strafzeit, die zum Zeitpunkt, als er wieder ins Spiel
eintrat, noch offen war, voll verbüßen.
- Wenn ein Spieler aus eigenem Irrtum oder infolge eines Irrtums des
Strafbankbetreuers in das Spiel eintritt, ist jedes Tor, das von seiner
Mannschaft erzielt wurde, während er regelwidrig auf dem Spielfeld war,
ungültig. Alle Strafen, die gegen irgendeine Mannschaft verhängt wurden, sind
jedoch als reguläre Strafen zu verbüßen.
- Wenn ein Spieler, der im Besitz des Pucks ist, sich in einer Position
befindet, in der er keinen Gegner zwischen sich und dem gegnerischen Torhüter
hat, und durch einen Gegenspieler, der regelwidrig das Spielfeld betreten hat,
behindert wird, muss seiner Mannschaft ein Strafschuss zugesprochen
werden.
- Wenn, falls der gegnerische Torhüter vom Spielfeld genommen wurde, ein
Spieler der Mannschaft, die das unbesetzte Tor angreift, von einem Spieler,
der das Spielfeld regelwidrig betreten hat, behindert wird, muss der
Schiedsrichter unverzüglich der Schuldlosen Mannschaft ein Tor zuerkennen.
- Gegen jeden Mannschaftsoffiziellen, der sich ohne Erlaubnis des
Schiedsrichters in irgendeinem Spieldrittel auf das Spielfeld begibt, muss
eine Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängt werden.
Regel 624 - Abseits (Offsides)
Rule 624 - Off-Sides
- Spieler der angreifenden Mannschaft dürfen nicht vor dem Puck die
Angriffszone erreichen.
- Bei Verletzung dieser Regel muss das Spiel unterbrochen und ein Einwurf
durchgeführt werden. Wenn der Puck zum Zeitpunkt des Vergehens über die blaue
Linie geführt wurde, wird der Einwurf in der neutralen Zone durchgeführt, und
zwar an dem Anspielpunkt, der jener Stelle, wo der Puck die Linie überquerte,
am nächsten liegt. Handelte es sich aber um einen Pass oder einen Schuss über
die blaue Linie, wird der Einwurf an jener Stelle vorgenommen, von welcher der
Pass bzw. der Schuss ausging.
Note: Ein Spieler, der den Puck
unter Kontrolle hat und führt, darf die Linie vor dem Puck überschreiten; es
wird nicht auf abseits entschieden.
- Der entscheidenden Faktor für eine Abseitsentscheidung ist die Stellung
der Schlittschuhe des Spielers und nicht die des Stockes. Ein Spieler ist
abseits, wenn er die blaue Linie in der Angriffshälfte mit beiden
Schlittschuhen vollkommen überschritten hat.
Note 1: Ein Spieler
ist "diesseits", wenn einer seiner Schlittschuhe mit der blauen Linie Kontakt
hat oder er sich in dem Augenblick, in dem der Puck die Linie vollkommen
überschreitet, auf seiner eigenen Seite der Linie befindet, die Position des
Stockes ist nicht maßgebend.
Es muss festgestellt werden, dass die
Stellung der Schlittschuhe des Spielers entscheidet, ob sich der Spieler
diesseits oder abseits befindet. Die Frage des Abseits entsteht aber erst
dann, wenn der Puck die Linie vollkommen überschritten hat und in die
Angriffszone gelangt ist. In diesem Moment muss die Entscheidung getroffen
werden.
- Der Linienrichter zeigt ein "verzögertes Abseits" an, wenn sich ein oder
mehrere angreifende Spieler vor dem Puck in der Angriffszone befinden, in die
der Puck von einem Mitspieler geschossen, gepasst oder abgelenkt wurde, oder
wenn dieser von einem verteidigenden Spieler wieder in die Angriffszone
zurückprallt, jedoch ein verteidigender Spieler in der Lage ist, den Puck zu
spielen.
Der Linienrichter muss den Arm fallenlassen, um das
"Abseitsvergehen" zu annullieren und das Spiel weiter laufen zu lassen,
wenn:
1. die verteidigende Mannschaft den Puck in die neutrale Zone
passt oder führt
2. alle angreifenden Spieler in der Angriffszone (zum
Zeitpunkt, in dem der Puck die blaue Linie überquert) die Angriffszone
freimachen, indem sie die blaue Linie mit dem Schlittschuh
berühren.
Falls der Puck in Richtung des Tores geschossen wurde und der
Torhüter dadurch veranlasst ist, den Puck zu spielen, ist das Spiel sofort zu
unterbrechen und es wird auf Abseits entschieden. Sollte ein angreifender
Spieler den Puck berühren oder versuchen, einen freien Puck in Besitz zu
bekommen, während der Puck sich noch in der Angriffszone im Abseits befindet
oder den verteidigenden Puckführenden weiter in die Angriffszone zurückdrängt,
muss der Linienrichter das Spiel unterbrechen.
Note: Die
Angriffszone muss völlig frei sein von angreifenden Spielern, bevor ein
verzögertes Abseits aufgehoben werden kann, wenn sich der Puck noch in der
Angriffszone befindet.
- Wenn ein Spieler den Puck regelkonform in die eigene Verteidigungszone
führt oder passt, während sich ein Spieler der gegnerischen Mannschaft in
dieser Zone befindet, wird kein Abseits angezeigt und das Spiel geht weiter
(kein verzögertes Abseits).
- Wenn nach Absicht des Linienrichters ein Spieler absichtlich ein Abseits
verursacht hat, muss der Einwurf am Endanspielpunkt in der Verteidigungszone
der schuldigen Mannschaft erfolgen.
Note: Um ein absichtliches
Abseits handelt es sich, wenn dadurch eine Spielunterbrechung herbeigeführt
werden soll, aus welchem Grund auch immer, oder wenn ein Abseitspass erfolgt,
wo keine Möglichkeit mehr besteht, den Pass regelkonform zu spielen.
Regel 625 - Pass
Rule 625 - Passes
Der Puck darf von einem Spieler zu einem Mitspieler gepasst werden, der sich
irgendwo auf dem Eis befindet, vorausgesetzt, er befindet sich nicht in
Abseitsposition jenseits der blauen Linie.
Regel 626 - Puck außerhalb des Spielfeldes oder
unspielbar
Rule 626 - Puck out of Bounds or Unplayable
- Wenn der Puck das Spielfeld an einem Ende oder in einer Hälfte der
Eisfläche verlässt oder Hindernisse über der Spielfläche, ausgenommen Banden,
Glas oder Draht berührt, ist der Einwurf dort vorzunehmen, von wo der Puck
geschossen oder abgelenkt wurde, wenn nicht in diesen Regeln ausdrücklich
etwas anderes vorgeschrieben ist.
- Wenn sich der Puck auf der Außenseite eines Tores im Netzt verfängt und
dadurch nicht spielbar ist oder wenn er absichtlich oder sonstwie durch
gegnerische Spieler am Tor blockiert wird, muss der Schiedsrichter das Spiel
unterbrechen und den Puck am nächstgelegenen Endanspielpunkt einwerfen, sofern
die Spielunterbrechung nach Ansicht des Schiedsrichters nicht durch einen
Spieler der angreifenden Mannschaft verursacht wurde; in einem solchen Fall
findet der Einwurf in der neutralen Zone statt.
Note: Dies
betrifft auch die von einem Spieler der angreifenden Mannschaft verursachte
Spielunterbrechung, durch die der Puck gegen die Rückseite des Tores der
verteidigenden Mannschaft geschossen wird, ohne dass ein verteidigender
Spieler eingreift. Die verteidigenden Mannschaft und/oder die angreifende
Mannschaft kann den Puck jederzeit vom Netz weg spielen. Sollte jedoch der
Puck länger als drei Sekunden auf dem Netz liegenbleiben, ist das Spiel zu
unterbrechen und der Einwurf erfolgt am nächstgelegenen Endanspielpunkt in der
betreffenden Zone, ausgenommen, wenn die Unterbrechung durch die angreifende
Mannschaft verursacht wurde; in einem solchen Fall ist der Einwurf in der
neutralen Zone vorzunehmen.
- Ein kleine Strafe muss gegen einen Torhüter verhängt werden, der den Puck
absichtlich auf das Tornetz befördert, um eine Spielunterbrechung
herbeizuführen.
- Wenn der Puck auf den das Spielfeld umgebenden Banden liegen bleibt, gilt
der Puck als noch im Spiel befindlich, und er kann regelgerecht mit der Hand
oder mit dem Stock gespielt werden.
Regel 627 - Puck außer Sicht und regelwidriger Puck
Rule 627 - Puck Out of Sight and illegal Puck
- Bei einem Handgemenge oder wenn ein Spieler versehentlich auf den Puck
fällt und der Puck somit für den Schiedsrichter außer Sicht ist, muss das
Spiel sofort angehalten werden. Der Einwurf ist dort vorzunehmen, wo das Spiel
unterbrochen wurde, außer die Regeln sehen etwas anderes vor.
- Wenn zu irgendeinem Zeitpunkt während des Spielverlaufs außer dem
regelgerechten Puck ein weiterer Puck auf dem Spielfeld erscheint, ist das
Spiel nicht zu unterbrechen, sondern es ist mit dem regelgerechten Puck so
lange weiter zu spielen, bis die Spielphase beendet ist.
Regel 628 - Berühren eines Schiedsrichters durch den
Puck
Rule 628 - Puck Striking Official
Das Spiel ist nicht zu unterbrechen, wenn der Puck irgendwo auf dem Spielfeld
einen Schiedsrichter oder Linienrichter berührt, unabhängig davon, ob eine
Mannschaft in der Minderheit ist oder nicht, ausgenommen, wenn der auf eine
solche Weise abgelenkte Puck ins Tor geht. In diesem Fall findet ein Einwurf am
nächstgelegenen Endanspielpunkt statt.
Regel 629 - Spielverweigerung
Rule 629 - Refusing to Start Play
- Sollte sich, wenn beide Mannschaften auf dem Spielfeld sind, eine
Mannschaft aus irgendeinem Grund weigern zu spielen, obwohl sie vom
Schiedsrichter dazu aufgefordert wurde, muss der Schiedsrichter den Kapitän
darauf aufmerksam machen und der sich weigernden Mannschaft 30 Sekunden
gewähren, um das Spiel innerhalb dieser Zeitspanne zu beginnen bzw. weiter zu
spielen. Wenn sich die Mannschaft nach Ablauf dieser Frist immer noch weigert
zu spielen, muss der Schiedsrichter gegen die schuldige Mannschaft eine kleine
Bankstrafe verhängen, und der Vorfall ist den zuständigen Verbandsstellen zur
weiteren Behandlung zu melden. Fall sich der gleiche Vorfall wiederholt, hat
der Schiedsrichter keine andere Möglichkeit, als das Spiel für die schuldlose
Mannschaft als gewonnen zu erklären, und der Vorfall ist den zuständigen
Verbandsstellen zur weiteren Behandlung zu melden.
- Wenn eine Mannschaft nach erfolgter Aufforderung des Schiedsrichter an
ihren Kapitän, Mannschaftsleiter oder Trainer es unterlässt, auf das Spielfeld
zu gehen und innerhalb von zwei Minuten das Spiel zu beginnen, gilt da Spiel
für die betreffende Mannschaft als verloren, und der Vorfall ist den
zuständigen Verbandsstellen zur weiteren Behandlung zu melden.
Sollte
die Mannschaft vor Ablauf der zwei Minuten das Spiel wieder aufnehmen, muss
gegen die schuldige Mannschaft ein kleine Bankstrafe verhängt.
Regel 630 - Grobes Schlagen mit dem Stock
Rule 630 - Slashing
- Nach dem Ermessen des Schiedsrichters muss gegen jeden Spieler, der das
Vorwärtskommen einen Gegners durch grobes Schlagen mit dem Stock unterbindet
oder zu unterbinden versucht, eine kleine oder große Strafe verhängt
werden.
- Gegen jeden Spieler, der einen Gegner durch grobes Schlagen mit dem Stock
verletzt, muss eine große Strafe verhängt werden.
Note: Die
Schiedsrichter müssen jeden Spieler, der seinen Stock gegen einen gegnerischen
Spieler (ob innerhalb oder außerhalb seiner Reichweite) schwingt, selbst ohne
ihn zu treffen, oder einen Spieler, der unter dem Vorwand, den Puck zu
spielen, einen Rundschlag gegen den Puck macht mit der Absicht, den Gegner
einzuschüchtern, mit der Begründung "grobes Schlagen mit dem Stock"
bestrafen.
- Gegen jeden Spieler, der im Verlauf einer Streiterei seinen Stock in
Richtung eines anderen Spielers schwingt, muss eine große Strafe oder eine
Matchstrafe verhängt werden.
Note: Der Schiedsrichter muss die in
den anderen Abschnitten dieser Regel vorgesehene normale angemessene Strafe
verhängen und außerdem den Vorfall unverzüglich den zuständigen
Verbandsstellen melden.
- Wird nach dieser Regel gegen einen Spieler eine große Strafe
ausgesprochen, muss zusätzlich automatisch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe
verhängt werden.
Regel 631 - Stockstich und Stockendenstoß
Rule 631 - Spearing or Butt Ending
- Gegen jeden Spieler, der versucht, einen Gegenspieler mit dem Stock zu
stechen oder mit dem Stockende zu stoßen, ist eine doppelte kleine Strafe und
zusätzlich eine Disziplinarstrafe zu verhängen.
Gegen jeden Spieler, der
einen Gegenspieler mit dem Stock sticht oder mit dem Stockende stößt, ist eine
große Strafe sowie zusätzlich eine Spieldauer-Disziplinarstrafe zu
verhängen. Note 1: Unter "Stockstich" versteht man das Stechen eines
Gegners mit der Spitze der Stockschaufel, gleichgültig, ob der Stock mit einer
Hand oder mit beiden Händen gehalten wird.
Note 2: Der Begriff
"versuchter Stockstich" schließt alle Fälle ein, in denen eine Gebärde des
Stechens gemacht wird, ohne dass dabei eine Berührung
erfolgt.
Note 3: Der Begriff "Stockendenstoß" schließt alle
Fälle ein, in denen mit dem Stockende eine Gebärde des Stoßens gemacht wird,
ohne dass dabei eine Berührung erfolgt.
-
Gegen jeden Spieler, der einen Gegenspieler durch einen Stockstich oder
Stockendenstoß verletzt, ist eine Matchstrafe zu verhängen.
Regel 632 – Beginn des Spieles und der einzelnen Spieldrittel
Rule 632
– Start of Game and Periods
-
Das Spiel muss zur festgesetzten Zeit durch einen Einwurf in der Mitte des
Spielfeldes begonnen werden und muss nach Ablauf jeder Pause in der gleichen
Weise wieder aufgenommen werden.
-
Die Heimmannschaft hat das Recht, die Spielerbank und die Farbe der
Dressen zu wählen und beginnt das Spiel durch Verteidigung des ihrer eigenen
Spielerbank am nächsten gelegenen Tores. Die Mannschaften müssen für jedes
reguläre Spieldrittel oder für jede Verlängerung die Seiten
wechseln.
Die Mannschaft wechseln nicht die Seiten, wenn vor der
Verlängerung oder vor dem entscheidenden Schusswettbewerb zur Ermittlung eines
Siegers, das Eis nicht aufbereitet wurde.
-
Während der Aufwärmzeit vor dem Spiel (die 20 Minuten nicht überschreiten
darf) und vor dem Spielbeginn in jedem Drittel muss jede Mannschaft das Spiel
auf die eigene Spielhälfte beschränken und eine 9 m breite Fläche entlang der
Mitte der neutralen Zone freilassen.
Note: Während einer
Spielunterbrechung oder am Ende des ersten und zweiten Spieldrittels haben die
Spieler kein Recht, das Spielfeld zum Aufwärmen zu betreten. Der
Schiedsrichter muss jede Verletzung dieser Regel zwecks Ergreifung von
Disziplinarmaßnahmen den zuständigen Verbandsstellen melden.
-
Zwanzig Minuten vor der für den Spielbeginn festgesetzten Zeit haben beide
Mannschaften die Eisfläche zu räumen und ihre Garderoben aufzusuchen, damit
das Eis aufbereitet werden kann. Der Spielzeitnehmer hat beide Mannschaften zu
verständigen, rechtzeitig zum festgesetzten Spielbeginn gemeinsam auf das
Spielfeld zurückzukehren.
Regel 633 – Stockwurf
Rule 633 – Throwing a Stick
-
Wenn irgendein Spieler, Torhüter oder Mannschaftsoffizieller der
verteidigenden Mannschaft absichtlich einen Stock oder einen Teil des Stockes
oder irgendeinen Gegenstand in die Richtung des Pucks in seiner
Verteidigungszone wirft, muss der Schiedsrichter die Spielphase beenden
lassen, und wenn kein Tor erzielt wird, muss der schuldlosen Mannschaft ein
Tor zugesprochen werden.
Sollte jedoch das Tor nicht besetzt sein und der
angreifende Spieler keinen verteidigenden Gegner mehr zu umspielen und die
Chance haben, auf ein "leeres Tor" zu schießen, und es wird von einem Spieler
oder Mannschaftsoffiziellen der verteidigenden Mannschaft ein Stock oder ein
Teil des Stockes oder ein sonstiger Gegenstand geworfen oder geschossen,
wodurch ein Schuss auf das "leere Tor" verhindert wird, muss der angreifenden
Mannschaft ein Tor zugesprochen werden.
Note: Für die Anwendung
dieser Regel versteht man unter einem "leeren Tor" ein Tor, von dem der
Torhüter entfernt und durch einen zusätzlichen angreifenden Spieler
ausgetauscht wurde.
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Gegen jeden Spieler oder Torhüter auf dem Spielfeld, der seinen Stock oder
einen Teil desselben oder einen Gegenstand in irgendeiner Zone in Richtung des
Pucks wirft, ist eine große Strafe zu verhängen; ausgenommen ist der Fall,
wenn eine solche Handlung bereits durch einen Strafschuss oder durch
Zuerkennung eines Tores bestraft wordenist oder von der schuldlosen Mannschaft
ein Tor erzielt wurde.
Note: Wenn ein Spieler sich der
gebrochenen Teile seines Stockes dadurch entledigt, dass er sie an den Rand
des Spielfeldes (nicht über die Bande) wirft, ohne dabei das Spiel oder einen
gegnerischen Spieler zu behindern, ist keine Strafe zu verhängen.
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Gegen jeden Spieler oder Torhüter, der seinen Stock oder irgendeinen Teil
desselben im Spielfeld oder aus dem Spielfeld wirft, ist nach dem Ermessen des
Schiedsrichters eine Disziplinarstrafe oder eine Spieldauer-Disziplinarstrafe
zu verhängen, es sei denn, dass der Spieler schon nach 633 a) oder b) bestraft
wurde. Ist der Verstoß als Zeichen des Protestes gegen die Entscheidung eines
Schiedsrichters zu werten, wird nach Regel 601 a) Beschimpfung von
offiziellen, gegen den schuldigen Spieler eine kleine Strafe und zusätzlich
eine Spieldauer-Disziplinarstrafe verhängt.
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Wenn ein Torhüter seinen Stock oder einen Teil desselben absichtlich vor
sein Tor legt und der Puck den Stock berührt, gleichgültig, ob der Torhüter
sich auf dem Spielfeld befindet oder nicht, muss der Schiedsrichter das Spiel
sofort unterbrechen und der schuldlosen Mannschaft ein Tor zusprechen.
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Wenn ein Spieler, der den Puck jenseits seiner Verteidigungszone führt und
keinen anderen Gegner als den Torhüter mehr zu passieren hat, mit einem Stock
oder einem Teil eines Stockes oder durch einen sonstigen Gegenstand behindert
wird, welcher von irgendeinem Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der
verteidigenden Mannschaft geworfen oder geschossen wird, muss der schuldlosen
Mannschaft ein Strafstoß zugesprochen werden.
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Wenn der gegnerische Torhüter vom Eis genommen wurde und sich ein Spieler,
der den Puck jenseits seiner Verteidigungszone führt, mit einem Stock oder
einem Teil eines Stockes oder durch einen sonstigen Gegenstand behindert wird,
welcher von irgendeinem Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der verteidigenden
Mannschaft geworfen oder geschossen wird, muss der schuldlosen Mannschaft ein
Tor zugesprochen werden.
Note: In Übereinstimmung mit der Regel
633 a) und f) ist die genaue Position des Pucks maßgebend. Der Puck muss
sich komplett außerhalb der blauen Linie der Verteidigungszone befinden, um
auf einen Strafschuss a) oder auf ein zugesprochenes Tor f) zu
entscheiden.
Regel 634 – Spielzeit
Rule 634 – Time of Match
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Drei Spieldrittel von 20 Minuten effektiver Spielzeit mit einer Pause
zwischen den Spieldritteln sind für jedes Spiel vorgeschrieben. Nach einer
Pause von 15 Minuten nach Beendigung des vorangegangenen Spieldrittels ist das
Spiel unverzüglich wieder aufzunehmen. Drei Minuten vor Wiederaufnahme jedes
Spieldrittels hat der Spielzeitnehmer den Offiziellen und beiden Mannschaften
eine Voranzeige zu geben, und die Endanzeige muss rechtzeitig erfolgen, damit
die Mannschaften das Spiel pünktlich wieder aufnehmen können. Bei Spielen im
Freien und auf offenen Eisbahnen müssen die Mannschaften nach der Hälfte des
dritten Spieldrittels oder der Verlängerung die Seiten wechseln. Den Torhütern
ist es nicht gestattet, die Spielerbank aufzusuchen, ausgenommen, wenn sie
ersetzt werden oder während einer Auszeit. Bei Verletzung dieser Regel muss
eine kleine Strafe verhängt werden.
Note: Um die Zuschauer
während der Pausen über die restliche Pausenzeit zu unterrichten verwendet der
Spielzeitnehmer die elektrische Uhr, um die 15-Minuten-Pause anzuzeigen.
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Die Mannschaft, die während der drei 20-Minuten-Spieldrittel die meisten
Tore erzielt, ist der Sieger, und ihr werden zwei Punkte
gutgeschrieben
Wenn nach drei regulären Spieldritteln mit je 20 Minuten
Spielzeit der Torstand beider Mannschaften gleich ist, wird das Spiel als
unentschieden gewertet und die Mannschaften erhalten je einen Punkt. Nach
jenen Spielen, in denen ein Sieger zu ermitteln ist, folgt eine Verlängerung
von zehn Minuten, wobei die Mannschaft, die das erste Tor erzielt, den Sieg
errungen hat. Fällt kein Tor, findet der Schusswettbewerb zur Ermittlung des
Siegers statt.
Bemerkung: Abweichungen zur nationalen Regelung siehe
unter 1. und 2. Bundesliga.
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In den Pausen zwischen den Spieldritteln muss die Eisfläche aufbereitet
werden, außer die Mannschaften treffen gegenseitig eine andere Regelung.
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Wenn irgendeine ungewöhnliche Verzögerung innerhalb der letzten fünf
Minuten des ersten oder zweiten Spieldrittels eintritt, hat der Schiedsrichter
das Recht, die nächste reguläre Pause sofort beginnen zu lassen, und der Rest
dieses Spieldrittels ist nach Wiederaufnahme des Spieles durch die beiden
Mannschaften zu vollenden, ohne dass die Seiten gewechselt werden. Wenn die
noch nicht abgelaufene Zeit des vorangegangenen Spieldrittels beendet ist,
wechseln die Mannschaften die Spielfeldseiten und setzen das Spiel
unverzüglich mit dem folgenden Spieldrittel fort.
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Jede Mannschaft kann während einer normalen Spielunterbrechung entweder
während der regulären Spielzeit oder während der Verlängerung nur einmal eine
Auszeit von 30 Sekunden verlangen. Ein Spieler, welcher von seinem Trainer
dazu beauftragt ist, stellt den "Time-out"-Antrag beim Schiedsrichter, bevor
die Mannschaft ihren Spielerwechsel vollzogen hat. Der Schiedsrichter meldet
dies dem Zeitnehmer, welcher die Auszeit überwacht und deren Beendigung
signalisiert.
Note: Alle Spieler, einschließlich der Torhüter,
die sich zum Zeitpunkt der Auszeit auf dem Spielfeld befinden, können sich zu
ihrer Spielerbank begeben. Beide Mannschaften können in derselben
Spielunterbrechung ihre Auszeit nehmen. Die Mannschaft, die während derselben
Spielunterbrechung die zweite Auszeit nimmt, muss den Schiedsrichter vor
Ablauf der ersten Auszeit davon in Kenntnis setzen.
Regel 635 A – Beinstellen
Rule 635 A – Tripping
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Eine kleine oder eine große Strafe ist gegen jeden Spieler zu verhängen,
der seinen Stock, ein Knie, einen Fuß, einen Arm, eine Hand oder einen
Ellbogen auf eine Weise einsetzt, dass er dadurch einen Gegner zum Stolpern
oder zum Fallen bringt.
Note 1: Wenn nach Ansicht des
Schiedsrichters ein Spieler unzweifelhaft nach dem Puck angelt und auf diese
Weis in dessen Besitz gelangt, darf keine Strafe verhängt werden, selbst wenn
dadurch der Puckführende stolpert.
Note 2: Versehentliches
Stolpern, das bei oder nach einer Spielunterbrechung vorkommt, wird nicht
bestraft.
Note 3: Es wird keine Strafe verhängt, wenn ein
Verteidiger zuerst mit dem Puck in Kontakt kommt und erst danach der
Puckführende stolpert.
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Wenn einem außerhalb seiner eigenen defensiven Zone den Puck führenden
Spieler, der keine weiteren gegnerischen Spieler mehr zu umspielen hat als den
Torhüter, von hinten das Bein gestellt oder an ihm auf andere Weise von hinten
ein Foul verübt wird, muss der schuldlosen Mannschaft ein Strafschuss
zugesprochen werden. Der Schiedsrichter darf jedoch das Spiel so lange nicht
unterbrechen, bis die angreifende Mannschaft den Puck an die verteidigenden
Mannschaft verloren hat.
Note: Diese Regel dient der
Wiederherstellung einer aussichtsreichen Torchance für die betreffenden
Mannschaft, die in der gegnerischen Hälfte der roten Mittellinie durch ein
Foul von hinten an der Torchance gehindert wurde.
Unter "Kontrolle des
Pucks" versteht man das Führen des Pucks mit dem Stock. Wenn der Puck, während
er geführt wird, von einem anderen Spieler oder dessen Ausrüstung berührt bzw.
ein Torpfosten getroffen wird oder der Puck verloren geht, wird der
betreffende Spieler nicht mehr als der Puckführende angesehen.
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Wenn der gegnerische Torhüter vom Eis genommen wurde und wenn einem
Spieler, der den Puck führt, das Bein gestellt oder an ihm auf andere Weise
ein Foul verübt wird und sich zwischen ihm und dem gegnerischen Tor kein
Gegner mehr befindet und ihm somit eine aussichtsreiche Torchance
verlorengeht, muss der Schiedsrichter das Spiel sofort unterbrechen und der
angreifenden Mannschaft ein Tor zusprechen.
Note: In
Übereinstimmung mit der Regel 635 b) und c) ist die genaue Position des Pucks
maßgebend. Der Puck muss sich komplett außerhalb der blauen Linie der
Verteidigungszone befinden, um auf einen Strafschuss b) oder auf ein
zugesprochenes Tor c) zu entscheiden.
Regel 635 B – Clipping, Angriff auf das Knie
Rule 635 B – Clipping
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Kein Spieler darf einen Check ausführen, der unter den Begriff "Clipping"
fällt. Der Check darf nicht tiefer als seine eigene Körperposition ausgeführt
werden und darf nicht in das Knie oder unterhalb des Knies angesetzt
werden.
Gegen jeden Spieler, der ein derartiges Foul verübt, muss eine
kleine Strafe wegen "Clipping" verhängt werden. Falls durch einen solchen
Verstoß eine Verletzung hervorgerufen wird, muss gegen den Spieler eine große
Strafe wegen "Clipping" ausgesprochen werden. CLIPPING bedeutet, dass der
angreifende Spieler seinen Körper (von hinten oder von vorne) unrechtmäßig in
das Knie oder unter das Knie des Gegners wirft, oder dass er seinen Gegner von
vorne, von der Seite oder von hinten in Richtung des Knies angreift oder
wirft.
Abschnitt VII: Medizinische Regeln
Section Seven – Medical Rules
Regel 701 – Vermeidung von Infektionen
Rule 701 – Prevention of Infections
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Ein Spieler, der blutet oder durch einen gegnerischen Spieler mit Blut
beschmutzt wurde, ist als "verletzter Spieler" zu betrachten. Er hat
unverzüglich das Spielfeld zwecks Behandlung oder Reinigung zu verlassen.
-
Ein solcher Spieler darf erst wieder auf das Spielfeld zurückkehren,
wenn:
- die Wunde vollständig geschlossen und mit geeignetem
Verbandsmaterial versehen ist und – sämtliche Blutreste vom Körper des
Spielers entfernt bzw. mit Blut verschmierte Kleidungsstücke oder
Ausrüstungsgegenstände gereinigt oder ersetzt wurden.
-
Auf dem Spielfeld dürfen keine mit Blut verschmutzten Gegenstände
verwendet werden.
-
Sollte ein Spieler den obigen Bestimmungen nicht Folge leisten, hat der
Schiedsrichter das Spiel zu unterbrechen und den Spieler aufzufordern, den
obigen Anordnungen nachzukommen. Gegen den Spieler ist eine kleine Strafe
wegen "Spielverzögerung" zu verhängen.
-
Falls das Eis oder Einrichtungen der Halle mit Blut beschmutzt wurden, hat
der Schiedsrichter sicherzustellen, dass die Blutreste unmittelbar nach der
ersten Spielunterbrechung vom Hallenpersonal entfernt werden.
Bemerkungen
Glossary
Altercation – Streit
Ein Streit ist, wenn gegen einen Spieler wegen Teilnahme daran eine Strafzeit
ausgesprochen wird.
Break-away – Plötzlicher Gegenangriff resp. Konter Ein plötzlicher
Gegenangriff resp. Konter ist eine Aktion, bei der ein Spieler, welcher im
Besitz des Pucks ist, keinen Gegenspieler zwischen sich und dem Torhüter (oder
dem Tor, falls der Torhüter entfernt wurde) hat.
Broken stick –
Gebrochener Stock Ein gebrochener Stock ist ein Stock, mit welchem nach
Ansicht des Schiedsrichters nicht regelgerecht gespielt werden
kann.
Butt-Ending -–Stockendenstoß Ein Stockendenstoß ist eine Aktion,
bei der ein Spieler mit dem Schaftende des Stockes seinen Gegenspieler zu stoßen
versucht oder ihn stößt. Eine Strafe wegen Stockendenstoßes muss immer verhängt
werden, wenn einer der beiden Tatbestände zutrifft.
Captain –
Kapitän Der Kapitän, Torhüter ausgenommen, ist ein Spieler, der von der
Mannschaft ausgewählt bzw. nominiert wurde, um die Mannschaft gegenüber den
Schieds- und Linienrichtern im Einklang mit den Regeln zu vertreten. Wo immer
das Wort "Kapitän" im Regelbuch aufgeführt ist, betrifft dies jene Spieler, die
im offiziellen Spielbericht als Kapitän bzw. Ersatzkapitän bezeichnet sind.
Charging – Unkorrekter Körperangriff Ein unkorrekter Körperangriff ist
eine Aktion mit einem Anlauf von mehr als zwei normalen Schritten bzw.
Schrittlängen, mit welchem ein Gegenspieler angegangen wird.
Coach –
Trainer Ein Trainer ist für die Leitung und Führung seiner Mannschaft in
technischer Hinsicht verantwortlich. In Verbindung mit dem Mannschaftsführer ist
er vor, während und nach dem Spiel für das Auftreten der Mannschaft
verantwortlich.
Creases – Kreise Die Kreise markieren die
geschlossenen Flächen, die dem Schutz des Torhüters bzw. der Verwendung durch
den Schiedsrichter bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Pflichten. Diese Linien
gehören jeweils zu dem Raum, den sie umschließen.
Cross-Checking –
Stock-Check Stock-Check bedeutet, dass der Stock mit beiden Händen gehalten
wird, kein Teil desselben das Eis berührt und damit der Gegner in irgendeiner
Höhe dadurch gecheckt wird.
Delayed off side – Verzögertes Abseits Ein
verzögertes Abseits ist eine Situation, bei der ein angreifender Spieler die
blaue Linie vor dem Puck überquert hat, die verteidigende Mannschaft jedoch in
der Lage ist, den Puck unverzüglich und ohne Berührung durch einen angreifenden
Spieler aus ihrer Verteidigungszone wieder zurückzugewinnen.
Dive –
"Schwalbe" Bezieht sich auf eine Situation, in welcher ein Spieler, der durch
einen Gegner gecheckt wird, den Versuch unternimmt, den Check als Foul
erscheinen zu lassen, mit der Absicht, dass gegen den anderen Spieler eine
Strafe verhängt wird. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Spieler gecheckt wurde
oder nicht.
Excessive rough play – Verletzungsversuch, Verletzung Die
Aktion wird umschrieben in welcher ein Spieler oder Mannschaftsoffizieller mit
Absicht mit dem Körper, mit dem Stock, mit dem Schlittschuh oder einem anderen
Gegenstand gegen einen Gegenspieler, einen Mannschaftsoffiziellen oder
Spieloffiziellen zuschlägt oder zuzuschlagen versucht, welche eine Verletzung
verursacht oder verursachen könnte.
Face-Off – Einwurf Der Einwurf
ist eine Aktion, mit der das Spiel durch Einwerfen des Pucks durch den
Schiedsrichter oder Linienrichter zwischen die Stöcke zweiter Spieler
verschiedener Mannschaften beginnt oder fortgesetzt wird. Der Einwurf beginnt
mit dem Zeitpunkt, wenn der Schiedsrichter den Ort des Einwurfs anzeigt und die
Spieler die richtige Stellung einnehmen, und endet, wenn der Puck korrekt
eingeworfen wurde.
Game – Spiel Ein Spiel ist ein Treffen von zwei
Mannschaften, das über eine vorgeschriebene Zeit gespielt wird und wobei durch
das Schießen von Toren ein Sieger ermittelt wird. Ein Spiel hat eine reguläre
Spielzeit sowie eine Verlängerung, falls eine solche erforderlich sein
sollte.
Game ejection – Spielausschluss Ein Spielausschluss bedeutet,
dass ein Spieler oder ein Mannschaftsoffizieller vom Spiel ausgeschlossen wurde.
Er muss das Spielfeld verlassen und darf für den Rest des Spieles in keiner
Weise die Mannschaft leiten, trainieren oder ihr assistieren.
Goalkeeper
– Torhüter Der Torhüter ist eine Person, die als solche im offiziellen
Spielbericht bezeichnet ist. Er ist durch die Verwendung von spezieller und
regeltechnisch zugelassener Ausrüstung gekennzeichnet und genießt verschiedene
Privilegien. Seine Aufgabe ist, zu verhindern, dass der Puck ins Tor
eintritt.
Goalkeepers skates – Torhüter-Schlittschuhe Die
Torhüter-Schlittschuhe sind speziell für den Gebrauch durch den Torhüter
konstruiert. Die Kufe ist an beiden Seiten geschlossen uns so gebaut, dass der
Puck nicht durchgehen kann.
Kicking -–Treten eines Spielers Das Treten
ist die Bewegung eines Spielers, der mit dem Fuß einen Gegner tritt, ohne den
Versuch den Puck zu spielen.
High Sticking – Hoher Stock Als hoher
Stock gilt, wenn ein Spieler den Stock oder einen Teil desselben über der
normalen Höhe der Schultern hält.
Holding – Halten Halten bedeutet,
dass ein Gegner, der im Puckbesitz ist, durch Festhalten mit der Hand oder dem
Stock an der Fortbewegung gehindert wird.
Hooking – Haken Haken ist,
wenn ein Spieler mit seiner Stockschaufel einen Gegner zieht oder zerrt und
dadurch an der Fortbewegung hindert, egal ob diese Aktion gegen den Körper oder
den Stock des Gegners gerichtet ist.
Heel of the stick –
Stockferse ist der Teil zwischen dem geraden Teil des Schaftes und der
flachen Unterseite der Stockschaufel.
Interference –
Behinderung Behinderung ist jede Aktion, welche einen Gegenspieler, der nicht
im Besitz des Pucks ist, an der Fortbewegung hindert.
Note – Note
Eine "Note" im Regelbuch ist ebenso wichtig zu nehmen wie die Regel
selbst.
Players – Spieler Die Spieler sind Mitglieder von einer
Mannschaft, welche körperlich und in Übereinstimmung mit den Regeln am Spiel
teilnehmen. Ein Torhüter gilt als Spieler, ausgenommen wo für ihn spezielle
Regeln vorgesehen sind.
Protective Equipment – Schutzausrüstung Die
Schutzausrüstung wird von einem Spieler getragen, die ausschließlich dem Zweck
dient, ihn vor Verletzung zu schützen.
Slashing –
Stockschlag Stockschlag ist eine Aktion, bei der ein Gegner mit dem Stock
getroffen wird, wobei der Stock mit einer Hand oder mit beiden Händen gehalten
wird. Leichtes Schlagen auf den Stock des Puckführenden wird nicht als
Stockschlag gewertet, sofern die Absicht besteht, dem Puckführenden den Puck
abzunehmen. Ein Spieler, der seinen Stock gegen einen Gegner schwingt, ist immer
wegen Stockschlages zu bestrafen, wobei es belanglos ist, ob der Gegner
getroffen wird oder nicht.
Spearing – Stockstich Stockstich ist eine
Aktion, mit welcher ein Spieler mit der Stockschaufel einen Gegner sticht, stößt
oder dies Versucht; es ist dabei belanglos, ob der Stock mit einer Hand oder mit
beiden Händen gehalten wird.
Team Official –
Mannschaftsoffizieller Der Begriff Mannschaftsoffizieller bezieht sich auf
alle Personen, die mit der Leitung einer Mannschaft betraut sind. Unter diesen
Begriff fallen Trainer, Coach, Mannschaftsleiter, Manager, Masseur,
Materialwart, Mannschaftsarzt und alle anderen nicht spielenden Mitglieder der
Mannschaftsorganisation.
Time out – Auszeit Siehe Regel 634
e).
Translation – Übersetzung Wann immer in der englischen Fassung das
Wort shall erscheint, bedeutet dies im Deutschen "muss".
Regelbuch der IIHF
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